Begabtenförderung


LEAP: Individuelle Förderung begabter und vielseitig interessierter Schülerinnen und Schüler als Leitlinie und Ziel

Individuelle Förderung meint, jede bzw. jeden nach ihren bzw. seinen Bedürfnissen zu fördern. Oft denkt man dabei lediglich an Konzepte zur Unterstützung der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler; sog.  Hochleisterinnen und Hochleister geraten aus dem Blickfeld. Begabte Jugendliche zu fördern, bedeutet folglich, Bildungsgerechtigkeit herzustellen.

Die individuelle Förderung der besonders leistungsstarken und vielseitig interessierten Schülerinnen und Schüler erfolgt am SGP durch Differenzierungsangebote im (Wahl-)Unterricht der jeweiligen Lehrkraft sowie durch einen für die Jahrgangsstufen 9 – 12 eingerichteten Enrichmentkurs mit dem Titel „LEAP“. Der Titel ist ein aus den Begriffen „Leistung“, „Engagement“, „Anregung“ und „Perspektive“ gebildetes Akronym. Ziel dieses Kurses ist es, die sehr guten schulischen Leistungen und das herausragende Engagement der Schülerinnen und Schülern zu honorieren und den Jugendlichen Anregung und Perspektive für ihren Lebensweg anzubieten.

Zu den LEAP-Kurstreffen, die in und außerhalb der Schule stattfinden, werden Referentinnen und Referenten für einen Vortrag eingeladen bzw. besucht: Gemeinsam diskutiert man nach dem Vortrag über verschiedene Themen und erhält Einblick in oft sehr individuelle Lebenswege. Bisher wurden Personen aus dem Bereich der Mathematik, der Physik, der Informatik, der Medizin, der Politikwissenschaft, des Reisejournalismus und der Fotografie gehört; darunter waren vereinzelt auch Eltern von Schülerinnen und Schülern des SGP.

Darüber hinaus werden die LEAP-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer regelmäßig auf unterschiedliche Angebote der Begabtenförderung, etwa auf Wettbewerbe, Forschungsexpeditionen, Sommerschulen und Möglichkeiten der finanziellen und ideellen Förderung während des Studiums, hingewiesen. Entscheidet sich eine Schülerin bzw. ein Schüler für eines dieser Angebote, wird sie bzw. er bei sämtlichen Schritten der Bewerbung bis hin zur Aufnahme in das jeweilige Programm bzw. der Abgabe des Wettbewerbsbeitrags unterstützt.

Eine leistungsorientierte Forderung und Förderung aller Schülerinnen und Schüler ist eine wesentliche Voraussetzung sowohl für die Entfaltung jedes Einzelnen als auch für die Weiterentwicklung der Gesellschaft. Der Enrichmentkurs LEAP trägt dieser Erkenntnis Rechnung, indem er die kognitive Neugier, die Anstrengungsbereitschaft und Leistungsmotivation der besonders begabten und vielseitig interessierten Schülerinnen und Schüler des SGP positiv wahrnimmt, herausfordert und begleitet.

Annette Wörmann

Wie entsteht ein Film? – Regisseur am SGP

Nach seiner Tätigkeit als Nachwuchsregisseur, Autor und Cutter beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk studierte Knut Karger an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Von 2017 bis zu seinem Wechsel an die Fakultät für Design an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München zum Wintersemester 2019/20 war er Vizepräsident der HFF.
Neben seiner Dozententätigkeit dreht Prof. Knut Karger eigene Filme. Seine letzten Arbeiten „Für den Ernstfall“, „Was wird bleiben“ (Kinofilm) und „Warmzeit“ (Kinofilm) setzen sich kritisch mit unserer Gesellschaft auseinander.

2018/19 arbeitete er für den Bayerischen Rundfunk an einer zweiteiligen dokumentarischen Graphic Novel über die Geschichte des KZ Dachau, die er den Schülerinnen und Schülern des LEAP-Kreises in zwei Auszügen vorstellte. Im Gespräch lernten die Jugendlichen die Arbeitsweise eines professionellen Dokumentar-Filmemachers kennen, der ihnen ans Herz legte: „Trefft Entscheidungen! Im Leben kommt man nicht umhin, sich festzulegen. Sitzt Entscheidungen nicht aus, trefft sie!“
Übrigens: Zu sehen sind die beiden Filme, die unter dem gemeinsamen Titel „KL Dachau“ die zwölfjährige Bestandszeit des Lagers von 1933 bis 1945 nacherzählen, am 29. April 2020, dem Tag der Befreiung durch die US-Armee vor 75 Jahren, um 22.00 Uhr und 22.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

Text und Foto: Annette Wörmann

Augustinus-Experte am SGP

Diesmal reiste der Referent aus Nordrhein-Westfalen an. Dort ist er unter anderem in der fachdidaktischen Ausbildung angehender Lateinlehrerinnen und -lehrer tätig. Zudem hat er einen Lehrauftrag an der LMU München; sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der römischen Briefliteratur und auf Augustinus. Der Name des Gastredners: Studiendirektor Dr. Hans-Joachim Häger.
Wer war Augustinus? Und wie dachte, ja, wie fühlte dieser Philosoph und Theologe, der das Denken des Abendlandes wesentlich prägte? Antwort darauf erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Begabtenkreises sowie interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Latein- und Religionskursen der Oberstufe durch Besprechen von dessen Werk Bekenntnisse (Confessiones), das trotz seiner theologischen Färbung gleichsam den Schlüssel zum Menschen Augustinus darstellt.
„Was macht die Confessiones ansprechend für Sie?“, fragte Dr. Häger abschließend in die Runde. „Augustinus’ Mut, quer zu denken“, gab ein Schüler an, „dass es menschlich ist, zu fallen und Fehler zu machen“, sagte ein anderer. Und damit hallte Karl Jaspers Diktum über Augustinus, der sich wie kein zweiter antiker Autor in seinem Werk derart geöffnet hat, nach: „Nie vorher hatte der Mensch so vor seiner eigenen Seele gestanden.“

Text und Foto: Annette Wörmann

Revolution am Himmel

Fliegende Autos – das gehörte bis vor Kurzem noch ins Reich der Science Fiction. Heute sind die ersten in der Luft, und die Einsatzmöglichkeiten reichen vom Spielzeug für Millionäre bis zum Hubschrauber-Ersatz für Polizei, Feuerwehr und Militär. Während die Aero-Taxis noch in der Entwicklungsphase stecken, fliegen Drohnen schon durch die Welt. Sie sind beliebte Geschenke für Hobbypiloten und mittlerweile unentbehrlich für Filmcrews, sie werden aber längst auch kommerziell genutzt. Der Paketdienst aus der Luft ist bereits getestet. In Afrika lässt ein Start-up Medikamente in entlegene Gebiete fliegen, in Norwegen bringt ein autonomes Fluggerät einen Defibrillator zu Herzpatienten in der Provinz, in Singapur gibt es Restaurants, in denen Drohnen das Essen an den Tisch bringen.
 „Der Markt explodiert gerade“, erklärte Prof. Dr. Florian Holzapfel den  Teilnehmern des LEAP-Kreises. Immer wieder forderte er chemisches, physikalisches und mathematisches Know-how von den Jugendlichen ein. Schließlich rief er ihnen zu: „Ihr lebt in einer Zeit voller rasanter Veränderungen. Schaut nicht einfach zu! Gestaltet eure Welt! Bringt euch ein!“
Man findet den Ingenieur, der Fluggeräte für alle Lebenslagen entwickelt, am Lehrstuhl für Flugsystemdynamik im Forschungszentrum Garching.

Text und Foto: Annette Wörmann

Die Kunst der Renaissance in Florenz

Nirgends lässt sich der Renaissance und ihrer Kunst so gut nachspüren wie in der Stadt am Arno. Das Europa der Neuzeit entstand in Florenz, der Metropole von Handel und Kapital. Die klare Rationalität des Architekten
Brunelleschi, die heroischen und zugleich zutiefst menschlichen Figuren der Bildhauer Donatello oder Luca della Robbia, die neue Lebensnähe und erzählerische Kraft in den Malereien von Masaccio, Fra Angelico oder Botticelli – auf Schritt und Tritt erlebt man in Florenz, wie sich das, was der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt „die Entdeckung der Welt und des Menschen“ nannte, in der Kunst des 15. Jahr­hunderts abspielte.

Mit grenzenlosem Selbstvertrauen bricht der Mensch jener Zeit auf zu neuen Ufern und revolutioniert Kunst, Kultur und Wirtschaft. Kulturelle Eliten – wie etwa die Medici – sorgen für einen einzigartigen Modernisierungsschub.
Innerhalb weniger Jahrzehnte entstehen grandiose Bauwerke, Gemälde und Kunstwerke, die zu den bedeutendsten der Menschheit gehören.

Im Vortrag von Dr. Katia Marano, die als Kunstvermittlerin an den Pinakotheken Münchens arbeitet, wurden Teilnehmen des Begabtenkreises und interessierten Schülern des Kunst-Additums Florenz und seine Maler vorgestellt – stets mit Blick auf den engen Zusammenhang von Kunst, Geschichte, Politik und Soziologie.

Text und Foto: Annette Wörmann

Europa – we are one

Wofür brenne ich? Wo steht Europa? Diese und viele weitere Fragen durften wir uns an einem Oktoberwochenende bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing stellen. Frau Wörmann hatte uns auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht.
Viele interessante Referent/innen wie der Feminist Vincent Immanuel Herr, der sich dafür einsetzt, dass jeder EU-Bürger zu seinem 18. Geburtstag ein Interrail-Ticket geschenkt bekommt, um die europäische Identität zu stärken, haben von ihren Projekten und ihrer Sicht auf Europa erzählt. Ihre und die Gedanken anderer haben uns bewegt, und in Diskussionsrunden konnten wir uns mit anderen Jugendlichen austauschen und neue Freundschaften schließen.

Text: Luisa Dietsch, Ronja Wimmer, Q11
Foto: Ronja Wimmer, Q11

1 von 4000 in Deutschland zugelassenen Patentanwälten am SGP

Im Rahmen der monatlichen LEAP-Vorträge, die von allen interessierten Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 12 besucht werden können, stellte Thomas Liebl sich und seine Arbeit als Patentanwalt vor.
Anhand von vielfältigem Anschauungsmaterial – Gesetzesbüchern, einer Patentanwaltsrobe, einem Schriftstück zur Patentanmeldung, bereits patentierten Gegenständen wie einer Hüftabspreiz-Orthese oder einem Rühraufsatz für Bohrmaschinen – wurde schnell klar, dass ein Patentanwalt als Dolmetscher zwischen Erfinder und Patentamt, zwischen Technik und Recht fungiert. An dieser Schnittstelle leisten Patentanwälte folglich einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Innovationsdynamik in Deutschland und Europa: Sie wissen, was technisch und rechtlich möglich ist.
Was macht ein Patentanwalt? Ein Patentanwalt berät und vertritt Mandanten auf dem Gebiet einerseits des Patent-, des Marken- und Designrechts, andererseits auf dem Gebiet des Sortenschutz- und Halbleiterschutzrechts. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Vertretung in Verfahren vor den Patent- und Markenämtern und den zuständigen Gerichten.
Wie wird man Patentanwalt? Ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches oder technisches Hochschulstudium, etwa in den Fächern Elektrotechnik, Maschinenbau, Physik, Chemie oder Biologie, ist erforderlich. Darauf folgt eine mehrjährige juristische Zusatzausbildung in Theorie und Praxis.
Warum gibt es Patentanwälte? Schon bald nach der Gründung des Kaiserlichen Patentamts im Mai 1877 stellte sich heraus, dass für die komplexen technischen Sachverhalte im Patentwesen besonders qualifizierte Fachleute benötigt werden, die neben den juristischen Fragen auch in der Lage sind, die technischen Zusammenhänge der Erfindungen zu verstehen.
Thomas Liebl ist Deutscher und Europäischer Patentanwalt sowie Europäischer Marken- und Designanwalt. Er ist seit 2008 Partner in der Kanzlei Neubauer Liebl Bierschneider.

Text und Fotos: Annette Wörmann

Ein Journalist aus Leidenschaft – Werkstattgespräch mit Klaus Ott

LEAP-Schüler und weitere interessierte Jugendliche stellten eine gute Stunde lang Fragen, Klaus Ott antwortete: Wem kann man noch glauben? Wie lassen sich Fake News von harten Informationen unterscheiden? Wer prüft, was richtig ist? Wie arbeiten Redaktionen bei Medien wie der Süddeutschen Zeitung? Was beinhaltet der sog. Pressekodex? Welche Aufgaben hat der Presserat? Braucht es Mut, in Deutschland Journalist zu sein?
Klaus Ott – SZ-Redakteur – gab Einblick in die Arbeitsweise von Journalisten, die ihre Aufgaben und ihren Beruf ernst nehmen.

Text und Foto: Annette Wörmann

Herbstuniversität: Vom Genotyp zum Phänotyp

Teil der Veranstaltungen der „Herbstuniversität“, die jährlich im Rahmen des Programms „Schülerinnen forschen“ an der TUM stattfinden, war heuer das Untersuchen der eigenen Gene zur Wahrnehmung bitterer Geschmacksstoffe.

In diesem Kurs wurde zuerst aus Zellen der eigenen Mundschleimhaut DNA extrahiert, die dann mithilfe der PCR-Methode in einem Thermocycler vervielfältigt wurde. Diesen vervielfältigten DNA-Fragmenten konnte jede Teilnehmerin daraufhin ein spezielles Enzym (Restriktionsenzym) mit einer Pipette hinzufügen. Dieses zerteilt das DNA-Fragment, sobald es eine bestimmte Reihenfolge von Basen vorweist. Diese bestimmte Reihenfolge unterscheidet einen „Schmecker“, der Bitterstoffe wahrnimmt, von einem „Nicht-Schmecker“. Durch die Gelelektrophorese konnte man anschließend feststellen, ob man selbst ein „Schmecker“ oder „Nicht-Schmecker“ ist.

Um auch die zuvor im Labor durchgeführten Schritte besser verstehen zu können, haben alle Teilnehmerinnen ein Erklärvideo zur PCR-Methode und zur Gelelektrophorese gedreht.

Nach diesem spannenden Tag an der TUM kann ich das Programm der „Herbstuniversität“, auf das ich durch LEAP aufmerksam gemacht wurde, auf jeden Fall für interessierte Schülerinnen weiterempfehlen. Nicht nur im Bereich Biologie/Chemie gibt es spannende Themen. Auch im Bereich Mathematik, Physik, Sport etc. werden zahlreiche Forschungsthemen für Schülerinnen angeboten.

Text und Foto: Lisa Fleischhauer, 10B

Text und Foto: Lisa Fleischhauer, 10B

Ein frischer Blick auf Afrika

„Afrika – das sind 54 komplett verschiedene Länder“, rief Dr. Kundri Böhmer-Bauer der jungen Hörerschaft zu.
Die externe Expertin, die im Rahmen der Begabtenförderung für einen Vortrag ans SGP gekommen war, griff vorhandenes Wissen auf und beleuchtete unter anderem folgende Aspekte: die moderne Vielfalt Afrikas, seine Geografie, seine Gestalter von Geschichte und Geschichten, die Rolle Deutschlands in Afrika, Flucht und Migration sowie Entwicklungshilfe. Das mitgebrachte Bildmaterial war ebenso beeindruckend wie die Schilderung persönlicher Reiseerlebnisse. Und so gelang ein frischer Blick auf Afrika.
Zur Person:
Dr. Kundri Böhmer-Bauer studierte Ethnologie, Psychologie sowie Theologie und promovierte über afrikanische Königreiche an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach vier Jahren in der Afrikaabteilung des Münchner Völkerkundemuseums, heute Museum Fünf Kontinente, war sie beruflich in zahlreichen Ländern Afrikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Südostasiens unterwegs. Seit 2003 arbeitet sie als interkulturelle Trainerin mit Fokus auf Sicherheitsseminaren für Krisenregionen, die für Mitarbeiter international agierender Unternehmen konzipiert sind.

Text und Foto: Annette Wörmann

Schülerakademie in Litauen

Litauen ist ein kleiner baltischer Staat mit nicht einmal 3 Millionen Einwohnern. Im Westen grenzt Litauen an die Ostsee, dort befindet sich die Kurische Nehrung. Und dort, auf ebendieser Nehrung, befindet sich ein beliebter Urlaubsort mit ca. 1.500 Einwohnern, Nida. Hier findet Jahr für Jahr die Summer Session der Nationalen Schülerakademie Litauens statt. Jedes Jahr haben dabei 20 deutsche Schüler die Möglichkeit, an der Economics Section der Akademie teilzunehmen. Als ich mich im Februar für die Deutsche Schülerakademie bewerben durfte, weckten die Programme im Ausland sofort mein Interesse, vor allem eben das litauische. Das Glück, das ich hatte, letztendlich teilnehmen zu dürfen, konnte ich mir in diesem Moment noch gar nicht vorstellen.
Ich habe so viele unglaubliche Menschen treffen dürfen. Die deutschen Schüler, eine bunt gemischte Truppe aus ganz Deutschland, waren im Alter von 16 bis 21 Jahren und kamen vom ersten Moment an perfekt miteinander aus. Und dann waren da noch die litauischen Schüler in der Economics Section, also während der vormittäglichen Lectures zu sechst in der Unterzahl, am Nachmittag bei den persönlichkeitsbildenden Aktivitäten, in meinem Fall Chor, klar in der Überzahl. Alle waren unglaublich offen und haben uns Deutsche immer willkommen geheißen. Abends saßen wir zusammen am Strand oder am Steg, haben gesungen, getanzt und Spiele gespielt. Das Gemeinschaftsgefühl war unbeschreiblich.
Natürlich gab es nicht an jedem der 11 Tage nur Lectures, an zwei Tagen haben wir Exkursionen gemacht zu verschiedensten Unternehmen, zum Beispiel Dancerbus, einem Startup, oder dem Hafen von Klaipėda. Auch ein Besuch im Kletterwald und eine ganztägige Wanderung durch die besondere Natur der Nehrung durften nicht fehlen. Die Dünen, die Wälder, das Meer, all das beeindruckte uns genauso sehr wie Thomas Mann, an dessen Sommerhaus wir vorbeiwanderten und den Italienblick bewunderten.
Auch an Gruppenarbeiten durfte es nicht fehlen, die durch die Ideen der motivierten Teilnehmer durchaus inspirierend sein konnten. Dabei hatten die Ergebnisse durchaus Relevanz, so sollten wir den besuchten Unternehmen Feedback geben und Lösungen für politische Probleme der Gemeinde finden. Meine Gruppe arbeitete an der Frage, wie man den Sporttourismus auf der Nehrung ganzjährig erhöhen könnte; am Ende präsentierten wir die Ergebnisse sogar vor dem Bürgermeister.
Die letzte Nacht wurde dann durchgemacht, erst gab die Music Section zusammen mit dem Chor ein Konzert, dann wurden am Strand die Sterne beobachtet, bis wir schließlich von der Düne aus, mit Blick auf Nida, den Sonnenaufgang sahen. Dementsprechend unwirklich fühlte sich der Tag der Abreise an.

Die Schülerakademie war so eine außergewöhnliche Erfahrung, dass alles, was ich zu den interessanten Vortragenden aus der internationalen Wirtschaft, zu den wunderbaren Organisatoren und auch zu den anderen Teilnehmern sagen kann, AČIŪ (DANKE) ist.
 

Text und Fotos: Charlotte Schnell, Q12

Begabte Schüler…

gibt es am SGP viele. Anfang Juli präsentierten die miniLEAP-Kinder  ihre im zweiten Halbjahr mit Unterstützung einer Fachlehrkraft entstandenen Arbeiten. Sie beschäftigten sich unter anderem mit folgenden selbst gewählten Themen: mit dem Aufbau von tierischen und pflanzlichen Zellen, mit Vancouver Island, mit der Londoner Underground, mit Beethoven, mit Biodiversität auf heimischen Blühwiesen, mit Steilküsten, mit altägyptischen Göttern, mit dem Orakel von Delphi, mit Religiosität heute, mit der Chaostheorie oder mit der Antarktis im Klimawandel.

„miniLEAP“ ist die Bezeichnung für das Begabtenförderprogramm des SGP für vielseitig interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis acht.

Fotos und Text: Annette Wörmann