Religionslehre

Mutmach-Ecke: Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen, was sie in Zeiten von Corona Schönes erlebt haben und was Mut macht

Was tut in Zeiten der Krise gut? Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen reichten auf Anregung von Frau Schumann, Frau Tschepe, Frau Untch und Frau Wörmann Beiträge ein. Sogar einige ehemalige Schülerinnen und Schüler und Eltern unterstützten die Mutmach-Aktion, die Fotos, Zeichnungen, Sentenzen, Liedzeilen, Bibelverse und persönliche Notizen umfasst.

Mögen die Gedanken den Leserinnen und Lesern der Website gut tun!

Text: Annette Wörmann

  • Am letzten Freitag vor der Schulschließung habe ich Sonnenblumenkerne angepflanzt. Während um uns herum das Leben herunterfährt, wachsen die Sonnenblumen jeden Tag ein bisschen mehr. Ich bin ziemlich gespannt, wie groß die Sonnenblumen sein werden, wenn wir alle wieder in unser normales Leben zurückkehren.
    Viktoria Stark, 9c

Positive Erlebnisse

Wenn man zur Zeit einen Blick in die Nachrichten oder auf die Straßen Deutschlands wirft, könnte man meinen, die Welt geht unter. Corona ist auch in Deutschland angekommen. Es ist aber trotzdem schön zu sehen, wie gut Menschen in Notlagen zusammenarbeiten, ob man für ältere Mitmenschen einkaufen geht oder Sänger Konzerte auf Instagram geben. Jeder tut, was er kann, um anderen zu helfen oder sie aufzumuntern. Ich finde es beruhigend, dass man in heutigen Zeiten auch mal wieder Menschlichkeit und Wärme statt Härte und Abgrenzung spürt.
Von Julius

Ich habe Angst. Nicht Angst um mich, sondern Angst, dass das Virus meine Familie trifft. Ich vermisse zwar meine Freunde, aber meine Familie bringt mich auch sehr oft zum Lachen.
Wir machen abgesehen von der Ausgangsbeschränkung jeden Tag einen Filmeabend und hoffen insgeheim, dass das Coronavirus bald wieder verschwindet und der normale Alltag wieder stattfinden kann. Bis dahin gehen wir üblicherweise spazieren und genießen das schöne Wetter in unserem großen Garten. Ein weiteres schönes Erlebnis war das Ausreiten im Wald letzten Freitag, was ich zum Glück anhand einer Sonderregelung in Bezug auf das Gebiet „Landwirtschaft“ wöchentlich wiederholen darf. Das ist ein super Ausgleich von den ganzen Schulsachen, die mein kleiner Bruder und ich alleine zusammen bewältigen müssen, da unsere Eltern wie gewohnt arbeiten. Aber das ist nicht schlimm.
Von Lisa

Durch den aufgrund des Corona-Virus ausgerufenen Katastrophenfall steigt das soziale Bewusstsein der Menschen. Die Telefonate mit Freunden und Verwandten nehmen zu und auch die „guten Taten“ wie zum Beispiel die Unterstützung älterer oder (vor-)erkrankter Personen nehmen zu. Die Menschen fangen an, sich für die wirklich wichtigen Dinge im Leben wie ein friedliches Miteinander und Höflichkeit Zeit zu nehmen und nicht nur gestresst möglichst schnell von A nach B zu kommen oder die Arbeit zu erledigen. Man erinnert sich, dass es nicht nur um einen selbst geht, sondern dass auch noch andere Menschen auf dem Planeten wohnen. Auch die Natur und die Umwelt regenerieren sich langsam und man kann in einigen Gegenden wie z.B. in Venedig schon Veränderung der Luft- und Wasserqualität erkennen. Alle diese Verbesserungen sollten trotz – nein, gerade wegen der momentanen, alles überschattenden Corona-Pandemie nicht in den Hintergrund rücken.
Von Nikolaus

Wenn man in der Früh aufwacht, das Fenster aufmacht und hinausschaut: Die Sonne scheint, alles beginnt zu blühen und zu sprießen, die Vögel zwitschern… Es wird wie jedes Jahr Frühling. Man würde nicht merken, dass irgendetwas anders ist. Wenn man sonst in der Früh einen Stress hat sich anzuziehen, zu frühstücken und dann rechtzeitig in die Schule zu kommen, kann man nun gemütlich aufstehen und ohne Hektik frühstücken. Bei uns zu Hause sind mal wieder alle daheim. Wir machen zur Zeit sehr viel mit miteinander, auch mal wieder schön. In der Zeit, in der wir sonst mit Freunden unterwegs sind, machen wir lange Spaziergänge mit der Familie, kochen zusammen, machen Spieleabende oder schauen einen Film. Auch habe ich mal wieder Zeit, mit meiner Schwester einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen.
Von Paula

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“
(Johann Wolfgang von Goethe) – Das ist der Spruch, der mich in der Corona-Krise am meisten bewegt hat. Für mich bedeutet er, dass man auch zuhause viel Schönes machen kann –  wie zum Beispiel etwas mit der Familie zu unternehmen.
Von Alicia

Das Leben legt dir viele Steine in den Weg in Form von Krisen, schweren Entscheidungen oder gar Verlusten von Menschen oder Tieren. Doch denke immer daran, den Tag mit positiven Gedanken zu beenden, denn egal, wie schwer die Dinge auch sind: Morgen ist ein neuer Tag. Und wenn ich in meinem Leben eines gelernt habe, dann das, dass das Leben weitergeht. Jede Krise kann überwunden werden, man muss es nur wollen.
Von Susen

 

Mein positives Erlebnis am Sonntag: Das Livekonzert von deutschen Künstlern über Instagram hat mir sehr viel Freude bereitet, da es mich trotz der aktuellen Situation aufgeheitert hat. Außerdem habe ich für diese Stunde einfach mal nicht an das Virus gedacht. Ich glaube, das hat meinem Kopf bzw. meiner Psyche ganz gutgetan und hoffentlich den anderen 80 Tsd. Zuschauern da draußen auch 🙂.
Von Sandrine

Trotz der Corona-Krise ist unser Leben längst nicht vorbei. Es wurden bereits über 110.000 Menschen, die infiziert waren, wieder geheilt. Außerdem hatten wir schon schlimmere Viren, Epidemien und Pandemien und wir leben immer noch. Nutzt die Zeit zuhause und macht Sport oder spielt mit euren Familien.
Von Kilian

Ich wurde in den letzten Tagen immer verbundener mit Gott, da ich mehr gebetet und ihm gedankt habe, was ich beibehalten möchte. Außerdem hatte ich mehr Zeit für Kreatives wie Basteln und Akkordeon-Spielen. Ich war auch viel an der frischen Luft sowohl beim Spazieren als auch beim Trampolin-Springen. Was mir auch deutlich mehr Spaß gemacht hat, ist Sport, weil ich mehr Zeit dafür hatte. Natürlich verbringe ich auch mehr Zeit mit meiner Familie. Wenn man mehr Zeit hat, gelingt es mir auch besser, Prioritäten zu setzen und sie auch zu erfüllen. Es ist wichtig, sich Ziele zu setzen, auch wenn man sie manchmal nicht erfüllt. Trotzdem sollte man nie zurückblicken, sondern immer geradeaus in die Zukunft sehen.
Ich wünsche allen viel Gesundheit und Glück. Die lieben Engel sind bei uns.
Von Emily

Hier ist das wohl wichtigste positive Erlebnis, welches ich die letzten Tage in Zeiten der Corona-Krise erlebt habe: Nächstenliebe und Zusammenhalt.
Die Corona-Krise zeigt, dass definitiv nicht alle Menschen, wenn leider auch viele, zu egoistischen Hamsterern geworden sind. Die Hilfsbereitschaft und die Nächstenliebe vieler blühen geradezu auf. Zahlreiche Menschen erkennen, dass nur alle zusammen diese schwere Zeit überstehen können, und helfen einander, wo sie können. Einige haben mit Hilfe des Internets Einkaufshilfen gegründet, in denen sie für Menschen der Risikogruppe einkaufen gehen. Andere Schüler helfen wiederum Bauern in der Region, die wegen des Einreiseverbots auf ihre polnischen Gastarbeiter verzichten müssen. Auch auf den Straßen sieht man viele Familien, die mit ihren Kindern einen ausgiebigen Spaziergang in die wunderschöne Frühlingslandschaft machen. Sogar ich bin heute einmal freiwillig mit der Familie spazieren gegangen.
Alles in allem würde ich sagen, dass viele Menschen auch positive Erfahrungen aus dieser Epidemie mitnehmen werden.
Von Christoph

Ein schönes Ereignis der letzten Zeit ist für mich, zu sehen, dass sich die Natur durch das Zuhause-Bleiben der Menschen wieder erholt – zum Beispiel, dass vor der Küste Italiens nach langer Zeit wieder Delfine gesichtet werden und dass sich der Smog in China auflöst.
Von Anna

Als ich letzte Woche Mittwoch eine Ansprache unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fernsehen gesehen habe, hat sie vorgeschlagen, dass Enkel und Großeltern in Kontakt bleiben sollen, gerade in Zeiten von Corona, wo man sich nicht sieht und die ältere Generation sehr einsam ist. Dies ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Seitdem telefoniere ich alle zwei Tage per FaceTime mit meinem Opa und meiner Oma und lade auch meinen Bruder und meine Tante ein. Während des Anrufs erzählt jeder von seinem Tag. Ich meine, dass sich meine Großeltern sehr darüber freuen, dass wir uns mit ihnen beschäftigen.
Von Clemens

In dieser Zeit können die negativen Nachrichten geradezu erdrückend sein.
Deswegen freut es mich umso mehr, dass in der der heute-show im ZDF häufig noch eine kurze positive Botschaft zum Schluss gezeigt wird. Das kann zum Beispiel ein Video sein, das eine Rentnerin zeigt, der zum Geburtstag aus den umliegenden Fenstern ein Geburtstagsständchen zum 80. Geburtstag gesungen wird. Auch können Konzerte aus dem Fenster trotz der Corona-Krise erheiternd sein und die gesamte Nachbarschaft erfreuen. Es ist schön, dass Menschen auf oft kreativen Wegen Zusammenhalt und Solidarität demonstrieren.
Von Johanna

Ich war vorgestern und gestern beim Laufen, dabei führte mein Weg durch den Wald. Dort war die Luft sehr angenehm und nebenbei kam ich an einer Wiese vorbei, wo Alpakas standen. Zufälligerweise kam dann der Inhaber der Alpakas auf mich zu und fragte mich, ob ich sie denn gerne füttern und streicheln möchte. Dies ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Es machte mir sehr viel Spaß und die Alpakas waren so zahm, dass man sie sogar umarmen konnte.
Von Kilian

Wegen der Ausgangsbeschränkung verbringe ich mehr Zeit mit meiner Familie. Außerdem kann man sich seine Arbeitszeit für die Schule selber einteilen, den normalen Schultag verschieben und somit länger wach bleiben und später aufstehen.
Von Valentin

Fast alle Menschen leiden gerade sehr unter dem Corona-Virus. Trotzdem gibt es auch positive Ereignisse, die durch diese schlimme Zeit hervorgerufen werden.
Die Natur kann sich erholen, zum Beispiel sind die Kanäle in Venedig zum ersten Mal klar und Fische und Schwäne sind zurückgekehrt. In vielen Städten ist die Luft besser, da sie nicht mehr so stark verschmutzt wird. Ich finde, es ist schön zu sehen, wie schnell sich die Natur von der Menschheit erholen kann. Auch haben viele Menschen jetzt Zeit, über ihr Leben nachzudenken und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Ich hoffe, dass die Menschheit viel aus dieser Situation lernen kann und wird.
Von Anna

Es ist sehr schön, jetzt mehr Zeit für die Familie zu haben, zusammen zu lachen, Spiele zu spielen und die gemeinsame Zeit zu genießen. Wir haben auch insgesamt mehr Zeit für unsere Hobbys, können z. B. nähen und basteln. Mehr Zeit für sich selbst haben. Man ist nicht mit Terminen gestresst.
Von den Eltern einer Schülerin

Ich finde es schön zu sehen, wie sich die Leute gegenseitig helfen. Auch über die Generationen hinweg; die jungen Leute kaufen für Alte und Schwache ein. Viele geben acht, immer Abstand zu halten, um andere Menschen nicht zu gefährden. Gehen, wenn möglich, nur in den Garten und nicht auf die Straße, um die Bevölkerung zu schützen. Das ganze Pflegepersonal und die Supermarktverkäufer gehen weiterhin zur Arbeit, um ihren Mitmenschen zu helfen.
Von Inka

Mir ist aufgefallen, dass ich vor dieser Zeit den normalen Alltag und dass man, ohne sich Gedanken zu machen, rausgehen konnte, nicht wirklich zu schätzen wusste.
Ich glaube, dass, wenn diese Zeit wieder vorbei ist, das alltägliche Leben nicht mehr so selbstverständlich sein wird.                                                        
Dadurch, dass man jetzt den ganzen Tag zuhause ist, kann man aber viel mehr Zeit mit der Familie verbringen und Dinge tun, die man sich schon lange vorgenommen hat, jedoch nicht wirklich geschafft hat zu machen. Das ist für mich während dieser Zeit positiv.
Von Hannah

C – Chance, Courage aller, die helfen
O – Online-Schule, Osterferien
R – Ruhe, Rücksicht
O – organisieren, Optimismus
N – Nächstenliebe, Naturschutz
A – anderen helfen, ausschlafen
Von Christian

Die letzte Woche habe ich mehr Zeit mit meiner Familie verbracht, vor allem mit meinen Geschwistern, die studieren und deswegen selten daheim sind. Wegen der Ausgangsbeschränkung sitzen wir zwar aufeinander, aber ich sehe endlich meine Familie länger und öfter.
Von Esther

Am Ende eines Tages ist nur wichtig, dass ein schöner Moment dabei war, der dich zum Lächeln gebracht hat.
Von Lisa

„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und Besonnenheit.“
2Tim 1,7
Kennt ihr das, wenn man sich immer etwas vornimmt, es aber doch nie macht? Vielleicht gibt es Sachen, die dringender erledigt werden müssen, oder man hat einfach nie wirklich die Zeit dazu.
So komisch das jetzt klingt, jetzt habt ihr endlich mal die Zeit dazu.
Ich schreibe seit ein paar (vielen) Monaten ein Buch. Unter der Woche habe ich kaum Zeit dazu, da ich nachmittags oft viele Wahlkurse besuche und auch noch Hausaufgaben etc. habe. Dadurch, dass alle Veranstaltungen abgesagt wurden, habe ich jetzt endlich die Zeit, daran zu arbeiten. Das habt ihr jetzt auch. Ihr könnt eine Kurzgeschichte schreiben, malen, eurer Zimmer umdekorieren und noch vieles mehr, wofür man im normalen Alltag keine Zeit hat. Ja klar, mit COVID-19 ist nicht zu spaßen, aber wir müssen die Chance nutzen und etwas Sinnvolles tun, etwas, was man schon immer tun wollte, aber nicht konnte, statt nur zuhause rumzuliegen und sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was als Nächstes geschieht. Denn am Ende wird schon alles gut werden.
Von Jana

Gute Nachrichten im Zusammenhang mit COVID-19:
Als Folge des Rückgangs der industriellen Produktion in China hat sich die Luftqualität dort sichtlich verbessert.
Das Streichen von Flügen trägt ebenso unmittelbar zum Umweltschutz bei.
Das Wasser in den Kanälen von Venedig ist so sauber wie noch nie.
Trotz des „social distancing“ finden wir endlich Zeit, alte Freunde zu kontaktieren.
Berufe wie Kranken- oder Altenpfleger und Ärzte geraten ins Licht der Öffentlichkeit und werden endlich mehr gewürdigt.
Diese Krise lässt uns sehen, was funktioniert und was wir in Zukunft anders machen müssen. Wir müssen sie nur nutzen, um daraus zu lernen.
Von Jaana

 Laut dem Institut für Demoskopie Allensbach waren die Menschen in Deutschland seit Gründung der BRD noch nie so pessimistisch wie aktuell. Eindeutige Ursache sei die Corona-Krise und die Angst vor wirtschaftlichen Folgen.
Vollkommen nachvollziehbar, aber fassen wir doch auch einmal die Chancen ins Auge: Entschleunigung, mehr Solidarität und Mitmenschlichkeit (das zeigen allein schon die vielen fantastischen Hilfsprojekte und Ideen der Menschen), eventuell sogar eine Umstrukturierung hin zu einer sozialeren und umweltverträglicheren Marktwirtschaft, weg vom reinen Profitdenken?
Das Covid-19 ist ein Virus mit exponentiellem Verlauf und es ist unglaublich, welche Maßnahmen ergriffen und welche Mittel mobilisiert werden, um die Kurve abzuflachen.
Der Klimawandel und seine Folgen verlaufen auch exponentiell…auch diese Kurve müssen wir abflachen!
Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend sind 95% der Bundesbürger zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. Noch vor einem Monat hätte wahrscheinlich niemand mit solchen Maßnahmen gerechnet und heute stärkt ein neuartiges Virus die Zustimmung zu unserer Regierung trotz umfassender Einschränkungen der Grundrechte.
Von Manuela

Diese Zitate tun mir gut:
„Inside my heart is breaking, my makeup may be flaking but my smile still stays on. Show must go on!“ – Queen, The Show Must Go On
„Carry on my wayward son, there’ll be peace when you are done, lay your weary head to rest, don’t you cry no more“- Kansas, Carry On Wayward Son
„Tu n’as pas de titre ni de grade, mais tu dis TU quand tu parles à Dieu. Je viens te chanter la ballade, la ballade des gens heureux“- Gérard Lenorman, La ballade des gens heureux
„Ich trag dich durch die schweren Zeiten, so wie ein Schatten werd ich dich begleiten, ich werd dich begleiten, denn es ist nie zu spät, um nochmal durchzustarten, weil hinter all den schwarzen Wolken wieder gute Zeiten warten.“- Udo Lindenberg, Durch die schweren Zeiten
„Egal was kommt es wird gut sowieso, und immer geht ne neue Tür auf irgendwo, und auch wenn’s grad nicht so läuft wie gewohnt, egal, es wird gut, sowieso“- Sowieso, Mark Forster
„When I find myself in times of trouble, Mother Mary comes to me, speaking words of wisdom, Let It Be“- The Beatles, Let it be
„Just believe, just keep passing the open windows“- Queen, Keep Passing the Open Windows
Von Charlotte

Seit Tagen befindet sich die Welt im Ausnahmezustand. Seltsame, fordernde, bedrückende Zeiten, in denen wir uns gerade befinden. Aber auch eine Zeit des Entschleunigens, des Nachdenkens, des Sammelns, der Kreativität und der Familie. Diese Situation bringt sicher einige an ihre Grenzen. Aber ich bin mir sicher: Wir werden das schaffen! GEMEINSAM.
Für mich ein schöner Gedanke: Soweit die Sonne leuchtet, ist die Hoffnung auch. (Friedrich Schiller)
Von Sebastian

Zeit gehabt, einen leckeren Kuchen zu backen
zusammen Spiele spielen
zusammen einen Spaziergang gemacht im Wald
viel Spaß gehabt
gemeinsame Mahlzeiten mit der gesamten Familie
Zusammenhalt – auch wenn jeder mal abwechselnd die „Krise“ bekam / ihm nicht übel genommen
viel Schlaf bekommen und alle sind viel ausgeschlafener
mehr Zeit für Sport (Trampolin-Springen / Kraftübungen)
mehr Selbstbestimmung – auch beim „Schul-Home-Office“
Basteln mit der Familie
von Nadja und Familie

Passende Zitate:
„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“ (Max Frisch)
„Große Notfälle und Krisen zeigen uns, um wie viel größer unsere vitalen Ressourcen sind als wir selbst annahmen.“ (William James)
„Äußere Krisen bedeuten die große Chance, sich zu besinnen.“ (Viktor Frankl)
„Du kannst die Wellen nicht  anhalten, aber du kannst lernen, auf ihnen zu reiten.“ (Joseph Goldstein)
„Begegne dem, was auf dich zukommt, nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung.“ (Franz von Sales)
Von Nadja

Auch wenn vieles negativ an der Corona-Krise ist, gibt es auch Positives. Da die meisten Eltern in dieser Zeit Home-Office haben, verbringt man mehr Zeit mit der Familie. Meine Familie zum Beispiel hat gemeinsam an einem Montag eine Ente gebraten. Wann gibt es in normalen Zeiten einen Montagabend, an dem jeder Zeit hat? Auf jeden Fall nicht oft!
In dieser Zeit ist es auch mal wichtig, die Sorgen zu vergessen und etwas Schönes zusammen zu machen.
Von Sophia

Dadurch, dass es das Coronavirus gibt, ist alles entspannter. Beispielsweise kann man öfter an der frischen Luft joggen oder ähnliches.
Außerdem kann man sich seinen Tag selber einteilen, dadurch dass man keine Termine hat.
Auch ist schön, mehr Zeit mit meinen Eltern zu verbringen… 😉
Von Johannes

Luft ist raus, die Hektik des Alltags ist verschwunden. Der Terminkalender leer, keine Verpflichtungen mehr. Und das im Kollektiv mit allen anderen.
Braucht man das, was sonst wichtig erscheint, überhaupt?
Viele Tote, das ist schrecklich. Wie rackern sich die Pflegekräfte ab, um für die Leben der schwer erkrankten Menschen zu kämpfen. Diese Leute sind die wahren Helden unserer Gesellschaft.
Die Wirtschaft ist schwer eingebrochen. Aber die Menschen sind flexibel und z.B. Studenten arbeiten einfach in der Landwirtschaft mit oder gehen für alte Menschen zum Einkaufen. Die Betriebe werden einfallsreich. Plötzlich erlauben Firmen die Heimarbeit, und siehe da, es funktioniert. Es geht weiter! Videokonferenzen statt Geschäftsflüge.
Die Politik sieht, dass gut ausgestattete Krankenhäuser Pflicht sind, und nicht nur deren wirtschaftliche Rentabilität zählen darf.
Da ist das Gefühl, dass es mehr Vögel sind, die sich die Welt erobern und kein Fluglärm dröhnt permanent im Hintergrund. Es passiert mehr für den Klimaschutz, als die Politik sich je getraut hätte.
Sehen wir ein, dass der Erhalt der restlichen Natur wichtiger ist als die Gier nach immer mehr, größer und schneller.
Die Kinder sind zu Hause. Schön! Sind gesund!
Sie müssen sehr viele Hausaufgaben erledigen, oder lassen sie sich zu sehr ablenken? Schwierig, dies einzuschätzen, nachdem der PC sowohl für die Hausaufgaben wie auch zum Spielen genutzt wird. Wir werden eine Lösung suchen.
Das komische Gefühl der Ohnmacht und dazu Kopfschmerz oder ein Grummeln im Bauch. Ich mache mir die Angst bewusst, dass es so ist, aber es mich nicht weiter bringt, mich blockiert.
Achtsam sein mit sich und den anderen.
Und der Wunsch, dass es denen, die die Entscheidungen treffen, bewusst wird, was wirklich wichtig ist und es weiter geht, nicht nach dem Motto Geld regiert die Welt – sondern Menschlichkeit regiert die Welt!
Von Eltern eines Schülers der 10. Klasse
Arbeit ist das halbe Leben – aber nicht die wichtige Hälfte. Wichtiger ist, dass du und alle, die mir am Herzen liegen, in dieser Zeit gesund und sicher sind.
Von Samuel

„Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag. Fallen auch tausend an deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend, so wird es dich nicht treffen.“ Ps 91,7

Das Zitat von Bettina Graf finde ich gut: „Im tiefsten Tal kann man schon das Licht am Horizont sehen. Durchhalten, Lösungen finden, Hoffnung schöpfen. Und am Ende: Aufatmen!“
Von Klara

Es ist schön, weniger für die Schule machen zu müssen, und man kann die Sachen schon am Vormittag machen und dann am Nachmittag mit seiner Familie rausgehen (bzw. in der ersten Woche auch mit Freunden).
Von Alex

It's Corona-time – eine neue, ganz ungewohnte Situation, aus der jeder das Beste machen muss. Jetzt heißt es: Rücksicht nehmen, aufeinander aufpassen und sich umeinander kümmern. JEDER muss auf seine Art und Weise mit anpacken – nur GEMEINSAM kann man so eine schwierige Zeit gut überstehen. Danach werden wir alles, was „normal“ geworden ist, wieder besser zu schätzen wissen und etwas dazugelernt haben. Vielleicht ist diese Pandemie ein Zeichen oder eine Art Schutzmechanismus der Erde, welcher bedeutet, dass die Menschheit nicht so geballt aufeinander wohnen soll, nicht so viel reisen soll, besser auf das Klima Acht geben muss und somit beweisen will, dass der Mensch der Erde gegenüber machtlos ist. Das Jahr 2020 ist der Startpunkt, um uns auf neue Gedanken zu bringen: Jetzt müssen WIR handeln!!!
Von Christian

It don't matter what'll come to be. Our love is all we need to make it through. Es ist egal, was kommen wird. Unsere Liebe ist alles, was wir brauchen, um es zu überstehen. (aus dem Lied „Not alone“ des Musicals „A very Potter musical“)   Von Marleen

„Am Ende wird alles gut werden und wenn noch nicht alles gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“ (Oscar Wilde)
Von Johannes

Halt durch, auch wenn du allein bist! Halt durch, schmeiß jetzt nicht alles hin! Halt durch, und irgendwann wirst du verstehen, dass es jedem einmal so geht. (aus dem Lied „Steh auf“ von den Toten Hosen)
Von Benedikt

Meine Eltern arbeiten jetzt von zu Hause und haben deshalb mehr Zeit für mich. Wir unternehmen mehr Sachen, sie helfen mir bei den Hausaufgaben, wir machen gemeinsam Sport, wir kochen zusammen, wir räumen zusammen auf, wir schauen zusammen fern und noch viel mehr. Außerdem ist es gut für die Umwelt, da keine Flugzeuge mehr fliegen und keine Kreuzfahrtschiffe mehr fahren.
Von Hannah

Gott ist die Ruhe, und er beruhigt alles. Ihn anschauen heißt: selber ruhen.
Von Alina

In dieser Coronakrise macht mir das Lied „Wir zusammen“ von Sebastian Winkler (Radio Bayern3) besonders Mut. Ich finde diesen Liedtext bestärkend, da wir zusammen stärker sind als das Virus. Die Gemeinschaft wird sehr stark in diesem Text hervorgehoben.
Von Anna

Ich finde es schön, dass ich mit meiner Familie zu Hause sein kann und viel Zeit mit ihnen verbringen darf. Wenn sich alle daran halten, können wir das Corona-Virus bald besiegen.
Von Quirin

Während Corona kann ich mich zwar nicht mit Freunden treffen, dafür aber mehr Zeit mit der Familie verbringen.
Von Theresa

Das sind meine positiven Erlebnisse trotz/wegen der Corona-Krise: mehr Zeit in der Familie (gemeinsame Spaziergänge, Eltern sind zu Hause,…), mehr Zeit für Brettspiele, Filme,…, Hilfsbereitschaft unter den Menschen (meine Mama leitet die Nachbarschaftshilfe und es melden sich viele freiwillige Helfer). 
Von Markus

Der Satz „Bleib gesund!“ am Ende einer Konversation ist inzwischen keine Floskel mehr, sondern ernst gemeint. #kannbleiben
Von Julia

Ohne schlechte Zeiten würden wir die guten nie schätzen. Ich zum Beispiel freue mich seit langem mal wieder auf die Schule 🙂
Von Anna-Marie

Wir müssen ja sowieso denken, warum dann nicht gleich positiv?
Von Amelie

Mich persönlich freut es, dass wir trotz der Krise immer noch lernen können und somit die Schule nicht aus den Augen verlieren. Auch zeigt die aktuelle Situation in den Städten und Dörfern und auf den Straßen, dass allen Menschen nicht nur ihr eigenes Wohl und das ihrer Familie, sondern auch das Wohl der Gemeinschaft am Herzen liegt und dass jeder einen kleinen Beitrag als Bürger oder einen großen Beitrag als Arzt, Krankenschwester, etc. dazu leistet, die Coronakrise zu überstehen. Von Miriam

Ich habe in den letzten Tagen positive Erlebnisse gemacht in den Corona-„Ferien“. Anfang letzter Woche habe ich einen Rückwärtssalto auf dem Boden geschafft. Trotz Corona muss das Leben ja weitergehen. Und ich nutze die Zeit, um mich im Turnen weiter zu entwickeln. Das Coronavirus kommt und geht. Ich habe keine Angst vor dem Coronavirus, ich vertraue da einfach unserem Gesundheitsminister.
Von Leonie

Trotz der schrecklichen Situation auf der Welt, den unangemessenen und verspäteten Reaktionen von den Regierungen und Bürgern der meisten Länder, den beängstigenden Statistiken, die uns von Tag zu Tag die Brutalität des exponentiellen Wachstums bei Infektionen vor Augen führen und der Allgegenwärtigkeit des Virus in allen Medien, konnte ich in der „Coronaauszeit“ ein paar positive Erfahrungen machen. Zuerst einmal wurde zwar die direkte Kommunikation mit Freunden durch den Schulausfall stark reduziert, hierzu tragen die – zwar verspäteten, aber durchaus sinnvollen und stark restriktiven Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus nicht gerade bei. Die Kommunikation über das Internet, soziale Medien, Applikationen und Messengern wie WhatsApp, Telegram, Skype, Discord, Mail et cetera intensivierte sich dadurch allerdings. Es war lange her, seit ich das letzte Mal, beispielsweise über Skype, an Videokonferenzen teilgenommen habe. Regelmäßig chatten wir mit Video, tauschen uns über die Lage aus und unterhalten uns oder haben einfach mit Spielen Spaß. Dabei war unsere Personenzahl in den Anrufen nicht selten zweistellig, und wann auch immer jemand Lust hatte, konnte er dazukommen oder auch wieder gehen. Man denkt zwar, dass das Internet doch dadurch überlastet werden müsse und Dienste wie WhatsApp das nicht so durchhalten. In Wahrheit aber sind Überlastungen des Netzes, zumindest für mich und bisher, kaum bemerkbar. Die Kommunikation über solche Wege ist definitiv eine neue, interessante und positive Erfahrung, auch wenn sie nicht mit dem Kontakt im echten Leben mithalten kann. Zudem hatte ich mehr Freizeit, was dafür sorgt, dass ich mir zum Beispiel meine Arbeitszeiten frei einteilen konnte, ausschlafen konnte und allgemein mehr Zeit zur Verfügung hatte. In dieser Zeit konnte ich beispielsweise auch schon für die Schule lernen und die Arbeitsaufträge der Lehrer erledigen. Ein Nachteil durch die Ausgangsbeschränkung und Freizeit ist aber bestimmt auch, dass man sich kaum mehr bewegt und den Großteil des Tages zuhause „herumhängt“. Es ist ungewohnt, wie wenig Energie der Körper doch braucht, wenn man mal gar nichts tut. Dagegen helfen dann Aktivitäten wie Spaziergänge oder Radtouren, die man „einfach so“ alleine oder mit Familienangehörigen unternimmt und die definitiv neu und erfrischend sind.
Von Bastian

In der derzeitigen Lage mit dem Coronavirus gibt es natürlich wenige gute Dinge, aber für mich schon, da mein Vater bald Home Office hat, kann ich bald mehr Zeit zusammen mit meinen Eltern verbringen.
Von Felix

Normalerweise mache ich nicht so viel mit meinen Brüdern und meine Brüder nicht so viel mit mir. Ich mache eher etwas mit meinen Freunden, aber da wir nicht mehr rausgehen sollen, beschäftige ich mich mehr mit meiner Familie. Das heißt auch, dass ich nicht stundenlang vor meinem Handy sitze, sondern Gemeinschaftsspiele mit der Familie spiele, was ich wirklich gut finde.  Außerdem kann ich mir meinen Tag frei einteilen, das heißt ich kann aufstehen, wann ich möchte und habe keinen Druck, pünktlich in der Schule zu sein. Meine Aufgaben mache ich trotzdem gleich nach dem Aufstehen. Außerdem sehe ich meine Eltern viel mehr, da sie von zu Hause aus arbeiten, und wir essen immer alle gemeinsam.
Von Léonore

Man kann wegen Corona zu Hause sitzen und nichts tun oder mit seiner Familie zusammen etwas machen.
Von Anna

Nachschub an SGP-Schokolade

Das P-Seminar 'SGP-Schokolade', das sich mit Fairem Handel am Beispiel von Schokolade beschäftigt, hat in Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur Riegelein, die nur fair gehandelten Kakao verarbeitet, eine Schulschokolade hergestellt.
Nachdem die SGP-Schokolade am ersten Verkaufstag innerhalb von weniger als zehn Minuten restlos ausverkauft war, haben wir nachproduziert. Auch die zweite Lieferung fand reißenden Absatz.

Text: P-Seminar „SGP-Schokolade“
Foto: Roland Scheerer

Hurraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa: Unsere Schulschokolade ist da!

Unsere SGP-Schokolade ist soeben eingetroffen. Und das Beste: Sie wurde aus ausschließlich fair gehandeltem Kakao hergestellt. Die Schokolade kann demnächst in den Pausen in der Aula erworben werden. Wie kam es zu dieser Schokolade? Im Rahmen unseres P-Seminars „SGP-Schokolade“ unter der Leitung von Frau Wörmann beschäftigen wir uns mit fairem Handel am Beispiel von Schokolade. Ein Baustein dabei ist die Herstellung und Vermarktung einer schuleigenen, fair gehandelten Schokolade. Unsere Schokolade produzierten wir zusammen mit der Schokoladenmanufaktur Riegelein nahe Nürnberg.

Text: P-Seminar „SGP-Schokolade“
Foto: Annette Wörmann

Der schuleigenen fairen Schokolade wieder ein Stückchen näher

Im Rahmen unseres P-Seminars „SGP-Schokolade“ setzen wir uns mit fairem Handel am Beispiel von Schokolade auseinander. Ein (sehr genussvoller) Baustein dabei ist die Herstellung und Vermarktung einer schuleigenen, fair gehandelten Schokolade.
Die Planungen für unsere SGP-Schokolade sind in vollem Gange. Unterstützt werden wir dabei von der Schokoladenmanufaktur Riegelein,  die ausschließlich Kakao aus dem Fairtrade-Cocoa-Programm, also fair gehandelten Kakao, verarbeitet.
Ins fränkische Cadolzburg zur Firma Riegelein brachen wir am ersten Schultag nach den Weihnachtferien zusammen mit Frau Wörmann auf. Dort wurden wir herzlichst empfangen: Uns erwarteten eine gläserne Hohlfigurenmanufaktur, ein Showroom mit den ausgefallensten Schokoladenkunstwerken, ein riesiger Schokobrunnen und Schokolade zum Probieren nach Herzenslust. Wir erhielten eine Einführung in die Geschichte des Hauses und in die Arbeitsprozesse in der Manufaktur, vertieften unser Wissen über die Anbaubedingungen von Kakao und über den Alltag von Kakaobauern und erfuhren die neuesten Entwicklungen in der deutschen Süßwarenindustrie hinsichtlich des Kakaobezugs aus gesiegeltem Bestand. Abschließend durften wir einen Film über fair gehandelte Schokolade aus der Elfenbeinküste ansehen.
Eine rundum gelungene Exkursion, die uns unserer eigenen Schulschokolade wieder ein Stückchen  näher brachte! Jetzt wissen wir, wie es dort ist, wo wir unsere SGP-Schokolade produzieren werden.

Text: P-Seminar „SGP-Schokolade“
Foto: Annette Wörmann

Und schon wieder Staub – Militärpfarrer berichtet von Einsätzen

In Artikel 4 unseres Grundgesetzes steht: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet“. Um dieses Grundrecht auch für Soldatinnen und Soldaten sicherzustellen, leisten die Evangelische und Katholische Kirche durch die vertraglich vereinbarte Militärseelsorge einen unverzichtbaren Beitrag zur seelsorgerlichen Betreuung von Soldaten und deren Familienangehörigen. Was darunter in der Praxis zu verstehen ist, erläuterte der Militärseelsorger Andreas Vogelmeier den Oberstufenschülern der Religionskurse von Frau Wörmann und Frau Tschepe sehr eindrücklich. Deutlich wurde unter anderem, dass neben der Feier von Gottesdiensten und dem Spenden der Sakramente auch seelsorgerliche Gespräche eine bedeutende Rolle spielen, die für die Soldaten vor Ort eine wichtige Stütze bei der Verarbeitung von Erlebtem darstellen.

Text und Foto: Lisa Tschepe

Jemen, die vergessene Katastrophe

Eine der großen, vielleicht die größte humanitäre Katastrophe aktuell läuft im Jemen ab. Doch: In den Medien hören wir kaum davon.
Im Rahmen unseres P-Seminars „Gutes tun und dabei Spaß“ (Leitung: Frau Wörmann) beschäftigten wir uns mit den sieben kirchlichen Hilfswerken und deren Projekten. Ganz bewusst wollten wir das Jemen-Projekt von Caritas international unterstützen – mit einem zusammen mit dem Stadtpfarrer, Herrn Albert Miorin, gestalteten Gottesdienst zum Thema „Jemen – wie lebt man dort?“ und einem anschließenden Sonntagskuchen-Verkauf. Der Erlös über 715 Euro konnte nun an Stefan Teplan von Caritas international übergeben werden.
Ein paar Informationen zu Caritas international:
–    Caritas ist mehr als eine Organisation. Sie ist eine Grundhaltung gegenüber Menschen. Ihre Wurzeln hat sie in der biblischen Botschaft eines menschenfreundlichen Gottes.
–    Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und in über 80 Ländern mit über 1000 Projekten tätig.
–    Es gibt 195 von der UN anerkannte Staaten. In 165 Staaten ist die Caritas vor Ort.
–    Von der Zentrale der Caritas in Freiburg aus wird die weltweite Hilfe organisiert. Länderexperten, Katastrophenmanager und Logistiker entscheiden in Absprache mit den Partnern vor Ort darüber, wo und wie humanitäre Hilfe geleistet wird.
–    Ausgehend von den zentralen Werten der katholischen Soziallehre werden unter anderem folgende Ziele verfolgt: Entwicklung ermöglichen und für Frieden und Menschenrechte einstehen.
–    Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bestätigt Caritas international die korrekte Planung, Durchführung, Abrechnung und Kontrolle der Projektarbeit und der Hilfsmaßnahmen.

Text: P-Seminar „Gutes tun und dabei Spaß haben“
Foto: Annette Wörmann

Hilfe für Straßenkinder in Brasilien

Am 17.12.2019 fand die Spendenübergabe an Misereor zu Gunsten von Straßenkindern in Brasilien statt. Unser P-Seminar „Gutes tun und dabei Spaß haben“ unter Leitung von Frau Wörmann überreichte 600 Euro, eingenommen aus verschiedenen Verkaufsaktionen während des vergangenen Schuljahrs.
Herr Walter Ulbrich, ein Mitarbeiter bei Misereor, erzählte zunächst von verschiedenen Projekten: Das Hilfswerk unterstützt kleine Projekte von ansässigen Brasilianern und unterstützt insbesondere das Wachstum der Organisationen, die dahinter stehen. Von São Paulo aus startete Misereor seine Arbeit in Brasilien. Inzwischen fördert Misereor insgesamt 60 Projekte.
Sodann erzählte Herr Ulbrich vom Spalt in der Gesellschaft Brasiliens: Im Norden leben die Armen, im Süden die Reichen. Dies lässt sich auch auf die Städte übertragen. Die Spaltung in den Städten – einerseits Favelas, andererseits Reichen-Viertel – ist auf die Zuströme in die Großstädte zurückzuführen, da dort das Arbeitsangebot größer ist. In den Favelas gibt es viele Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern und der Polizei. Auch Überbevölkerung in diesen Wohngegenden ist ein Problem. Oft ist es der Fall, dass die Männer aus den Vierteln ziehen, wobei sie ihre Frauen und Kinder zurücklassen, was nicht selten zu Obdachlosigkeit führt – dies ist der Hauptaspekt unseres Projekts.
Um sich ernähren zu können, arbeiten die Kinder auf den Straßen, werden zu Straßenkindern. Sie putzen Schuhe, waschen Autos, sammeln Schrott, prostituieren sich oder treten Banden bei. Die Kinder befinden sich gleichzeitig in drei verschiedenen Lebensphasen: Sie sind erwachsen (sie kümmern sich um Geschwister), sind in ihrer Jugend (sie sind oft misstrauisch gegenüber Erwachsenen) und sind kindlich (sie wünschen sich Fürsorge). In dem Projekt, das wir unterstützen, wird diesen Kindern geholfen.
Eindrücklich erzählte Herr Ulbrich von der Gewalt an den Kindern auf der Straße. Zum einen kommt diese von der Polizei. Durch den neuen Präsidenten in Brasilien wurde ein Lob abgeschafft, das Polizisten bekommen, wenn sie wenig Menschen erschossen haben; zum anderen aber auch von Banden, die oft Drogen- und Waffendealer sind, da sie ihre Geschäfte ausbreiten wollen.
Es kommt die Frage auf, wer den Straßenkindern eigentlich hilft. Dies sind Basisorganisationen in Brasilien, z.B. die Hilfe für Straßenkinder. Misereor unterstützt folgende Organisationen: Cosa de Passagem, Comviva und Comumidade des Requentas.
Schließlich berichtete Herr Ulbrich von Aufbau und Ablauf der Hilfeleistung vor Ort:
Die erste Kontaktaufnahme passiert auf der Straße mit den Kindern, wo Sozialarbeit geleistet und erstes Vertrauen geschaffen wird (etwa mit Spielen und Aktivitäten für Kinder wie Malen). Die zweite Stufe sind die Häuser der offenen Türe, wo den Kindern erstmals ein Schlafplatz angeboten wird. Die Grundversorgung in den Zentren ist die nächste Stufe. Hier wird den Kindern Bildung vermittelt, es gibt Essen für sie, Schlafplätze sowie auch Beratung und Aufarbeitung von traumatischen Erlebnissen. Der letzte Schritt sind Versuche der Berufsausbildung. Den Straßenkindern wird die Möglichkeit geben, sich ausbilden zu lassen, z.B. als Bäcker, Schreiner oder Mechaniker. Auch Computerkurse finden statt.
Weitere Maßnahmen sind das Anbieten von Freizeitaktivitäten wie Tanzen, Theater, Kunst, Spiel und Sport. Auch werden Hausbesuche von alleinstehenden Frauen und Sozialarbeit in den Favelas unternommen. Lobbyarbeit wird für die Straßenkinder durch die Organisationen gemacht, Netzwerke werden aufgebaut, die sich für die Rechte dieser einsetzen. Der politische Aspekt ist für Misereor immer wichtig, da dies die Zukunft verbessern kann.

Text: Manuel Wittmann, Q12
Bild: Paul Schulze, Q12

Alle Jahre wieder …

Auch dieses Jahr sammelten unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Erntedank-Spendenaktion wieder sehr fleißig Spenden. 1500 Euro konnten so dem Verein Kältebus München e. V. überreicht werden.
Bei der Übergabe des Schecks hatten die Fünftklässler die Gelegenheit, den Gründer des Vereins, Berthold Troitsch, höchstpersönlich kennenzulernen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. So erfuhren sie von dem Engagement der ca. 20 Ehrenamtlichen für die Obdachlosen in München: Vier- bis fünfmal die Woche fahren diese im Winter bekannte Nachtlager der Obdachlosen an, verteilen frisch zubereitetes, warmes Essen, warme Getränke und Gutscheine für die Bäder in München. Wichtig sind aber auch die Möglichkeiten zu einem Gespräch, die sich bei den Nachtfahrten immer wieder ergeben. Vor allem am Sonntag, wo die meisten Läden und öffentliche Gebäude geschlossen sind, ist dieses Hilfsangebot äußerst wichtig. Das Gefühl, täglich 50 bedürftigen Menschen tatsächlich geholfen zu haben und ihnen als Menschen begegnet zu sein, ist die größte Motivation für das ehrenamtliche Engagement.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Schülerinnen und Schüler, die nicht nur mit klugen Fragen ein großes Interesse am Anderen gezeigt haben und so mit einigen Vorurteilen aufräumen konnten, sondern auch und vor allem durch ihre Begeisterung beim Einsammeln der Spenden und ihre Bereitschaft zu teilen.

Text: Anette Wörmann, Heidrun Untch
Foto: Annette Wörmann

Mit kleinen Dingen etwas Großes bewirken

Unter diesem Motto packten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe im Rahmen des Katholischen Religionsunterrichts von Frau Tschepe Schuhkartons für hilfsbedürftige Kinder. Die Päckchen wurden unter anderem mit Spielsachen, Plüschtieren, Schreibmaterialien, Hygieneartikeln und Süßigkeiten bestückt. Besonders viel Mühe gaben sich die Sechstklässler bei der Verzierung selbstgebastelter Weihnachtskarten. Sicher ist: Den Empfängern der Kartons wird mit dieser Aktion eine riesige Freude bereitet.

Text und Foto: Lisa Tschepe

Ortskirchentag: Auf in die Kirchen der Stadt!

Im Klassenverband besuchten alle Fünftklässler die katholische Stadtpfarrkirche und die evangelisch-lutherische Kreuzkirche. Beide Sakralbauten wurden als besondere Orte mit je eigener Aussagekraft und auratischer Ausstrahlung wahrgenommen.
Organisiert wurde der Ortskirchentag von Frau Untch.

Text und Foto: Annette Wörmann

Unterstützung für Kinder im Jemen

Im Jahr 2015 brach im Jemen Krieg aus. Trotz der 2018 ausgehandelten Waffenruhe spitzt sich die Situation in dem Bürgerkriegsland weiter zu; es kommt vereinzelt immer wieder zu Kämpfen. Der Alltag der Bevölkerung ist von Hunger, Krankheit und Armut geprägt. Besonders betroffen von dieser humanitären Krise sind Kinder. Mehr als sieben Millionen von ihnen leiden an Unterernährung. Um diese Situation zu verbessern, hat das kirchliche Hilfswerk Caritas international das Projekt „Nothilfe für Kinder“ im Jemen gestartet. Dabei sollen vor allem die medizinische Betreuung und die Versorgung mit Medikamenten und Hygienematerial verbessert und somit die Ausbreitung von Cholera eingedämmt werden. Das Hauptaugenmerk des Projekts liegt dabei auf der Versorgung von unterernährten Kindern in den Bezirken Abyan und Aden. Um dieses Vorhaben erfolgreich umsetzen zu können, ist Caritas international auf Spenden angewiesen.

Im Rahmen unseres P-Seminars „Gutes tun und dabei Spaß haben“ beschäftigen wir uns mit kirchlichen Hilfswerken und unterstützen diese mit dem Erlös aus verschiedenen Aktionen inner- und außerhalb der Schule.

Zur Förderung des Caritas-Projekts im Jemen organisierten wir am 07. Juli 2019 nach dem Gottesdienst, den wir mitgestaltet haben, vor der Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist Pfaffenhofen einen Kuchenverkauf.

Text: P-Seminar „Gutes tun und dabei Spaß haben“
Foto: Annette Wörmann

Spaß haben und dabei Gutes tun für kirchliche Hilfswerke

Wir, das P-Seminar „Spaß haben und dabei Gutes tun“ (Leitfach: Katholische Religionslehre), unterstützen kirchliche Hilfswerke mit dem Erlös aus verschiedenen Aktionen in und außerhalb des Schyren-Gymnasiums. Dafür organisieren wir u.a. monatlich einen Kuchenverkauf in unserer Aula, bei dem der Gewinn an ein Projekt von Misereor gespendet wird, das brasilianischen Straßenkindern Bildung und Ausbildung ermöglicht. Näheres unter: https://www.misereor.de/spenden/spendenprojekte/brasilien-hilfe-fuer-strassenkinder/

Text: P-Seminar „Spaß haben und dabei Gutes tun“
Foto: Annette Wörmann

Helfende Hände
Viele bunte Hände bastelten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe im katholischen Religionsunterricht und beschrifteten sie mit mit weisen Worten und erstrebenswerten, ganz persönlichen Vorsätzen zum Thema „Wie kann ich Nächstenliebe in meinem Umfeld leben?“. Dass Nächstenliebe nicht nur Respekt gegenüber anderen Menschen bedeutet, sondern auch, sich im Namen Gottes auf vielfältige Weise solidarisch zu zeigen, war ein zentrales Anliegen des Unterrichts. Ausgehend von dem Wissen über die Lebensbedingungen von Kindern weltweit und deren sozialen, religiösen und kulturellen Prägungen bewerteten die Schülerinnen und Schüler diese aus christlicher Sicht und reflektierten im Zuge dessen ihren eigenen Lebensstil. Konsumgewohnheiten wurden dabei ebenso unter die Lupe genommen wie Armut, Vernachlässigung und Ausbeutung von Kindern in Deutschland und aus aller Welt. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von den Kinderrechten (Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes, 1989), die allen jungen Menschen auf dieser Welt (sie selbst eingeschlossen) Schutz, Förderung und Beteiligung zu Teil werden lassen und so zur Entfaltung der Persönlichkeit beitragen. Auch hier wird Nächstenliebe in der Konkretisierung und Einhaltung von Grundrechten und Lebenschancen gelebt.

Text und Fotos: StRefin Deborah Fiedler

Du teilst alles: Staub, Gefahr, Essen, Angst, Hoffnung – Militärseelsorger am SGP

Die Evangelische und die Katholische Kirche leisten durch die vertraglich vereinbarte Militärseelsorge einen unverzichtbaren Beitrag zur seelsorglichen Betreuung von Soldaten. Insbesondere die Auslandseinsätze haben spürbare Auswirkungen auf die Lebenssituation der Soldaten und deren Familien.
„Die Militärseelsorge bietet ihre Dienste an – egal ob an Land oder auf See, in Deutschland oder an ausländischen Standorten“, erklärte der Militärseelsorger Andreas Vogelmeier, der für ein Gespräch mit Acht- und Neuntklässlern am 6. Februar 2019 ans SGP gekommen war.
Der Seelsorger begleitete bisher deutsche Soldaten in Afghanistan, im Kosovo und im Irak. Immer gelte: „Du teilst alles mit den Soldaten: Staub, Gefahr, Essen, Angst, Hoffnung“.

Text und Fotos: Annette Wörmann

Weltkirche in der Welt der Religionen

Die Teilnehmer des W-Seminars „Religionswissenschaftliche Betrachtungen zu den Welt- und Naturreligionen“ lernten bei ihrem Besuch bei missio München die Arbeit dieses fast weltweit tätigen Missionswerks kennen. Mit dem Wandel des Missionsverständnisses in den vergangenen 180 Jahren seit Bestehen wurden auch neue thematische Schwerpunkte gesetzt. So geht es neben den klassischen Tätigkeitsbereichen von Katechese, Bildung und Gesundheitswesen nun auch um die Bewahrung der Schöpfung (durch nachhaltige Nutzung der Naturgüter) und um die Förderung des Friedens. Dabei gilt es, die Vielfalt von Kulturen und Religionen zu respektieren. Durch interreligiösen Dialog können Diskriminierung und Vorurteile vermieden und religiösem Hass entgegengewirkt werden. Ziel von missio ist es, religionsübergreifende Netzwerke auf- und auszubauen.
In einem Workshop setzten sich die Schülerinnen und Schüler konkret mit der Entwicklung des Christentums in Äthiopien und der gegenwärtigen religiösen Situation auseinander. In diesem ostafrikanischen Land  gibt es neben der äthiopisch-orthodoxen auch die äthiopisch-katholische und römisch-katholische Kirche. Den Dialog zu fördern und die Beziehungen der einzelnen Konfessionen untereinander zu verbessern, ist eine wichtige Aufgabe, um die sich missio in Äthiopien intensiv bemüht.
Der Besuch des Museums Fünf Kontinente am Nachmittag vertiefte das Wissen über ethnische Religionen. Besonderes Augenmerk erfuhr jedoch die Sonderausstellung „Myanmar: Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern“. Sie gewährte nicht nur Einblick in das Leben verschiedenster Volksgruppen, sondern vermittelte in anschaulicher Weise die Spiritualität des Buddhismus in seiner speziellen myanmarischen Ausformung.
Ein Tag mit vielen Anregungen für die Seminararbeiten!

Text und Foto: Sieglinde Heinzlmeier

Besuch bei missio, in der Hauskapelle aus Malawi

Wie sieht der Alltag eines Juden aus?

Wie sieht der Alltag eines Juden aus? Wonach duftet eine Besamimbüchse? Wozu braucht eine jüdische Hausfrau verschiedenfarbige Schwämme in der Küche? Warum und womit schmücken Juden die Tora? Wie sieht eine Synagoge von innen aus? – All das erfuhren Neuntklässler bei ihrer Exkursion in die Synagoge und das Jüdische Kulturmuseum  Augsburg.

Text: Annette Wörmann
Foto: Jüdisches Museum Augsburg / Wolfgang B. Kleiner

„Nacht und Nebel“ – ein Film über das Leben in einem Konzentrationslager

Wer Mitte der Fünfziger, zehn Jahre nach dem Untergang des Dritten Reichs, Bildmaterial über Konzentrationslager suchte, hatte es nicht leicht. Die wenigen von den Nazis gemachten, verharmlosenden Aufnahmen lagen verstreut in Archiven von Washington bis Moskau, die schockierenden Wochenschauen der KZ-Befreier befanden sich unter militärischem Verschluss, und die Filme – kaum ein halbes Dutzend –, die sich bald nach Kriegsende damit befasst hatten, wurden nicht mehr gespielt. Der Massenmord war medial praktisch nicht vorhanden. Dann, 1955, kam „Nacht und Nebel“ (Originaltitel: „Nuit et brouillard“).
Interessierte Schüler der Mittel- und Oberstufe und Lehrer des Gymnasiums machten sich am Abend des 31.1.19 ins Schloss Dachau auf, um dort den 32-minütigen Film „Nacht und Nebel“ zu sehen, der Dokumentaraufnahmen und Archivmaterial in Schwarzweiß mit farbigen Bildern, die die von der Natur alsbald zurückeroberten Schauplätze zeigen, kombiniert. Die Besucher erlebten nicht nur die erste, sondern wohl bis heute die eindringlichste Dokumentation über das Geschehen in den Konzentrationslagern. Neben seiner Bedeutung als zeitloses Zeugnis über den unmenschlichen Lagerkosmos stellt der Film ein herausragendes Kunstwerk dar: Einprägsame Bilder verbinden sich mit der Musik des jüdischen Komponisten Hanns Eisler und Texten, die weit mehr sind als purer Kommentar, verfasst von zwei Holocaust-Überlebenden – im Original vom französischen Schriftsteller Jean Cayrol, in der deutschen Nachdichtung von Lyriker Paul Celan.
Das Besondere an diesem Abend: Die Filmmusik, eindringlich und jeweils auf die Bildsequenzen abgestimmt, wurde vom Jüdischen Kammerorchester München live gespielt, und die Texte wurden von einem am Rand des Orchesters platzierten Schauspieler  vorgetragen.
Vorab führte Daniel Grossmann, der Dirigent des Orchesters, ein Zeitzeugen-Gespräch mit Dr. Eva Umlauf. Sie, die als Zweijährige als eine der Jüngsten Auschwitz überlebt hat, wird sich später nicht an diese Zeit erinnern können. Prägend für ihren gesamten Lebensweg waren diese frühen Jahre allemal: Die in München lebende und als Psychotherapeutin tätige Gesprächspartnerin beschäftigte sich Zeit ihres Lebens mit der Last der Nachgeborenen und, so war zu vernehmen, dass und wie Traumata von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Text und Foto: Annette Wörmann

MittwochMorgenMeditationen

Derzeit werden an den Adventskalendern eifrig die Türchen geöffnet. Am Schyren-Gymnasium steht in der Adventszeit am Mittwochmorgen die Tür zum Meditationsraum für alle offen, die fern vom Lärm der Aula und der Baustelle ein wenig in die Stille der Adventszeit eintauchen wollen.

Mit besinnlichen Texten wird der Zauber dieser „staden Zeit“ eingefangen und auf die Weihnachtszeit eingestimmt. Denn: Vorfreude, schönste Freude!

Text/Foto: Sieglinde Heinzlmeier

Ökumenischer Gottesdienst am 05.12.2018
Alles beginnt mit einer Sehnsucht …

Alles beginnt mit der Sehnsucht,
immer ist im Herzen Raum für mehr,
für Schöneres, für Größeres.
Das ist des Menschen Größe und Not:
Sehnsucht nach Stille,
nach Freundschaft und Liebe.
Und wo Sehnsucht sich erfüllt,
dort bricht sie noch stärker auf.

Nelly Sachs

 

 

Der Adventsgottesdienst am 5. Dezember stand unter dem Motto „Alles beginnt mit einer Sehnsucht“. In den Blick genommen wurde das Leben der Hl. Barbara. Am Ende des Gottesdienstes durfte sich jeder Schüler einen Barbarazweig mit nach Hause nehmen, denn alles beginnt mit einer Sehnsucht.

Text und Foto: Annette Wörmann

Pfaffenhofen unterm Hakenkreuz – Lesung mit Reinhard Haiplik

Mit seinem Buch „Pfaffenhofen unterm Hakenkreuz“ leistet Reinhard Haiplik, ehemaliger Lehrer am Schyren-Gymnasium, einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit, im Speziellen für Pfaffenhofen und sein Umland, das sich 1933 als Hochburg von NSDAP-Sympathisanten erwies.

Am 5.12.2018 kehrte Reinhard Haiplik auf Einladung der Fachschaften Geschichte und Religionslehre an seine alte Wirkungsstätte zurück und stellte Schülern der 9. Jahrgangsstufe sein umfangreiches Werk, das inzwischen in der dritten Auflage vorliegt, in der Aula vor. In beeindruckender Weise gelang es, in den Köpfen der Zuhörer schrittweise ein anschauliches Bild der NS-Zeit entstehen zu lassen.

Die Täter benennen und die Erinnerung an die Opfer wach halten – das ist  Haipliks Grundanliegen. Die Lesung regte an, Beweggründe und Abhängigkeiten der damaligen Protagonisten zu hinterfragen.

Die Recherchen des renommierten Heimatkundlers Haiplik, der auch für die ÖDP im Stadtrat sitzt, bildeten im Übrigen die Grundlage für das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Haus der Begegnung.

Text und Foto: Annette Wörmann

Erntedank-Spende

Am 7.11.18 konnten dem Haus für Mutter und Kind München gGmbH 435 Euro übergeben werden. Entgegengenommen wurde die Spende von Sonja Hoch und Kathrin Feldmann.
Das Haus für Mutter und Kind bietet seit über 50 Jahren ein vorübergehendes Zuhause für wohnungslose Frauen und ihre Kinder. Dort werden die Bewohnerinnen auf ihrem Weg in ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben begleitet.

Die SGP-Spende kommt einem Musik-Projekt für die Kinder der notleidenden Frauen zugute. Bei der Übergabe erklärte die Musikpädagogin Kathrin Feldmann: „Jeden Montag werden Trommeln, Xylophone, Glockenspiele, Rasseln und eine Gitarre aus dem Schrank geholt, und dann entsteht meist spontan, was gerade klanglich erzählt werden möchte.“ Weiter führte sie aus: „Oft geht es laut und wild zu, die Kinder haben viel, auch Traumatisches, erlebt, das nun nach außen drängt und sich musikalisch Luft machen möchte, doch es gibt auch leise Momente, wenn berichtet wird, was Schönes bzw. weniger Schönes in letzter Zeit erlebt wurde. Dann finden Enttäuschung und Trauer ihren Ausdruck in den dunklen Klängen der Holzxylophone, oder es perlt ein Glockenspiel, um vom erfrischenden Besuch bei der Tante zu erzählen.“
Die Spendenaktion wurde von den Religionslehrkräften Heidrun Untch und Annette Wörmann anlässlich des Erntedankfestes initiiert. Gesammelt haben Schüler aller Jahrgangsstufen im Familien- und Bekanntenkreis.

Text und Foto: Annette Wörmann

Willkommen, liebe Fünftklässler!

Im Schuljahresanfangsgottesdienst wurden unsere Fünftklässler willkommen geheißen. Am Ende des Gottesdienstes wurden sie von Pfarrer Miorin einzeln gesegnet und erhielten aus den Händen älterer Schüler je ein Lesezeichen mit einem irischen Segenswunsch.

Text und Foto: Annette Wörmann

Wettbewerbspreis eingelöst: Impressionen vom Aufenthalt in der Jugendherberge Eichstätt

Fotos: Annette Wörmann

Sonderpreis bei Schülerwettbewerb

43 Schüler und Schülerteams haben Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet und Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger für ihre Beiträge im Landeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ ausgezeichnet. Mit dabei: die katholische Religionsgruppe 8ACD des Schyren-Gymnasiums Pfaffenhofen.
Mehr als 840 Schüler aus unterschiedlichen Schularten und Jahrgangsstufen hatten sich unter dem diesjährigen Wettbewerbsmotto „Bayern um 1500 – Zeit für Neues? Lebenswelten – Glaubenswandel – Umbruchszeiten“ in ihrer Heimat auf Spurensuche begeben und Nachforschungen bei historischen Vereinen, Museen oder Archiven angestellt.

Die katholische Religionsgruppe 8ACD des Schyren-Gymnasiums hatte mit Unterstützung ihrer Lehrerin Annette Wörmann den Beitrag „Pfaffenhofener Stadtgeschichte gesprüht“ beigesteuert. Bei der Suche nach Spuren der Reformation in der Stadtgeschichte waren die Jugendlichen auf ein verhängnisvolles Wirtshausgespräch im Jahr 1524 gestoßen. Damals war ein gewisser Bernhard Tichtl, Pfleger aus Starnberg, mit Franz Burghard, Professor der Rechte aus Ingolstadt, in einem Wirtshaus in Pfaffenhofen aneinandergeraten. Es kam zu einem Streitgespräch über Luther und die Reformation, das in einer Anzeige gegen Tichtl gipfelte. Der Starnberger wurde in München in den Falkenturm gesperrt, ihm drohten Pranger und Haft. Herzog Wilhelm ließ Tichtl, nachdem dieser sich eindeutig zur katholischen Kirche bekannt hatte, gegen die Bezahlung einer Buße von 1000 Gulden wieder frei. Im Rahmen des Wettbewerbs setzten die Gymnasiasten das Wirtshausgespräch gestalterisch um, indem sie an einer Außenfassade eines Gebäudes im Stadtzentrum einen Tisch, zwei Bierkrüge und zwei Gedankenblasen – eine für den Luther-Sympathisanten und eine für den Luther-Gegner – abbildeten. Ein gesprühter Aufruf zur Religionsfreiheit – „religious freedom“ – schlug die gestalterische Brücke zur Gegenwart.

Die Jury hat den Pfaffenhofener Beitrag bei der Preisverleihung am 3. Juli 2018 im Senatssaal des Bayerischen Landtags mit einem Sonderpreis des Deutschen Jugendherbergswerks für die besonders kreative Umsetzung ausgezeichnet. Die Belohnung: Die Schüler des Schyren-Gymnasiums dürfen sich demnächst über einen mehrtägigen Aufenthalt in einer bayerischen Jugendherberge ihrer Wahl freuen.

  • Preisverleihung Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ am 03.07.2018 im Bayerischen Landtag in München. Fotos: Andreas Gebert/StMUK

Text: PK

Märchentag am SGP

Ziel unseres P-Seminars „Märchen – Mythen – Legenden“ unter Leitung von Frau Wörmann war die Planung und Durchführung einer Veranstaltung zum Thema des Seminars.

Wir entschieden uns nach mehreren Vorträgen durch externe Experten für die Organisation eines Märchentags für Pfaffenhofener Grundschüler.

Bei der Beschäftigung mit Märchen stellten wir fest, dass sich in den letzten Jahren die Einstellung zu Märchen gewandelt hat: Märchen erleben eine Renaissance und werden nicht nur aus literarischem Interesse gelesen, auch Psychotherapeuten und Theologen haben sie für sich entdeckt. „Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“- Dies ist wohl der berühmteste Satz der Gebrüder Grimm aus dem gleichnamigen Märchen „Rumpelstilzchen“, das der Gegenstand unserer Märchen-Produktion werden sollte. Wir verwandelten also den Raum 093N in eine märchenhafte Theaterbühne mit Zuschauerraum, luden Pfaffenhofener Grundschüler an unsere Schule ein, versahen sie mit Namensschildern, verteilten an sie Süßigkeiten und Popkorn und spielten die Geschichte der hübschen, braven Müllerstochter, die das Unmögliche vollbringen soll: Stroh zu Gold zu spinnen. Und weiter: Wenn sie es schafft, soll sie Königin werden, wenn nicht, dann … Der Waldgeist Rumpelstilzchen kommt ihr zu Hilfe, doch Reichtum kostet, nichts gibt es umsonst. Als Rumpelstilzchen seinen Lohn einfordern will, lernt die junge Königin das Nein-Sagen und um das zu kämpfen, was sie liebt. Die Stückvorlage wurde bewusst nah an der Grimm’schen Vorlage gehalten und klassisch inszeniert, ohne jedoch den Spaß zu vergessen, den das Geschichtenerzählen mit sich bringt. Liebenswerte, bisweilen trottelige Figuren spielten interaktiv mit dem Publikum.

Da „Rumpelstilzchen“ eine außerordentliche Handlungsdichte aufweist, welche mehrere archaische Topoi verbindet, schloss sich an die Theater-Vorführung eine kreative Phase an, in der die Kinder mit einigen dieser Topoi vertraut gemacht wurden. So entstand ein unterhaltsamer, witziger und lehrreicher Märchenvormittag, der die Kleinen zum Lachen und Nachdenken brachte.

Text: P-Seminar

Bilder: Annette Wörmann

Neue Bibeln
Die „alte“ Einheitsübersetzung war 1980 abgeschlossen. Seither hat sich die Sprache weiterentwickelt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse wurden gewonnen.
Nach über zehn Jahren der wissenschaftlichen Arbeit liegt eine neue Einheitsübersetzung vor, nun auch am Schyren-Gymnasium. Sie bringt nach den Worten des Erfurter Altbischofs Joachim Wanke „Fortschritte an Genauigkeit, an Texttreue und an zeitgemäßer Verständlichkeit“. Die neue Einheitsübersetzung enthält eine modernere Sprache. Gleichzeitig bleibt sie jedoch zugunsten der ursprünglichen Sprachbilder stärker am hebräischen und griechischen Text.
Mit dem Verteilen der neuen Einheitsübersetzung in die einzelnen Klassenzimmer war das Sichten des aktuellen Bibel-Bestands verbunden. Zu Schaden gekommene Bücher wurden entfernt und dem Pfarrer-Nikolaus-Reichl-Werk übergeben.

Text und Foto: Annette Wörmann

Brotbackaktion an einem Wochenende vor den Pfingstferien

Fotos: Annette Wörmann

Spendenübergabe

650 Euro Spendengelder wurden von Schülerinnen und Schülern des Schyren-Gymnasiums an die Leiterin der “Stiftung Hasenbergl” (Mitte) in München übergeben. Die Jugendlichen aus einem Religions- und einem Englischkurs der 11. Jahrgangsstufe, die zusammen mit ihren Lehrerinnen Annette Wörmann und Veronika Kettner die Veranstaltung „Kindertransporte 1938/39“ zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar organisiert und durchgeführt hatten, besuchten die Einrichtung „ Lichtblick Hasenbergl“ in München. Die Leiterin der Stiftung, Johanna Hofmeier, die aus dem Landkreis Pfaffenhofen stammt, informierte über Ziele und Arbeit von „Lichtblick Hasenbergl“. Es ist eine Betreuungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und junger Erwachsene zwischen 1 und 25 Jahren, die in Hasenbergl-Nord aufwachsen. Zu den Kernangeboten gehören ein Kindergarten, die tägliche Nachmittagsbetreuung vom Schuleintritt bis zum Schulabschluss, eine Ausbildungsbegleitung, eine Elternschule und eine Familienhilfe. „Lichtblick Hasenbergl“ zählt zu den sozialen Leuchtturm-Einrichtungen. Zahlreiche junge Menschen, die gerade eine Ausbildung durchlaufen oder bereits den Sprung in die Berufstätigkeit geschafft haben, belegen den pädagogischen Erfolg. Indem die Einrichtung Kindern und Jugendlichen Bildungschancen eröffnet, die ihnen sonst verwehrt wären, hilft sie, die Anfälligkeit der Jugendlichen für Rechtsradikalismus und Rassismus zu verhindern.

Text und Foto: Annette Wörmann und Veronika Kettner

Gendenkfeier mit Vortrag anlässlich des Holocaustgedenktages

Die Schulgemeinschaft des Schyren-Gymnasiums erinnerte am 27. Januar 2018, dem deutschlandweiten Gedenktag des Holocaust, an dessen Opfer. Anlässlich des 80. Jahrestags der ersten Transporte jüdischer Kinder nach England wurde diese Opfergruppe in den Blick genommen.
Dazu haben Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe aus dem Englischkurs von Frau Kettner und dem Religionskurs von Frau Wörmann die freiberufliche Journalistin und Historikerin Lilly Maier zu einem Vortrag zum Thema „Kindertransporte 1938/39 – die Flucht jüdischer Kinder vor dem Holocaust und ihre Folgen“ eingeladen.
So berichtete die sympathische Referentin in ihrem Vortrag, der auf Zeitzeugeninterviews mit 13 Holocaust-Überlebenden in Washington, D.C., Maryland, New York, Los Angeles und San Francisco basiert: „Die Geschichte der Kindertransporte gilt als eines der wenigen positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: Über 10.000 unbegleitete jüdische Kinder und Jugendliche konnten 1938/39 nach Großbritannien oder Frankreich gerettet werden, weil ihre Eltern bereit waren, sich von ihnen zu trennen.“ Weiter führte sie aus: „Die Kinder, zwischen zwei und 16 Jahren alt, wurden bei Privatfamilien oder in Internaten untergebracht, viele von ihnen emigrierten nach dem Krieg in die USA.“ Freilich blieb die Rettung durch einen Kindertransport nicht ohne traumatische Folgen – die zwangsweise Trennung von den Eltern und die Entwurzelung aus dem gewohnten Leben hinterließen emotionale Spuren in jeder Biographie. Dennoch, so Maier, gelang es aber den „Kindern“ als Gruppe, diese Traumata zu überwinden und in der Regel überaus erfolgreiche Leben zu führen.
Charmant führten Carlos Coello Medina, Adriana Borrego-Guerrero, Annabelle Schock und Luise Mosig durch die gut besuchte Vormittags-Veranstaltung, die musikalisch vom Unterstufenchor unter Leitung von Frau Jung, von Frau Sauer an der Bratsche und Herrn Dr. Daubner am Klavier sowie von Frau Wörmann an der Harfe umrahmt wurde. Für Licht und Ton sorgten Christian Kastner und Johannes Zenz. Das beeindruckende Plakat zur Gedenkfeier wurde von Lisa Mayr entworfen. Am Ende der Veranstaltung wurde um Spenden gebeten für die Stiftung „Lichtblick Hasenbergl“, die sich für benachteiligte Kinder in dem Münchener Stadtteil einsetzt.

Zur Person Lilly Maier:
Lilly Maier studierte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und erhielt für ihre Bachelor-Arbeit „Ein Leben nach dem Kindertransport“ den Forscherpreis für exzellente Studierende 2014 der LMU. Sie hält regelmäßig Vorträge über die Rettung jüdischer Kinder während des Holocaust und über Kindertransporte in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Momentan schreibt Lilly Maier an der Biographie von Arthur Kern (geb. Oswald Kernberg), eines Holocaust-Überlebenden, der auf einem Kindertransport nach Frankreich und von dort auf einem zweiten nach Amerika gerettet wurde; Kern wuchs in derselben Wiener Wohnung auf, in der die Referentin in den 1990ern lebte.

Text: Veronika Kettner und Annette Wörmann

Foto: Petra Frye-Weber

Vortrag Bibel und Koran

Am Dienstag, 23. Januar 2018, sprach Dr. Andreas Renz vor der Q11 zum Thema „Bibel und Koran“. Der Referent entwickelte zunächst im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern die Entstehungsgeschichte von Bibel und Koran. Dann hob er etwa anhand der ersten Koran-Sure oder der Begrifflichkeit „Heiliger Krieg“ auf Gemeinsamkeiten zwischen Bibel und Koran ab. Dabei schärfte Dr. Renz das Bewusstsein für die unterschiedliche Qualität von Bibel- bzw. Koran-Übersetzungen und warnte vor Manipulation infolge von Fehlübersetzungen. Schließlich hielt der Experte fest: Für Islam wie Christentum stelle das Wort Gottes die Verbindung zwischen Gott und Mensch her: für Muslime sei der Koran das Wort Gottes, für Christen sei dies Jesus Christus, sodass eher Koran und Jesus Christus denn Bibel und Koran miteinander zu vergleichen seien.

Das große Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Thematik zeigte sich in der Vielzahl der nach dem Vortrag gestellten Fragen, die umfangreich beantwortet wurden. Insbesondere Aspekte zum Phänomen „Islamismus“ kamen zur Sprache.

Dr. Renz ist Leiter des Referats Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik im Religionsunterricht an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat das internationale wissenschaftliche Netzwerk „Theologisches Forum Christentum – Islam“ mitbegründet und vielfach zum christlich-islamischen Verhältnis publiziert.

Text und Foto: Annette Wörmann

Weiße Rosen am Tag der Hinrichtung von Sophie Scholl

“Was wir schrieben und sagten, das denken Sie alle ja auch, nur haben Sie nicht den Mut, es auszusprechen”, erklärt Sophie Scholl während ihrer Aussage vor dem Volksgerichtshof einem Publikum, das keine Reaktion zeigt. Wenige Stunden später sind sie, ihr Bruder und Christoph Probst tot, hingerichtet durch das Fallbeil im Gefängnis Stadelheim. Am 22. Februar 2018 jährte sich ihr Tod zum 75. Mal.

Im Sommer 1942 und zu Beginn des Jahres 1943 verbreitete die studentische Widerstandsgruppe “Die Weiße Rose” in München, später auch im süddeutschen Raum sowie in Linz, Salzburg und Wien Flugblätter gegen Hitler und das nationalsozialistische Regime. Sie forderte darin zunächst zum passiven Widerstand auf, aber schon bald auch zum Sturz der Regierung. Die Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell bildeten den Kern dieser Gruppe. Christoph Probst, Sophie Scholl, Willi Graf und ihr Mentor Professor Kurt Huber schlossen sich ihnen nach und nach an und beteiligten sich auf unterschiedliche Weise an den regimekritischen Aktionen. Die Flugblätter der “Weißen Rose” waren ein Aufstand des Gewissens, aber auch politischer Protest, entstanden aus der Überzeugung heraus, dass man nicht mehr schweigend zuschauen dürfe, sondern Widerstand gegen das verbrecherische System leisten müsse. Die fünf Münchner Studierenden und ihr Professor bezahlten diese Überzeugung mit ihrem Leben. Sie wurden 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Auch zahlreiche Unterstützer der “Weißen Rose” und Mitwisser wurden mit dem Tod oder mit Freiheitsentzug bestraft.
Der mutige Widerstand der “Weißen Rose” ist auch heute noch eine Aufforderung, sich einzumischen und etwas dagegen zu tun, wenn der freiheitlich-demokratische Staat und die Rechte der Menschen angegriffen werden.
Zum Gedenken an die Hinrichtung einzelner Mitglieder der „Weißen Rose“ am 22. Februar 1943 wurden am nämlichen Tag weiße Rosen verteilt: Schüler des P-Seminars „Sophie Scholl“ überreichten sie an ihre Mitschüler, Zehntklässler an Passanten am Hauptplatz. An jede Rose war von Frau Vilsmeier und ihren Schülern ein Kärtchen mit folgendem Zitat aus dem 5. Flugblatt geheftet worden: „Beweist durch die Tat, dass Ihr anders denkt! (…) Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt!“
Zudem wurde in beiden Pausen ein kurzer Film über Sophie Scholl und „Die Weiße Rose“ gezeigt.
Die Aktion wurde von den Fachschaften Geschichte und Katholische Religionslehre organisiert.

Text: Veronika Kettner und Annette Wörmann

Foto: Lorenz Schreyer

Bis unter's Dach – Besichtigung des Kirchturms der Pfaffenhofender Stadtpfarrkirche

Achtklässler machten sich am 21. Februar 2018 auf den Weg zur Stadtpfarrkirche. Marius Wilhelm, angehender Gymnasiallehrer für Geschichte, empfing die Schüler in der Lourdes-Grotte. Von dort aus führten 200 Stufen auf verschiedene Niveaus im Inneren des Kirchturms. Die Jugendlichen erfuhren, dass im Jahr 1388 beinahe der gesamte Stadtkern Pfaffenhofens durch einen Brand zerstört wurde.  Als
Ersatz für die niedergebrannte Kirche sei 1393 mit dem Bau einer
dreischiffigen Basilika begonnen worden. Ein Kirchturm durfte freilich
nicht fehlen. Dieser sei ohne Fundament und – unter Zuhilfenahme von in
die Wände eingelassenen Holzbrettern – von innen gemauert worden.
„Abgeschlossen waren die Bauarbeiten an dem 77,71 m hohen Turm mit seinem quadratischen Grundriss und seinem achteckigen Oberbau erst 1531“, erklärte der junge Stadtführer. Vom Kirchturm aus bot sich immer wieder ein ungewohnter Blick auf die vertraute Stadt. Höhepunkt der Führung war das Bestaunen der Kirchenglocken. Eine der insgesamt fünf Glocken wurde schließlich manuell zum Klingen gebracht.

Fotos und Text: Annette Wörmann

Würdevolle Begleitung – Einblick in die Tätigkeit eines Hospizhelfers

Das Thema Tod ist oft ein sehr schwieriges Thema. Besonders der Abschied und auch die Verarbeitung eines Todesfalls fallen vielen Menschen schwer. Die zehnte Klasse des Schyren-Gymnasiums setzte sich mit dem Thema Tod und damit verbunden einer würdevollen Sterbebegleitung auseinander. Dazu erhielten die Schülerinnen und Schüler am 8. Februar 2018 Besuch von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter des Christopherus-Hospiz in München, Herrn Biersack. Dieser begeisterte die Schülerinnen und Schülern durch seine ruhige und einfühlsame Art und erzählte verschiedene Erfahrungen und Eindrücke seiner Tätigkeit, sodass die Klasse einen umfassenden Einblick erhalten hat. Als Hospizhelfer ist er sowohl physisch als auch emotional stark gefordert und es beeindruckte die Klasse, welch besondere und herausfordernde Aufgabe dieser Mitarbeiter leistet. Wer einen kurzen Einblick in die Bereiche des Christopherus-Hospiz haben möchte, kann sich hier einen kurzen Überblick verschaffen: https://www.chv.org/wir-ueber-uns/filme-lernen-sie-uns-kennen.html.

StRefin Heidi Vilsmeier

Stadtgeschichte gesprüht

Bei der Suche nach Spuren der Reformation in der Stadtgeschichte stießen Achtklässler auf ein verhängnisvolles Wirtshausgespräch des Jahres 1524, das folgendermaßen überliefert ist: Am 10. Dezember 1524 traf Bernhard Tichtl, Pfleger aus Starnberg, auf seiner Reise nach Nürnberg auf einen Ingolstädter Professor der Rechte namens Franz Burghard. Begegnet sind sich die beiden in einem Wirtshaus in Pfaffenhofen, einer laut Philipp Apian „zwar kleinen, aber sehr eleganten Stadt“. Es kam zu einem Streitgespräch über Luther und die Reformation, das in einer Anzeige gegen Tichtl gipfelte. Der Starnberger wurde in München in den Falkenturm gesperrt; man forderte für ihn Pranger und Haft. Herzog Wilhelm jedoch ließ Tichtl nach eindeutiger Positionierung zugunsten der Katholischen Kirche und Bezahlung einer Buße von 1000 Gulden wieder frei.

Die Schüler setzten das Wirtshausgespräch gestalterisch um, indem sie unter Anleitung eines professionellen Sprühers  an der Außenfassade eines Gebäudes im Stadtzentrum einen Tisch, zwei Bierkrüge und zwei Gedankenblasen – eine für den Luther-Sympathisanten und eine für  den Luther-Gegner – abbildeten. Für die Gegenwart fruchtbar machen die Jugendlichen ihre Darstellung dadurch, dass sie auf den Wert der Religionsfreiheit –  abzulesen an dem in großen Lettern gesprühten „religious freedom“ ­– abheben.

Annette Wörmann

Jüdische Glaubenswelt – Besuch der Synagoge in Augsburg

Zwei neunte Klassen besuchten im Rahmen des Lehrplanthemas „Judentum“ die Synagoge in Augsburg. Dort erhielt jede der Klassen eine Führung in der Synagoge sowie in dem dazugehörigen Kulturmuseum. Den Schülerinnen und Schülern wurde somit ermöglicht, einen direkten Eindruck in die Glaubenswelt der jüdischen Religion zu erhalten.

StRefin Heidi Vilsmeier

Menschenrechte – (k)eine Selbstverständlichkeit

Am 8. Dezember, zwei Tage vor dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen “Tag der Menschenrechte”, besuchten Manfred Büttner und Dr. Hans Kern von Amnesty International  – Gruppe Pfaffenhofen im Rahmen des Evangelischen und Katholischen Religionsunterrichts das SGP. So hatten Achtklässler die Möglichkeit, einen fundierten Einblick in die Tätigkeit von Amnesty International zu erhalten.
Zunächst ging es um das Klären des Begriffs „Menschenrechte“. Nachdenklich wurden alle Zuhörer, als die Referenten auf besonders gravierende Fälle von Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit und Gegenwart hinwiesen und ausführten, dass weltweit Menschenrechte missachtet werden, auch in unserem Land. Der jährlich erscheinende Bericht von Amnesty International belege dies, so Dr. Kern.
In welcher Weise agiert nun Amnesty International? Die Organisation recherchiert akribisch und lenkt die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf bestehende Menschenrechtsverletzungen. Mit diesem Vorgehen ist Amnesty International sehr erfolgreich, denn in etwa der Hälfte der Fälle tritt eine Besserung der Haftbedingungen oder gar eine Befreiung der inhaftierten Betroffenen ein.

Text und Foto: Heidrun Untch und Annette Wörmann

P-Seminar „Sophie Scholl“ (Leitfach: Katholische Religionslehre)

Ziel des Seminars unter Leitung von Frau Wörmann war die Konzeption, Organisation und Durchführung einer Lesung für Neuntklässler auf Basis des in Buchform vorliegenden Briefwechsels zwischen Sophie Scholl und ihrem Freund, dem Offizier Fritz Hartnagel.
Zunächst informierten wir uns über Sophie Scholl und Fritz Hartnagel; dazu luden wir auch Experten in den Unterricht ein. Dann lasen wir die 313 Briefe, die sich Sophie und Fritz während des Kriegs schrieben, und wählten 17 Briefe aus, die Auskunft geben entweder über historische Fakten und alltagspraktische Dinge oder die Beziehung zwischen der selbstbewussten, emanzipierten Sophie und dem Offizier Fritz, der sein Soldaten-Dasein (zunehmend kritisch) reflektiert.
Wir hatten immer im Blick, dass es darum geht, eine interessante Lesung für Mitschüler vorzubereiten: Wir verfassten eine Einleitung und einen Schluss für die Veranstaltung, verbanden die einzelnen Briefe durch gesprochene Überleitungen, bauten auch eine Sequenz aus dem Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (2005) ein und entschieden uns, dass wir die Lesung im komplett verdunkelten Mehrzweckraum durchführen und dass die- oder derjenige, der gerade einen Brief vorliest, im Lichtkegel sitzt. Das Rezitieren der Briefe übten wir daheim und in der Schule, dort u.a. mit der Theaterpädagogin Tomma Galonska (siehe Bild).
Unsere Lesung trugen wir den Neuntklässlern vor den Weihnachtsferien vor. Danach kamen wir mit ihnen über die Lesung, Sophie und Fritz sowie die Zeit des Nationalsozialismus ins Gespräch.

Spendenaktion zu Erntedank: 2350 Euro für schwerstkranke Kinder

Am Mittwoch, 18. Oktober 2017, kamen Simone Hartmann und Jana Rigauer vom Münchner Kinderhospiz ans Schyren-Gymnasium und stellten ihre Arbeit vor. Beide betonten, dass es vor allem darum gehe, kranken Kindern und ihren Familien Zeit zu schenken, eine Freude zu ermöglichen und ein Stück Normalität zu schaffen. „Wir begleiten die Kinder ab der Diagnose bis zu ihrem Tod, wir besuchen sie regelmäßig zuhause und stehen 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zur Unterstützung zur Verfügung“, berichtete Jana Rigauer, die weiter ausführte, dass sich das Team des Kinderhospiz aus Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern, Sozialarbeitern und Ehrenamtlichen zusammensetzt. So könne nicht nur die medizinische Versorgung der kleinen Patienten gesichert werden, sondern auch der Alltag der Kinder, der Geschwister und der Eltern in den Blick genommen werden. In dieser für alle Familienmitglieder schwierigen Situation schafft das Kinderhospiz vielfältige Angebote wie etwa einen Geschwistertag im Zoo, einen Familientag beim FC Bayern oder ein mehrtägiges Programm in den Sommerferien.

Dass sich Simone Hartmann und Jana Rigauer nach Pfaffenhofen aufmachten, hat einen guten Grund: Die Gymnasiasten hatten im Vorfeld eifrig Spenden für die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München gesammelt. Schließlich freuten sich zwei Schüler, 2350 Euro übergeben zu können.

Die Spendenaktion wurde von den Religionslehrkräften Heidrun Untch und Annette Wörmann anlässlich des Erntedankfestes initiiert. Gesammelt haben Schüler aller Jahrgangsstufen im Familien- und Bekanntenkreis.

Heidrun Untch und Annette Wörmann

Empathie schulen – Austausch mit der Adolf-Rebl-Schule

Die Adolf-Rebl-Schule in Paffenhofen unterstützt Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung im Alter von 3 bis 19 Jahren. Sie bemüht sich dabei, Fertigkeiten und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu stärken und ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern. Im Rahmen des Lehrplans beschäftigt sich Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe mit dem Themenbereich „Menschen mit Behinderung“. Die Jugendlichen sollen dafür sensibilisiert werden, sich über dieses Thema zu informieren und Verantwortung zu übernehmen. Im Zuge dessen kam am 11.10.2017 Frau Andrea Eichler, die Rektorin der Adolf- Rebl-Schule, zu Besuch an das Schyren-Gymnasium. Sie besuchte die siebte Klasse im Fach Religion, erzählte der Klasse von ihrer Schule und nahm sich auch ausgiebig Zeit, die Fragen der Gymnasiasten zu beantworten. Diese wollten vor allem wissen, welche Fächer unterrichtet werden, wie viele Schüler in einer Klasse zusammenarbeiten und wie man sich deren Tagesablauf vorzustellen hat. Da ihr Vortrag bei den Kindern auf sehr großes Interesse stieß, wurde vereinbart, dass eine siebte Klasse der Adolf-Rebl-Schule die siebte Klasse am Schyren-Gymnasium besucht, was dann am 25.10.2017 erfolgte. Die beiden Klassen spielten gemeinsam und hatten Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Den Kindern des Schyren-Gymnasiums machte dieser Austausch großen Spaß. Im Anschluss daran stattete auch der Konrektor der Adolf Rebl Schule Herr Erich Noack am 27.10. unserer Klasse einen Besuch ab und stand noch für weitere Fragen zur Verfügung. Im Gesamten betrachtet war dieses Projekt für die Kinder sehr interessant, informativ und eine praktische Erfahrung der besonderen Art.

StRefin Heidi Vilsmeier

Religionslehre

Was könnte mehr zum Leben ermutigen als eine Liebeserklärung? Ja, um eine Liebeserklärung Gottes handelt es sich bei der Aussage „Ich will, dass du bist“.

Herzlich willkommen
bei den Fächern Evangelische und Katholische Religionslehre

Religionsunterricht heißt

  • Zeit haben, über sich und das Leben nachzudenken – ein Umstand, der so nur in diesem Fach möglich ist
  • sich mit der eigenen Konfession (evangelisch – katholisch) auseinandersetzen
  • von anderen Konfessionen und Religionen (Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus) erfahren
  • verschiedene Sichtweisen diskutieren und dabei einen eigenen Standpunkt entwickeln
  • Toleranz gegenüber sich und Andersdenkenden einüben
  • unsere Kultur, unsere Geschichte, unsere Werte und Normen, die von der christlichen Religion geprägt sind, verstehen lernen

Evangelische und Katholische Religionslehre wird in allen Jahrgangsstufen zweistündig unterrichtet. Für jedes der Fächer gibt es einen eigenen Fachlehrplan. Ökumenische Gemeinschaftsprojekte werden gerne durchgeführt. Die im Unterricht verwendeten Lehrbücher sind modern und ansprechend gestaltet. Der Religionsunterricht hält vielfältige Angebote bereit: Experten-Vorträge, Kirchenerkundungen, Stadtführungen, Moschee- und Synagogenbesichtigungen, Museumsbesuche, soziale Aktionen, Wettbewerbe, Lesungen, Tage der Orientierung, Fantasiereisen, Entspannungsübungen und vieles mehr.

Pro Schuljahr werden vier Schulgottesdienste gefeiert, die von vielen Schülerinnen und Schülern engagiert vorbereitet und mitgestaltet werden. In der Advents- und Fastenzeit finden jeden Mittwochmorgen vor Schulbeginn kurze Meditationen im Meditationsraum statt.

Angesichts der steigenden Komplexität unserer Umwelt, der funktionalen Differenzierung der Gesellschaft und der zunehmenden weltanschaulichen Pluralität ist ein Religionsunterricht gefragt, der die Schülerinnen und Schüler innerlich reich macht und sie zum selbstständigen Gedankenflug anregt – eine von den Religionslehrkräften täglich aufs Neue leidenschaftlich übernommene Aufgabe, die sich (hoffentlich) für die jungen Menschen und für die Gesellschaft lohnt!

Text: H. Untch, A. Wörmann
Fotos: A. Wörmann