Jugend forscht / Schüler experimentieren

  • Home
  • Jugend forscht / Schüler experimentieren

Elf Jungforscher des SGP zu Gast beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ München-Nord am Flughafen

Bereits zum 55. Mal findet in diesem Jahr der Regionalwettbewerb „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ statt. Das Motto des deutschlandweit bekanntesten Nachwuchswettbewerbs lautet in diesem Jahr „Schaffst Du!“. Für elf Schülerinnen und Schüler vom Schyren-Gymnasium hieß es, ihre mit viel Kreativität und Energie vorbereiteten Projekte am Flughafen München den fachkundigen Juroren zu präsentieren. Aus den sieben möglichen Fachgebieten wurden drei Projekte im Fachgebiet Biologie, ein Projekt in Chemie und zwei Projekte in der Physik vorgestellt. Die Juroren waren von allen Projekten des SGP so überzeugt, dass jedes Projekt mit einer Auszeichnung nach Hause fahren konnte. Zusätzlich wurde das Schyren-Gymnasium mit dem ‚Jugend-forscht‘-Schulpreis 2020 ausgezeichnet, Frau Leppelsack wurde der Betreuerpreis „Sonderpreis für engagierte Talentförderer“ überreicht.

Im Fachgebiet Biologie überzeugten Susanne Gürtner und Anna-Sophia Mayer (beide 8B) mit ihrem Projekt „Zu viel Salz in der ´Suppe` – Untersuchungen an der Pflanzenzelle“. Die beiden Schülerinnen arbeiten bereits im zweiten Jahr an der Problematik, dass sich das Streuen von Auftausalz negativ auf das Wachstum der Pflanzen am Straßenrand auswirkt. Sie konnten mit ihren Ergebnissen eindeutig nachweisen, dass die Pflanzenzelle bei einer Erhöhung der Salzkonzentration im umgebenden Milieu Schaden nehmen. Die Juroren zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Experimenten und der souveränen Präsentation der Ergebnisse und zeichneten das Projekt mit dem ersten Preis in der Sparte „Schüler experimentieren“ aus. Damit haben sich Susanne und Anna-Sophia für den Landeswettbewerb qualifiziert, der Anfang April an der Universität Regensburg stattfinden wird.

Jasmin Bär (7A) und Emma Leo (7D) untersuchten in ihrem Projekt „Wasserpest im Discolicht“, wie die Lichtfarbe die Fotosynthese-Aktivität bei Pflanzen beeinflusst. Mit der Wasserpest als Versuchspflanze konnten sie zeigen, dass die Fotosyntheseaktivität bei blauem und rotem Licht messbar höher ist als bei gelbem und grünem Licht. Die Projektidee und die Ausführungen der beiden Jungforscherinnen wurde mit dem zweiten Preis belohnt.

In der Sparte „Jugend forscht“ für Teilnehmer ab 15 Jahren traten Hannah Kotissek und Cameron Schulz (beide 10C) mit ihrem Projekt „CO2 deckt auf“ an. Mit Hilfe von Sensoren, die den CO2-Gehalt der Luft messen können,  ermittelten sie den CO2-Ausstoß verschiedener Bodenarten. Ihre aufwändigen Untersuchungen brachten interessante Erkenntnisse hinsichtlich eines Zusammenhangs von Bodenbearbeitung und Freisetzung des klimaschädlichen Gases CO2. Dieses Projekt wurde von den Juroren bei starker Konkurrenz der anderen Jugend forscht-Projekte im Fachbereich Biologie mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Hannah und Cameron erhielten eine Jahresmitgliedschaft
mit zwei Kursgutscheinen bei MakerSpace, einer Hightech-Werkstatt in Garching, in der sie ihre Ideen für neue Projekte realisieren können.

Im Fachgebiet Chemie forschten Mairin Rau und Leoni Leichtl (beide 7B) am Reifegas Ethylen. Dabei untersuchten sie die Auswirkung des Gases auf Früchte, indem sie Äpfel und Bananen über mehrere Wochen mit
unterschiedlichen Konzentrationen des Gases bedampften und mit unbegasten Früchten verglichen. Dabei fanden Leoni und Mairin heraus, dass die künstliche Begasung einen negativen Einfluss auf das Fruchtaroma sowie den Geschmack der Früchte hat. Die Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe erhielten für ihr Projekt im Bereich „Schüler experimentieren“ den zweiten Preis, sowie einen Sonderpreis.

Das Projekt von Nina Bartsch und Johanna Rausendorf (beide 6B) war eine Zerreißprobe für Kaugummis, mit der sie einen dritten Preis im Fachgebiet Physik erreichten. Mit ihrem Versuchsaufbau untersuchten sie
das Verhalten verschiedener Kaugummisorten bei der Belastung mit unterschiedlichen Gewichten. Den Schülerinnen gelang es, den am schnellsten reißenden Kaugummi unter den betrachteten Kaugummisorten auszumachen, während die maximale Ausdehnung der Kaugummis stark von dem angehängten Gewicht abhing.

Ebenfalls mit Gewichten hantierte Luke Schröder (5B) in seinem Projekt „Belastbarkeit von LEGO Brücken“. Er konstruierte vier Varianten einer Brücke mit gleicher Spannweite und einer ähnlichen Anzahl von Legosteinen und testete systematisch ihre Tragfähigkeit bis zur Belastungsgrenze. Diese lag bei der stablisten Bauform bei über 14 kg! Die Arbeit sowie die Präsentation der Ergebnisse honorierte die Jury mit einem ersten Preis im Fachbereich Physik. Luke
hat sich damit ebenfalls für die Teilnahme am Landeswettbewerb ´Schüler experimentieren` in Regensburg qualifiziert.

Text und Fotos: Birgit Dimmelmeier, Andreas Kelbel und Elke Leppelsack