Forscherklasse

„Nur 4 der 12 häufigsten heimischen Vogelarten werden von Schulkindern in Bayern erkannt!“

Diese bedenkenswerte Aussage hat die Forscherklasse 5B dazu bewogen, sich in ihrem ersten Homeschooling-Projekt in diesem Jahr mit der Vogelwelt zu beschäftigen. Am zweiten Januar-Wochenende hat jeder Schüler zuhause eine Stunde lang beobachtet und protokolliert, welche Vogelarten und wie viele Individuen jeweils im eigenen Garten oder am Futterplatz vor dem Haus vorkommen. Als Hilfestellung für eine korrekte Artbestimmung dienten kleine Leporellos mit den wichtigsten Wintervogelarten. Viele Beobachtungsergebnisse der Schüler wurden an die vom Landesbund für Vogelschutz organisierte Aktion Stunde der Wintervögel weitergeleitet. 

Von den häufigsten Wintervögeln, die im Januar im Landkreis Pfaffenhofen beobachtet, gezählt und gemeldet wurden, lagen Haussperling, Feldsperling und Amsel an oberster Stelle. Bereits für die Unterscheidung von Haus- und Feldsperling ist es wichtig, sich die Merkmale der beiden Arten genau anzusehen. Die Jungforscher haben sich daher intensiv mit den Merkmalen dieser bei uns lebenden Wintervogelarten beschäftigt. Als Ergebnis der Recherchen entstanden Steckbriefe mit interessanten Informationen zu den einzelnen Arten, die auf eine digitale klasseninterne Pinnwand hochgeladen wurden.

Text: Dr. Elke Leppelsack

Bildbearbeitung: Andreas Kelbel

Einzelsteckbriefe

Liste der einheimischen Vogelarten aufsteigend sortiert nach der Häufigkeit im Landkreis Pfaffenhofen.

Bilder: Kinder der Klasse 5b

  • 1 - Haussperling

  • Schullandheim als Forscherwoche

Forscherklasse

Inhalte:

  • Erläuterung von naturwissenschaftlichen Phänomenen im fächerübergreifenden Unterricht
  • Aneignen praktischer und experimenteller Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Selbständiges Experimentieren und Dokumentieren
  • Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge

Konzepte:

  • jeder Schüler erwirbt in der Unterstufe ohne Notendruck verstärkt praktische Kompetenzen
  • Arbeit in Kleingruppen
  • zusätzlicher naturwissenschaftlicher Unterricht: 14-tägig eine Doppelstunde am Nachmittag mit der halben Klassen
  • Teamteaching
  • Einbeziehung der Fächer Deutsch, Englisch, Kunst

Aktionen:

  • Schullandheim als Forscherwoche
  • Besuch eines Schülerforschungslabors
  • Teilnahme an Wettbewerben, z.B. Jugend forscht / Schüler experimentieren,Landeswettbewerb Mathematik, Experimente antworten
  • Storchenbeobachtung
  • Astronomische Beobachtungen in der Sternwarte
  • Führung in Museen z.B. Deutsches Museum
  • Robotik-Kurs

Voraussetzungen:

  • Großes Interesse an Natur und Technik
  • Freude am Forschen und Experimentieren
  • Teamgeist

Anmeldung:

Die Anmeldung zur Forscherklasse findet im Rahmen der offiziellen Einschreibung statt.

Bilder und Aktionen aus der Forscherklasse
Toller Ausflug zur Raumfahrtschau

Wir, die Forscherklassen 5b und 6b durften am Freitag, den 4.Oktober einen Blick in die Internationale Raumstation (ISS) und den Weltraum werfen. Dafür sind wir in die LMU nach München gefahren. Dort wurden wir von Studenten begrüßt. Sie hatten eine interessante Show für uns vorbereitet.
Zuerst erklärten sie uns das Sonnensystem. Das danach folgende Video über den Start einer Sojus-Rakete war beindruckend. Um den Start zu demonstrieren machten wir ein Experiment. Es fing damit an, einen Luftballon aufzupusten und unverknotet loszulassen. Wir konnten beobachten, wie er durch die Luft sauste.
Die virtuelle Reise durch die ISS war spektakulär. Wir sahen zum Beispiel die Toilette, Schlafkabinen und Sportgeräte. Hier gab es sogar ein Laufband, das an der ´Decke` hing.
Ein Video aus der ISS von Alexander Gerst zeigte uns, wie es im Inneren der Raumstation aussah und wie sämtliche Geräte zu benutzen sind. Von seinem Lieblingsplatz aus, einer Kuppel mit vielen Fenstern, kann er immer seinen Heimatplaneten, die Erde, sehen.
Dazu passte das Experiment zur Schwerelosigkeit. Wir benötigten dafür eine schon vorher hergestellte Plastikbox mit Licht und Kamera, in der Schokolinsen in einer Plastikröhre lagen. Das Ganze wurde an eine hohe Stange gehängt, dann fallengelassen und wir sahen auf einer großen Leinwand in Zeitlupe, dass die Schokolinsen schwebten.
Anschließend durften wir an einer virtuellen Reise um die ISS teilnehmen. Wir sahen Forschungsstationen außerhalb der Raumstation.
Dazu passend machten wir einen ´Moonwalk` gemeinsam mit einem Roboter der LMU München. Dieser zeigte uns, wie man auf dem Mond geht. Das hat großen Spaß gemacht.
Zur Demonstration einer Landung auf der Erde hatten die Studenten eine mittelgroße Box mit Plastikfolie ausgehüllt, so dass ein ´Ei-Astronaut` Platz hatte. Diese wurde dann von einem der oberen Balkone des Hörsaales fallen gelassen. Erstaunlicherweise überlebte der `Ei-Astronaut´
Ein Video zeigte uns im Anschluss, wie es tatsächlich bei einer Landung auf der Erde zugeht.
Besonders beeindruckend war dann das Experiment mit dem Schokokuss. Wir setzten einen Schokokuss in eine Art Käseglocke, in welcher Luft rein- und rausgelassen werden konnte. Zuerst zogen wir die Luft heraus. Das Ergebnis war überraschend, der Schokokuss blähte sich auf. Als wir die Luft wieder einführten, schrumpfte der Schokokuss wieder auf seine alte Größe.
Der Ausflug an die LMU München war sehr spannend.

Von Nina, Forscherklasse 5b