Storchenkamera und Storchentagebuch

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Tagebuch

21. Mai 2018: Heute am Pfingstmontag sind bei strahlendem Sonnenschein drei aktive Jungstörche sehr schön im Nest zu beobachten. Am Horstrand sieht man deutlich ein lebloses Küken und möglicherweise auch ein sehr viel kleineres Küken, die die Regenfälle der letzten Tage nicht überlebt haben.

18. Mai 2018: Nach den Eisheiligen, die sich in diesem Jahr zwar feucht aber nicht sehr kalt gezeigt haben, sind im Horst heute 3 aktive Junge zu erkennen. Ein viertes, kleineres Küken liegt außerhalb der Nistmulde am Nestrand. Das ist für das Küken eine gefährliche Position, da es hier weder vom Altstorch gewärmt und geschützt werden kann und außerdem keine Nahrungsstücke erhält, die in die Nestmulde abgegeben werden. Durch die feuchte Witterung haben die Altstörche einige Nahrungstiere für die Jungen finden können wie beispielsweise Ringelnattern, Schermäuse oder Regenwürmer. Ob die Nahrungsmenge für die Entwicklung aller Jungstörche ausreicht, wird sich schon in den nächsten Tagen zeigen. Wichtig für eine erfolgreiche Jagd nach Beutetieren sind frisch gemähte Wiesen im Ilmtal und im Gerolsbachtal, da sich die Altstörche auf diesen freien Flächen sicher fühlen vor Feindangriffen.

9. Mai 2018: Im Abendlicht sind 5 aktive Küken im Nest zu erkennen. Das gestern beobachtete “leblose” Küken ist wahrscheinlich nur die Eischale des zuletzt geschlüpften Kükens gewesen, die von einem Altvogel aus der Nistmulde entfernt wurde. Leider sind die genauen Verhältnisse im Nest aber nicht eindeutig zu erkennen, da die Kamera nur Einzelbilder in das Netz liefert.

8. Mai 2018: Zur Mittagszeit sah es so aus, als ob ein Altstorch ein lebloses Küken aus der Nestmulde auf den Rand des Horstes gelegt hat. Es ist möglich, dass es das erst gestern geschlüpfte Junge ist, das im Vergleich zu den Geschwistern doch zu schwach gewesen sein könnte, um an ausreichend Nahrungsstücke zu gelangen.

7. Mai 2018: Das fünfte Ei liegt am Morgen nach wie vor im Nest. Im Laufe des Tages ist auch das letzte Küken geschlüpft, so dass in der Abendsonne deutlich fünf Köpfchen zu erkennen sind. Für das zuletzt geschlüpfte Küken wird es allerdings sehr schwer werden, da der Altersunterschied und damit der Entwicklungsvorsprung der Geschwister doch recht groß ist.

6. Mai 2018: Ob auch das fünfte Küken schon geschlüpft ist, ist leider nur schwer zu erkennen. Es sind deutlich 4 Köpfchen zu erkennen, wenn der Altvogel Nahrung in die Nestmulde abgibt.

5. Mai 2018: Das vierte Küken ist gegen Abend in der Nestmulde zu erkennen.

4. Mai 2018: Am frühen Morgen ist bereits das zweite Küken im Nest zu sehen. Am späteren Vormittag schaut es so aus, als ob auch das dritte Küken geschlüpft ist, zwei Eier sind noch deutlich im Nest zu erkennen.

3. Mai 2018: Heute Vormittag ist das erste Küken geschlüpft. Jetzt ist es wichtig, dass die Altstörche trotz der momentan herrschenden Trockenheit ausreichend Nahrung für die Kleinen finden.

28. April 2018: In den letzten 3 Wochen haben sich die beiden Altstörche regelmäßig beim Bebrüten der 5 Eier abgewechselt. Auch das Wetter hat in dieser Phase sehr gut mitgespielt. Nun bleibt zu hoffen, dass es nach dem Schlupf der Küken, der zwischen dem 1. und 3. Mai zu erwarten ist, einerseits nicht zu einer nasskalten Wetterperiode kommt, da die Küken ab einer bestimmten Größe von den Altvögeln nicht mehr ausreichend vor Nässe und Kälte geschützt werden können. Andererseits darf es aber auch nicht zu trocken bleiben, da sich der Mähzeitpunkt der für den Storch interessanten Nahrungswiesen zeitlich nach hinten verschiebt. Altstörche bevorzugen für die Nahrungssuche vor allem frisch gemähte Wiesen, da sie ihre Beutetiere hier leichter erkennen aber auch ihre Feinde wie Fuchs oder Marder frühzeitig entdecken können.

8. April 2018: Wenn sich die beiden Störche beim Bebrüten der Eier abwechseln, ist für kurze Zeit der Blick auf die Eier möglich. Es ist inzwischen nicht ganz einfach, die genaue Zahl der Eier festzulegen, es kann aber durchaus sein, dass ein fünftes Ei in der Nestmulde liegt.

6. April 2018: Das vierte Ei ist wahrscheinlich am gestrigen 5. April gelegt worden.

3. April 2018: Auch das dritte Ei ist bereits gelegt und die Störche haben mit dem Brüten begonnen. Wenn alles gut geht, dann können wir in den ersten Maitagen mit dem Schlupf der Küken rechnen.

31. März 2018: Am frühen Samstagnachmittag hat das Weibchen das zweite Ei gelegt.

29. März 2018: Heute am späten Abend liegt das erste Ei im Nest. In der Regel legt das Weibchen nun alle zwei Tage ein weiteres Ei. Mit dem regelmäßigen Bebrüten beginnen die Störche aber erst, wenn zwei bis drei Eier gelegt wurden. So ist gewährleistet, dass der Schlupf der Jungen zeitlich sehr nah zusammen liegt und die Jungen sich möglichst gleich entwickeln können.

7. März 2018: Das Storchenpaar ist heute wieder auf dem Horst eingetroffen. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Ankunft aufgrund der langen Kälteperiode um gut eine Woche verschoben. Erst die warme Luftströmung aus dem Südwesten Europas hat den Störchen den Rückflug ermöglicht. Gut zu verfolgen ist der Rückzug der besenderten Störche auch mithilfe der kostenlosen Smartphone-App “AnimalTracker”. Die drei besenderten Störche aus dem Landkreis sind Elfie (Pörnbach, geschlüpft 2015), Bembo Sparky (Pörnbach, 2016) und Adi (Reichertshofen, 2016). Diese drei Störche halten sich zur Zeit immer noch in Südfrankreich, Mittelspanien bzw. Südspanien auf.