Latein

Den Römern auf der Spur – P-Seminar des Schyren-Gymnasiums gestaltet Römertage an Grundschulen
In der vergangenen Woche veranstaltete das Latein-P-Seminar des Schyren-Gymnasiums unter Leitung von Herrn Gaßner an den Grundschulen Hohenwart und Reichertshausen zwei „Römertage“. Bei diesem konnten die Viertklässler spielerisch das Leben der Römer in all seinen Facetten vor 2000 Jahren nachempfinden.
Einen besonderen Eindruck hinterließ die Station „Die römische Legion“, an der die Schüler beispielsweise mit originalgetreu nachgebauten Holzschilden die „Schildkrötenformation“ einnehmen konnten. Ebenso beeindruckte die Station „Schönheit bei den Römern“, an der die Grundschüler einmal eine echte Toga anlegen durften.
Für die Verpflegung während des Römertags sorgte das Team „Essen im alten Rom“: Auf Schaffellen durften die Schüler neben Obst und Gemüse auch „Conditum Paradoxum“, einen mit Lorbeer, Datteln, Lavendel, Honig, Pfeffer und Rosmarin versehenen Wein (natürlich kinderfreundlich mit Traubensaft hergestellt), probieren. 
Ihre Werkkünste konnten die kreativen Viertklässler beim Gestalten eines eigenen Mosaiks an der Station „Römische Kunst“, beim Basteln eines Armbandes oder einer Halskette (Station „Römischer Schmuck“) und beim Prägen ihrer eigenen, persönlich entworfenen Kupfermünze unter Beweis stellen.
In der „Römischen Schule“ durften die Schüler außerdem in ihren Teams kleine Wachstäfelchen herstellen, wie sie im antiken Rom zum Schreiben benutzt wurden. An weiteren Stationen befassten sie sich interaktiv mit der Person Gaius Julius Caesars und den zwölf wichtigsten römischen Gottheiten. Außerdem wurde demonstriert, wie die Römer aus Alltagsmitteln wie Butter und Pflanzen diverse Salben herstellten.
Für Action sorgten die Stationen „Spiele im alten Rom“ und „Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe“, wobei an letzterer die schnellsten „Wagenlenker“ am Ende des Tages mit kleinen Präsenten prämiert wurden.
Um diesen Tag in besonderer Erinnerung zu behalten, gab es zudem an der „Greenscreen“-Station für die Kinder die Möglichkeit, ein Foto von sich „im alten Rom“ machen zu lassen. Des Weiteren erhielt jeder Grundschüler ein von den Seminarteilnehmern gestaltetes „Mitmachheft“ mit nach Hause, um das an den Stationen gewonnene Wissen z.B. in Form von Kreuzworträtseln zu rekapitulieren.
Die Elftklässler des Schyren-Gymnasiums haben sich im Rahmen ihres Projekt-Seminars das ganze Schuljahr auf diesen besonderen Tag vorbereitet und ihre jeweiligen Stationen selbst konzipiert und ausgestaltet. Belohnt wurde die Vorarbeit der Gymnasiasten durch die  sichtliche Begeisterung der Grundschüler, die am Ende die Römertage mit tobendem Applaus bedachten. Somit konnte das Ziel „Spielerisch und mit Spaß Wissen vermitteln“ für die Teilnehmer des P-Seminars, welche selbst viel Freude in der Arbeit mit den Viertklässlern hatten, in vollem Maße erfüllt werden.

Text: Sandy Tronnier, Florian Danböck, Georg Gaßner
Bilder: Georg Gaßner
Fakten vs. Fake-News – Schülermedientag am SGP
Am 3.Mai, dem internationalen Tag der Pressefreiheit, fand am Schyren-Gymnasium auf Initiative der beiden Lateinlehrkräfte Herr Roider und Herr Gaßner erstmals ein Schülermedientag statt. Dabei hatten alle Lateinschüler der neunten Jahrgangsstufe Gelegenheit, in einem Vortrag allerlei Wissenswertes und Interessantes rund um das Thema „Journalismus“ zu erfahren. Zu diesem Zweck war mit Frau Sylvia Albert-Vogl vom Bayerischen Rundfunk eine absolute Fachfrau ans SGP gekommen, um die Schüler über ihr vielfältiges Arbeitsspektrum zu informieren. So lernten die Schüler neben den heute gängigen Arten von Journalismus auch die wesentlichen Kriterien kennen, an denen Journalisten ihre Arbeit ausrichten, wie z.B. das Zwei-Quellen- oder Vier-Augen-Prinzip. Darüber hinaus erfuhren die Jugendlichen, unter Beachtung welcher Aspekte die Relevanz von Nachrichten bewertet und diese, z.B. für die allabendliche „Rundschau“ im BR, gefiltert werden. Nach einem Überblick über die wesentlichen Kriterien einer Nachricht konnten die Schüler in einem Praxisteil nachvollziehen, wie schwierig es sein kann, eine ausführliche Nachricht für eine „20-Sekunden-News“ zu reduzieren. Daran anschließend wurde schließlich das momentan hochbrisante Thema „Fake-News“ anhand konkreter Beispiele aufgegriffen und die Schüler für einen sorgsamen Umgang mit diesen Nachrichten, insbesondere in den Social Media, sensibilisiert.
Der Schülermedientag bot für den Lateinunterricht der neunten Klasse somit eine gute Gelegenheit der Aktualisierung der Cäsarlektüre. Bei der Übersetzung der Texte aus dem „Gallischen Krieg“ waren die Schüler nämlich im Vorfeld des Workshops immer wieder darauf gestoßen, wie Cäsar durch scheinbare Objektivität die Geschehenslage zu seinen Gunsten manipuliert und dabei die historische Wahrheit in seinem Sinne verfälscht. Durch den interessanten und lebhaft gestalteten Vortrag anlässlich des Schülermedientags wurde den Schülern so vor Augen geführt, wie aktuell die Thematik nach wie vor ist und wie man ihr kritisch und reflektiert im Alltag begegnen kann.

Text und Foto: Georg Gaßner

Latein zum Anfassen: P-Seminar auf Römerspuren
Am Donnerstag vor den Osterferien besuchte das P-Seminar Latein zusammen mit seinem Kursleiter Herrn Gaßner die Veranstaltung „Latein zum Anfassen“ in München. Bei diesem „eventus“ , der alljährlich vom Verein „Humanistisches Gymnasium“ organisiert wird, werden insbesondere Grundschülern vielfältige und interessante Möglichkeiten geboten, in die Welt der Antike und der lateinischen Sprache einzutauchen: So konnte man in diesem Jahr an diversen Stationen Mosaike oder sogenannte „bullae“ (antike Schutzamulette) selbst gestalten oder die originalgetreue Rüstung eines römischen Legionärs anlegen. Zudem wurden unter anderem gemeinsam römische Lieder gesungen, man konnte beim römischen „Wer wird Millionär?“ sein antikes Wissen unter Beweis stellen oder verschiedene römische Kinderspiele ausprobieren. Für die Schüler des Schyren-Gymnasiums bot der Besuch der Veranstaltung die Gelegenheit, sich Anregungen und Ideen für die eigene Gestaltung eines Römertags zu holen. Dieser soll am Ende Schuljahres unter dem Motto „Den Römern auf der Spur“ in zwei Grundschulen des Landkreises durchgeführt werden. An diesem Aktionstag wird jeder Schüler des P-Seminars an einer selbst konzipierten Station interaktiv mit den Grundschülern Aspekte zu einem bestimmten Leitthema (z. B. römisches Essen, Zirkusspiele, Geschichte) thematisieren und erarbeiten.

Text und Foto: Georg Gaßner

Leben am Limes
Die Lateinschüler der sechsten Jahrgangsstufe ließen sich auf ihrer Exkursion nach Weißenburg in die Welt der römischen Soldaten entführen. Schon im Foyer des Römermuseums verdeutlichte ihnen eine große Wandtafel den Ausbau des Grenzwalles im Laufe der römischen Herrschaft in Germanien. Ein hölzernes Pferd mit echtem Sattel, rekonstruierte Helme und ein Panzerhemd erinnerten sie daran, dass römische Reiter an der Grenze auf Patrouille waren, um diese zu sichern.

Funde wie Schmuckstücke, Gewandfibeln, Waagen, Siebe und andere Geräte vermittelten den Jugendlichen einen Eindruck vom Alltagsleben, das selbst fern der Hauptstadt Rom durchaus luxuriös sein konnte. Das zeigte ihnen auch der berühmte Schatz von Weißenburg, eine Sammlung von Götterstatuetten, die mit höchster Kunstfertigkeit hergestellt wurden. Vom Museum aus erreichten die Schüler mit einem Gang über das Gelände des ehemaligen Militärlagers schließlich die Thermen. In dieser antiken Badeanlage verdeutlichte eine Feuer- und Rauchsimulation die Funktionsweise der Hypokaustenheizung, die für wohlige Wärme und gut temperiertes Wasser sorgte. Entspannung im Wasser („salus per aquam“) war das Lebenselixier nicht nur für einen römischen Legionär.

Text und Foto: Sieglinde Heinzlmeier

Besuch im kelten römer museum manching
Das Museum, 2006 eröffnet, ist ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München.
Mittelpunkt der Römer-Abteilung bilden zwei 15 Meter lange römische Militärschiffe aus der Zeit um 100 n. Chr. Die Wracks waren 1986 in einem verlandeten Seitenarm der Donau im Manchinger Ortsteil Oberstimm entdeckt worden. Erst 1994 wurden sie planmäßig geborgen und anschließend im Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz restauriert und konserviert. Außerdem ist ein Modell der großen Donaubrücke bei Stepperg zu sehen sowie weitere Funde aus der Römerzeit, überwiegend aus der Umgebung von Manching.
Bei Frühlingssonne erkundeten Siebtklässler das Manchinger Museum. Nach einer kurzweiligen Führung durch die Römer-Abteilung bastelte jeder Schüler eine Rundmühle, die noch vor Ort zur Spielfreude aller zum Einsatz kam und schließlich mit nach Hause genommen werden durfte.

Text: Annette Wörmann
Fotos: Matteo Hochegger

Spielen wie römische Kinder
Im antiken Rom gehörten Spiele zum Alltag: Kinder spielten auf der Straße, Jugendliche trainierten am Tiber, Erwachsene saßen entweder auf den Stufen öffentlicher Gebäude oder trafen sich zum geselligen Zusammensein gezwungenermaßen zu Hause, da beispielsweise Würfelspiele zu Zeiten der Republik gänzlich verboten waren.
Der Römer unterschied im Großen und Ganzen zwei Arten von Spielen: Schauspiele für das Volk (z.B. Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen, Wagenrennen, Theater, Ertüchtigungswettkämpfe) und Gesellschaftsspiele, die teils bis heute überlebt haben oder in modernen Spielen weiterentwickelt wurden (z.B. Mühle oder Backgammon).
Einblick in die Welt der Gesellschaftsspiele geben antike Beschreibungen und Abbildungen, denen zufolge ein paar Bohnen, Nüsse oder kleine Steine, ein Ball, ein Stock, ein Reifen oder eine lange Leine (z. B. als Ziellinie) für den Spielspaß genügten.
Siebtklässler testen das sog. Orca-Spiel, ein Spiel mit Nüssen.
Man braucht:
•    ein Tongefäß mit engem Hals (lat. orca)
•    5 Nüsse pro Spieler
So geht’s:
Das Gefäß wird in einer Entfernung von 2 – 5 m aufgestellt. Je größer die Entfernung, desto schwieriger wird es freilich. Jeder Spieler versucht, mit seinen Nüssen die Orca zu treffen. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Treffern.

Text und Foto: Annette Wörmann

Liebe geht bekanntlich durch den Magen – Leidenschaft für die alten Römer auch 🙂
Koch- und Backrezepte versetzen uns in die Lage, einen wichtigen Bestandteil des römischen Alltagslebens zu rekonstruieren und uns der damaligen Realität in erstaunlichem Ausmaß zu nähern. So wird die Antike in Bereichen sinnvoll erfahrbar, die jenseits der Grenzen des üblichen Rekonstruierens liegen, nämlich im Bereich des Geschmacks und Geruchs.
Die weitaus größte Fülle an römischen Rezepten finden wir in dem berühmten unter dem Namen Apicius überlieferten Kochbuch De re coquinaria.
Das Nachkochen antiker – übrigens auch mittelalterlicher – Rezepte wird in erster Linie dadurch erschwert, dass meist die Mengenangaben fehlen.  Auch zur Zubereitungsweise erhalten wir oft nur summarische Angaben wie „Kräutersoße für gekochten Fisch“.
Siebtklässler versuchten sich in der letzten Lateinstunde vor den Herbstferien an gefüllten Datteln nach folgendem Rezept – und konnten gar nicht genug davon bekommen:
„Fülle Datteln, nachdem der Kern entfernt ist, mit Nüssen, Pinienkernen oder gemahlenem Pfeffer. Bestreue sie außen mit Salz, brate sie in gekochtem Honig und serviere sie.“

Text und Fotos: Annette Wörmann
 

 
Vom Altphilologenverband ausgezeichnet

Julia Schneider wurde als beste Absolventin des Schyren-Gymnasiums im Fach Latein im Abiturjahrgang 2016/2018 mit der Ehrennadel des Deutschen Altphilologenverbands ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Text: Annette Wörmann

Foto: privat

Salbe nach Römerart hergestellt

Die Nase eines antiken Römers war im Lauf eines Tages einer Fülle an Gerüchen ausgesetzt: Düften aus Garküchen, Gerüchen aus der meist offenen Kanalisation, Gestank aus Werkstätten, Gerbereien und Wäschereien, harzigen oder blumigen Düften von unzähligen Opferaltären und vielem mehr.

Geduftet haben auch die Salben, die die Römer alltäglich verwendeten. Sie salbten sich mehrmals am Tag, damit die Duftwirkung erhalten blieb. Insbesondere nach einem Thermenbesuch verwöhnte man damit seine Haut. Gesalbt wurden ebenso Götterstatuen und Feldzeichen. Auch Salbungen für Tote sind vielfach bezeugt.

Als Salbengrundlage wurden zunächst tierische Fette in Wasser und dann mehrmals in Wein aufgekocht. Später kreierte man sehr raffinierte Kosmetika auf der Basis von Olivenöl. Häufig wurden Bienenwachs, Harze, Heilkräuter, ätherische Öle – gewonnen aus Rose, Salbei, Myrte, Rosmarin, Lavendel oder Zitronenmelisse – und vielerlei Samen, Flachs oder Hanf beigemischt. Die Zugabe von Salz sollte die Haltbarkeit der Salbe erhöhen. Heute nicht mehr nachvollziehbar ist der Gebrauch von Salben in Speisen oder Getränken – man wollte schließlich auch von innen heraus duften.
Sichtlich Spaß hatten die Siebtklässler bei der Herstellung ihrer eigenen Salben. Dazu verrührten sie frisch gepresstes Olivenöl und Bienenwachs. Das Olivenöl wurde zuvor mit Wildpflanzen, die im Alltag der Römer präsent waren, angereichert. Schließlich aromatisierte jeder Schüler seine Salbe mit einem ätherischen Öl seiner Wahl. Die Freude war groß, denn jeder durfte sein selbst komponiertes Produkt mit nach Hause nehmen.
Eingeführt in die Kunst der Salbenherstellung wurden die Gymnasiasten von Andrea Deschle, Kräuterpädagogin aus Reichertshausen.

Fotos und Text: Annette Wörmann

Lyriker und Übersetzer Tobias Roth zu Gast

»Sollte die Kunst zu lieben jemandem fremd sein, dies Gedicht les er und liebe gekonnt.«
Skandalumwittert, als Kamasutra der Antike verschrien, als große Dichtung verehrt: Ovids Ars amatoria (dt. Liebeskunst).
Schon dass er ein Buch über die Kunst der Verführung in der hehren Form eines Lehrgedichts schrieb, mag manchen Zeitgenossen empört haben. Ovid selbst gab an, die Liebeskunst habe zu seiner Verbannung aus Rom beigetragen – der sich bis zu seinem Tod nach der Pracht Roms zurücksehnende Dichter starb im Exil am Schwarzen Meer.
Spätere Jahrhunderte zeigten sich bisweilen verstört vom offenen Ton und dem durchaus pragmatischen Umgang mit Sex und Erotik, den das Buch pflegt: Ovid rät z. B. dazu, der Angebeteten in Liebesbriefen das Blaue vom Himmel zu versprechen – zum lustvollen Vorteil beider. Als Anbandel-Orte empfiehlt er Theater und Arena; hier kochen die Emotionen hoch und man sitzt eng nebeneinander. Ovid feiert die Liebe und gibt Ratschläge aus der Perspektive beider Geschlechter.
Wie kaum ein anderes Werk der Antike ist die Liebeskunst gesättigt mit Details der römischen Alltags- und Vorstellungswelt.
Zum 2000. Todesjahr Ovids erschien Ende 2017 eine kommentierte Ausgabe von Ovids Liebeskunst, die ein plastisches Bild des antiken Rom entstehen lässt und Leben, Dichten und Denken im sog. Goldenen Zeitalter unter Augustus darstellt. Der besondere Clou dieser Ausgabe: Ähnlich den kunstvoll gestalteten Büchern der Renaissance, in der Ovid wiederentdeckt wurde, sind die Kommentare von Tobias Roth, Asmus Trautsch und Melanie Möller um die deutsche Übersetzung herum gesetzt. So kann man Ovids Gedicht und den Kommentar mit einem Blick erfassen.
Am Dienstag, 20. März 2018, kam einer der Kommentatoren, Tobias Roth, ans Schyren-Gymnasium und stellte den Lateinschülerinnen und –schülern der 9. Jahrgangsstufe die neue Ovid-Ausgabe vor.
Tobias Roth ist Lyriker und Übersetzer. Für seine Lyrik erhielt er den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. Er übersetzt aus dem Italienischen, Französischen und Lateinischen. Der promovierte Romanist ist Gründungsgesellschafter des Verlags Das Kulturelle Gedächtnis.

Annette Wörmann

Mit dem Handy in die Römerzeit

Die Lateinklasse 7AC machte sich am Donnerstag, 25. Januar 2018, zusammen mit Frau Wörmann und Herrn Wurm nach Manching auf und besuchte im kelten römer museum die Sonderausstellung „Schnappschuss – Zoom dich in die Römerzeit“. Zu sehen waren großformatige 3-D-Bilder, die den spannenden Alltag der Römer darstellten. Spaß war garantiert, denn in jedem Bild war Platz für einen
Museumsbesucher, der sich in der eingenommenen Pose fotografieren lassen
konnte.

Das Benutzen von Smartphones ist in dieser Ausstellung, die noch bis 8. April 2018 zu besichtigen ist, ausdrücklich erwünscht.

Annette Wörmann

Fotos: M. Wurm

Latein

Latein wird am Schyren-Gymnasium als 2. Fremdsprache unterrichtet. Im Zentrum dieses gymnasialen Basisfaches steht der Umgang mit Texten. In besonderer Weise vermittelt Latein die Kompetenzen, Texte genau zu lesen, sprachliche Merkmale differenziert wahrzunehmen und den Inhalt treffend zu übersetzen. Durch den sprachsensiblen Unterricht schafft das Fach nicht nur für mehrsprachige Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache die grundlegenden Voraussetzungen, dem Unterricht angemessen folgen und fachliche Fertigkeiten erwerben zu können. Die Beschäftigung mit der lateinischen Sprache verlangt Konzentration, schult Genauigkeit und erzielt somit Synergieeffekte für alle sprachlichen und naturwissenschaftlichen Fächer.

Im Fach Latein werden die jungen Menschen auf eine Zeitreise mitgenommen und zu den Wurzeln der europäischen Kultur in der Antike geführt. Das reich bebilderte Lehrwerk der Grammatikphase (6. bis 8. Jahrgangsstufe) lässt sie in den Alltag der Römer eintauchen, berichtet von bedeutungsvollen historischen Ereignissen und macht sie mit deren Weltbild – geprägt von Mythologie und Religion – bekannt. Die Lektürephase (ab der 9. Jahrgangsstufe) gewährt den Schülerinnen und Schülern Einblick in das Wesen der Rhetorik und in die Welt der römischen Politik, zeigt ihnen aber auch auf, wie sich der Mensch durch Beschäftigung mit Dichtkunst und Philosophie Hilfe zur Lebensbewältigung verschaffte. Die kritische Reflexion darüber fördert die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden.

Ausstellungs- und Museumsbesuche sowie Exkursionen zu Stätten aus der Römerzeit bereichern den Unterricht und zeigen die bleibende Präsenz römischen Lebens in Bayern.

Die Schüler erwerben am Ende der 9. Jahrgangsstufe das Kleine Latinum, am Ende der 10. Jahrgangsstufe das Große Latinum (jeweils bei Note 4). Damit besitzen sie für zahlreiche universitäre Studienfächer eine notwendige Zulassungsvoraussetzung.

Sieglinde Heinzlmeier
Fachbetreuerin Latein

Fotos: A. Wörmann