Storchenkamera und Storchentagebuch

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Storchenjahr 2020
21. September

Auch das Männchen ist nun auf dem Zug in das Winterquartier. Während er die letzten Nächte allein auf dem Horst verbracht hat, blieb der Horst am Sonntag Abend und in der Nacht zu Montag leer. Wir werden unser Weißstorch-Paar im kommenden Jahr hoffentlich wieder auf dem Horst begrüßen können.

Das Storchentagebuch wird weitergeführt, denn die besenderten Jungstörche aus dem Landkreis Pfaffenhofen liefern interessante Bewegungsdaten. Ich werde in regelmäßigen Abständen den Zug der besenderten Störche an dieser Stelle vorstellen. 

16. September

Das Weibchen ist inzwischen auch auf dem Weg in das Winterquartier. Während es die letzten Tage immer noch gemeinsam mit dem Männchen im Ilmtal und im Gerolsbachtal auf Nahrungssuche zu beobachten war, ist das Männchen nun für wenige Tage und Nächte allein. Dann wird aber auch das Männchen zusammen mit einer Gruppe anderer Altstörche seinen Herbstzug beginnen.

10. September

Der Jungstorch ist zur Zeit noch immer in der Greifvogelstation. Bei dem Sturz in den Kamin hatte er sich eine Verletzung am Flügel zugezogen, die die Mitarbeiter der Station behandelt haben. Für die Behandlung musste dem Storch allerdings der Sender abgenommen werden. Nach Rücksprache mit Dr. Wolfgang Fiedler vom Max Planck Institut für Ornithologie in Radolfzell wurde entschieden, dass der Sender nicht wieder auf dem Storch angebracht wird, da der Vogel sonst noch längere Zeit in der Greifvogelstation verweilen müsste. So konnte unser Jungstorch bereits heute auf ein Kunstnest zur Aufzucht von Findelstörchen auf einer Freiflugfläche der Station gebracht werden (Foto: Andreas Lischke, Schweiz). Inzwischen ist der Jungstorch schon abgeflogen und befindet sich wieder auf seinem hoffentlich unfallfreien weiteren Weg in das Winterquartier. Mit etwas Glück können wir anhand von Ringablesungen auch in Zukunft erfahren, wo sich unsere beiden Jungstörche aus diesem Jahr aufhalten.

Vielen Dank an das Team des BirdLife-Naturzentrums Neeracherried, dem Hauswart der Baufirma, der Tierrettung sowie der Greifvogelstation Berg am Irchel für euer tolles Engagement bei der Rettung und Pflege unseres Pfaffenhofener Jungstorchs.

3. September

Die letzten beiden Tage waren aufregend, vor allem für unseren Jungstorch. Während der besenderte Jungstorch aus Pörnbach vor drei Tagen bereits weiter gezogen ist und inzwischen am Mittelmeer angekommen ist, zeigte das Bewegungsmuster unseres Jungstorchs aus Pfaffenhofen ein ganz anderes Bild. Nur sehr kurze Wegstrecken, die sich über zwei Tage um das gleiche Zentrum bewegen (Foto unten links: AnimalTracker), deuten nichts Gutes an. Ein Storch, der an zwei bis drei Tage offensichtlich nicht auf Nahrungssuche geht, hat massive Probleme. Für mich war das Grund genug, das in der Nähe des Aufenthaltsortes des Jungstorchs befindliche BirdLife-Naturzentrum anzuschreiben mit der Bitte, auf Suche nach dem Jungstorch zu gehen. Die Leiterin des Zentrums hat sich noch am gestrigen Nachmittag auf den Weg zu dem Baumarkt gemacht, um dort nach dem Storch zu suchen, bis zum Abend leider vergebens. Wir haben lange telefoniert und ich habe ihr mit Hilfe der AnimalTracker App beschrieben, dass es wahrscheinlich ist, dass sich der Jungstorch in einem Kamin auf dem Baumarktgelände befindet (Foto unten Mitte: Lena Escher, Schweiz). Daraufhin wurde der Marktleiter verständigt, der heute in der Früh an dem Kamin eine Luke öffnen konnte und tatsächlich den Jungstorch sichtlich unversehrt am Boden des Kamins stehen sah (Foto unten rechts: Lena Escher, Schweiz). Der Storch hat sich sehr wahrscheinlich von einer toten Lachmöwe ernährt, die am Boden des Kamins lag. Nur so konnte der Jungstorch die inzwischen drei Tage so gut überstehen. Schließlich wurde der Jungstorch erfolgreich geborgen. Er wird jetzt in einer nahe liegenden Greifvogel-Station mit Nahrung verwöhnt und aufgepäppelt, so dass er in wenigen Tagen seinen Weg in Richtung Süden fortsetzen kann.

31. August

Der besenderte Jungstorch ist weiter auf der West-Route unterwegs. Sein Zugweg ist in der Karte als grüne Linie zu sehen. Sehr interessant ist, dass er am 27. August nördlich des Bodensees mit einem besenderten Jungstorch aus Pörnbach (blaue Linie) zusammengetroffen ist und die beiden Jungstörche jetzt gemeinsam in einem Storchentrupp die Reise fortsetzen. Die letzten Tagen haben sie nördlich von Zürich bei Kloten in der Schweiz verbracht.  

20. August

Das Bewegungsmuster des Jungstorchs zeigt, dass er gestern Vormittag von Dasing nach Friedberg bei Augsburg geflogen ist und von dort entlang des Lechtals Richtung Süden bis Bernbeuren (nördlich vom Forggensee), wo er am frühen Nachmittag ankam. Die Zugrichtung deutet bereits darauf hin, dass unser Jungstorch ein Westzieher ist, das bedeutet, dass er über die Schweiz und Frankreich nach Spanien ziehen wird. Bei den anderen im Landkreis besenderten Jungstörchen ist einer der Pörnbacher Jungstörche sicher ein Ostzieher, er ist zur Zeit bereits in der Nähe des Bosporus, ein ähnliches Bewegungsmuster zeigen die Jungstörche aus Baar-Ebenhausen und Hohenwart. Bei dem zweiten besenderten Jungstorch aus Pörnbach ist die Zugrichtung noch nicht eindeutig, da er sich nach wie vor im Raum Abensberg aufhält. 

Die beiden Altstörche haben inzwischen ihren Horst wieder ganz für sich und können sich von den „Strapazen“ der letzten Wochen erholen. Sie kommen abends kurz nach Sonnenuntergang zurück zum Horst, verbringen die Nacht auf dem Horst und verlassen ihn in der Früh kurz nach Sonnenaufgang, um tagsüber auf den Wiesenflächen im Ilm- und Gerolsbachtal gemeinsam auf Nahrungssuche zu gehen.  

18. August

Der zweite Jungstorch hat inzwischen ebenfalls den Horst verlassen und befindet sich auf dem Wegzug in das Winterquartier. Seine letzte Nacht auf dem Horst verbrachte er vom 15. auf den 16. August.
Interessant ist, dass der besenderte Jungstorch, der sich in den letzten Tagen im Glonntal bei Hohenkammer aufgehalten hat, am 16. August wieder zurück nach Pfaffenhofen geflogen ist (vgl. Karte unten). Möglicherweise hat sich der noch auf dem Horst befindliche Jungstorch diesem Storchentrupp angeschlossen. Das Bewegungsmuster zeigt sehr schön, dass der Zug von Pfaffenhofen in Richtung Westen bis südlich von Schrobenhausen ins Paartal ging und entlang des Flusslaufs weiter Richtung Süden an Aichach vorbei bis zu den Wiesen- und Ackerflächen nördlich von Dasing. Diese Flächen werden jedes Jahr von den Storchentrupps zur Nahrungssuche aufgesucht. 

11. August

Die vergangene Nacht hat nur einer der beiden Jungstörche auf dem Horst verbracht. Der Blick auf das Bewegungsmuster des gestrigen Tages zeigt, dass sich der andere besenderte Jungstorch auf einen längeren Ausflug begeben hat (vgl. Karte unten). Gegen 12 Uhr ist er zunächst Richtung Norden bis Haimpertshofen nördlich von Heißmanning geflogen und hat dort die Thermik genutzt, um mithilfe der warmen Aufwinde in größere Höhen zu gelangen. Von dort ging es dann weiter in Richtung Süden über Eberstetten und Niederthann bis nach Allershausen, wo sich der Jungstorch über der Glonn noch einmal in die Höhe schrauben konnte und Richtung Westen bis Hohenkammer geflogen ist. Den Nachmittag verbrachte der Jungstorch zur Nahrungssuche auf den Wiesen im Glonn-Tal, gegen 18 Uhr fand er sich schließlich auf dem Dach eines Bauernhofes ein, wo er vermutlich die Nacht verbringen konnte. Das genaue Bewegungsmuster des Jungstorchs ist in der Karte unten zu sehen. 

Auch der zweite Jungstorch wird sich nun bald auf den Weg in das Winterquartier begeben. Jungstörche benötigen für den ersten Zug in den Süden mehrere Wochen, da sie noch viel Flugerfahrung sammeln müssen. Die Altstörche legen die Strecke dagegen in nur wenigen Tagen zurück, da sie sich als erfahrene Zieher den direkten Weg bereits in den vergangenen Jahren einprägen konnten. 

Die Altstörche werden nach der anstrengenden Zeit der Jungenaufzucht in den kommenden Tagen wieder mehr Zeit gemeinsam auf dem Horst verbringen und sich erholen, bis auch sie ins Winterquartier aufbrechen. Häufig starten sie den Zug ins Winterquartier getrennt voneinander, denn Weißstörche sind nur während der Brutzeit als Paar zusammen. Wenn alles gut läuft, dann treffen sie sich aber im kommenden Frühjahr wieder hier auf dem Horst zu einer neuen Brutsaison.

Die Übertragung der Storchenkamera wird in Kürze für dieses Jahr beendet werden.
Das Storchentagebuch wird natürlich weitergeführt, so dass wir die spannende Reise unseres besenderten Jungstorchs weiter mitverfolgen können. 

7. August

Die Jungstörche haben gestern den ersten Ausflug in das Gerolsbachtal unternommen. Vormittags zwischen 9 Uhr und 9.30 Uhr haben sie nordwestlich von Niederscheyern die Thermik genutzt, um sich ohne viel Energieaufwand in Kreisen in die Höhe heben zu lassen. Dieses kreisende Bewegungsmuster ist sehr schön auf der unten gezeigten Karte zu sehen. Nachdem die Jungstörche so an Höhe gewonnen haben, können sie anschließend eine lange Strecke segeln. Um kurz nach halb 10 Uhr trafen die Jungstörche schließlich wieder auf der Wiese am Blockheizkraftwerk ein. 

6. August

Die beiden Jungstörche lassen sich noch immer von ihren Eltern füttern. Dabei fliegen die Jungen frühmorgens auf eine gemähte Wiese nahe dem Blockheizkraftwerk und warten dort, bis einer der Altstörche angeflogen kommt. Das untere Foto zeigt die beiden Jungstörche, wie sie auf ein Elterntier warten. Ist der Altstorch gelandet, beginnen die Jungen mit dem Bettelverhalten, das auch auf dem Horst immer sehr gut zu beobachten war: geduckte Haltung der Jungen mit ausgebreiteten Flügeln und forderndes Berühren des Schnabels des Altvogels. Der Altvogel entfernt sich dann aber ein paar Meter von den Jungen und würgt schließlich die Nahrungsteile auf die Wiese. Die Jungen laufen dem Altstorch hinterher, um möglichst zuerst an der Nahrung zu sein (oberes Foto). Ist der Altstorch nicht bei den Jungstörchen, so versuchen sich die Jungen auch selber im Erbeuten von Nahrung, wie beispielsweise Heuschrecken oder Regenwürmer. 

Nun bleibt abzuwarten, wie lange die Altstörche ihre Jungen noch mit Futterlieferungen verwöhnen. Bleibt die Versorgung von Elternseite aus, müssen die Jungstörche selbständig auf gemähten Wiesen nach Nahrung suchen und können sich bald auf den spannenden Weg ins Winterquartier begeben.

29. Juli

Inzwischen sind wieder zwei Wochen vergangen und unsere beiden Jungstörche üben sich fleißig im Abfliegen vom Horst, im Landanflug auf den Horst und was natürlich ganz wichtig ist auch in der eigenständigen Nahrungssuche. Dazu fliegen die beiden frühmorgens regelmäßig auf eine vor kurzem gemähte Wiese östlich des Blockheizkraftwerks unterhalb des Kreiskrankenhauses. Kurze Zeit später kommt auch einer oder sogar beide Altstörche dorthin, um mit den Jungen die Nahrungstiere zu finden. Momentan werden es hauptsächlich Heuschrecken sein, die gefressen werden, aber auch Wühlmäuse gehören auf den Speiseplan. Die unverdaulichen Reste dieser haarigen Säugetiere werden von den Jungstörchen als Speiballen wieder hervorgewürgt. Das ist manchmal in den frühen Morgenstunden auf dem Horst kurz vor dem Abflug bei den Jungstörchen zu beobachten. Nur einmal ist der Jungstorch auch kurz auf einer Wiese bei Reisgang nahe der B13 gewesen. 

Das Bewegungsmuster des Jungstorchs ist auf der unten eingefügten Karte gut zu erkennen. Hier sind die Ausflüge zwischen dem 22. und 28. Juli dargestellt.

Die beiden Pfaffenhofener Jungstörche sind noch zurückhaltend, was etwas längere Ausflüge bzw. zurückgelegte Strecken angeht. Ähnlich verhält sich auch der in Baar-Ebenhausen besenderte Jungstorch, der wie unsere Pfaffenhofener Jungstörche die Nächte immer noch auf dem heimischen Horst verbringt. Dagegen sind die beiden besenderten Jungstörche aus Pörnbach und der besenderte Jungstorch aus Hohenwart bereits auf ihrem Flug in Richtung Süden. Gemeinsam sind sie an Pfaffenhofen vorbei zunächst zum Flughafen in Erding geflogen und haben Rast in Dorfen und Markt Schwaben gemacht. Ein Pörnbacher Jungstorch ist von dort Richtung Norden nach Mainburg geflogen, während die beiden anderen Jungstörche weiter nach Süden bis südlich von Rosenheim gekommen sind. Es wird spannend zu beobachten, wie der weitere Zugverlauf auch bei diesen besenderten Jungstörchen ausschauen wird. 

Die beiden Altstörche sind in den letzten Tagen immer wieder dabei zu beobachten, wie sie den von den Jungstörchen tagsüber verlassenen Horst nutzen, um zu entspannen und die Ruhe zu „genießen“. Sobald ein Jungstorch zum Horst zurückkehrt, verlassen sie sofort das Nest, um wieder auf Nahrungssuche zu gehen. Eine Fütterung der Jungstörche auf dem Horst findet nur noch ganz selten statt. Die meisten Nächte verbringt aber nach wie vor einer der Altstörche mit den Jungen auf dem Horst.

14. Juli

Die „Strategie“ der Altstörche hat funktioniert! Heute ist auch der zweite Jungstorch zu seinem ersten Flug gestartet, um die Umgebung des Horstes zu erkunden. Über eine Stunde lang war er unterwegs, vielleicht war er auch schon auf Nahrungssuche. An welchen Orten er sich tatsächlich aufgehalten hat, ist heute gegen Abend auf AnimalTracker zu sehen, denn dann werden die auf dem Sender gespeicherten GPS-Tagesdaten hochgeladen und sind dann für die Öffentlichkeit sichtbar.

11. Juli

Wie bekommt man einen Jungstorch dazu, das „bequeme“ Leben auf dem Horst, wo man regelmäßig Futter serviert bekommt, langsam aufzugeben und sich selber auf die Suche nach Nahrung zu machen? 

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: der Altstorch kommt in der Früh zum Horst, um die Jungstörche zu füttern. Bei seinen nächsten Ankünften am Horst bringt er keine Nahrung mehr mit, fliegt nach nur kurzer Zeit gleich wieder davon und lässt so die langsam hungrig werdenden Jungstörche allein zurück. Jungstörche haben übrigens kurz vor dem Flüggewerden so viel Gewicht, wie sie in ihrem Leben nicht wieder haben.

So lief es auch heute ab: der Altstorch fütterte die Jungen um 7 Uhr, erschien nur kurz um 10 Uhr und um 11.30 Uhr, um ein paar Äste abzulegen. Die Jungstörche begannen erkennbar unruhig zu werden. Der etwas aktivere Jungstorch erkundete ganz mutig und neugierig das Podest, auf dem der Horst aufgesetzt ist und das über eine Querstange erreichbar ist.  Um kurz nach 13 Uhr startete dieser Jungstorch dann mit seinem zweiten längeren Ausflug. Nach 30 Minuten landete er wieder sicher bei seinem Geschwister auf dem Horst, der ihn schon mit eifrigem Schnabelklappern empfing. Um 14 Uhr flog der Jungstorch gleich ein weiteres Mal auf Erkundungstour und landete wieder eine halbe Stunde später erfolgreich auf dem Horst. Das Männchen, das kurz zuvor zum Horst zurück gekehrt war, verließ gleich nach der Ankunft des Jungstorchs wieder den Horst und damit auch ohne die Jungen gefüttert zu haben.

7. Juli

Der erste der beiden Jungstörche ist flügge. Nachdem die Luftsprünge der jungen Störche in den letzten Tagen immer größer wurden, hat heute am frühen Nachmittag der aktivere der Jungstörche versucht, hoch zur Kamera zu fliegen. Nachdem die Landung dort aber nicht geglückt ist, ist er weiter geflogen und hat zunächst den Horst umkreist. Später ist ihm der Anflug besser gelungen. Insgesamt fast zwei Stunden hat der Jungstorch seine neue Freiheit genießen können, dann ist er wieder zu seinem Geschwister auf dem Horst zurückgekehrt. Der Anflug und die Landung auf dem Horst sah dabei schon fast professionell aus. In wenigen Tagen wird auch der andere Jungstorch so weit sein, dass er gemeinsam mit seinem Geschwister und den Altvögeln die Umgebung des Horstes erkunden kann.

26. Juni

Die vor zwei Wochen im Landkreis Pfaffenhofen besenderten Jungstörche sind inzwischen auf der AnimalTracker-App freigeschaltet und sichtbar. Von unseren beiden Pfaffenhofener Jungstörchen ist nur einer der beiden zu sehen, da bei dem anderen Jungstorch leider ein Fehler in der Sendersteuerung vorliegt. Um diesen Fehler zu beheben, wäre es nötig gewesen, den Jungstorch noch einmal vom Horst zu holen. Da aber die Störche inzwischen schon in einem Alter sind, dass sie bei einer Störung versuchen würden zu fliehen und damit vom Horst zu springen, wird diese Aktion natürlich nicht durchgeführt. Bisher ist noch nicht bekannt, welches Geschlecht die beiden Jungstörche in Pfaffenhofen und auch die anderen besenderten Jungstörche im Landkreis besitzen. Mit den bei der Besenderung gewonnenen Federproben werden die Geschlechter der Jungstörche in einem genetischen Labor vom Max Planck Institut für Verhaltensbiologie bestimmt.

24. Juni

Die beiden Jungstörche entwickeln sich sehr gut. Inzwischen werden auch Feldmäuse und Maulwürfe verfüttert. Ein größerer Seefrosch, der gestern vom Männchen hervorgewürgt wurde, war allerdings zu groß für die Jungen und wurde daher vom Männchen wieder selbst geschluckt. Das Hervorwürgen dieser großen Futterstücke scheint ziemlich anstrengend für den Altstorch zu sein. Für den Jungstorch ist es wichtig, so schnell wie möglich und am besten schneller als der Geschwister an die Nahrung zu kommen. So stecken die Jungen ihren Schnabel beim Betteln nach Nahrung ganz nah am Schnabelansatz des Altstorchs in dessen Schlund, um die Nahrung direkt aus dem Schnabel herauszuziehen, sobald sie hervorgewürgt wird. Dabei kann auch beobachtet werden, dass sich die beiden Jungstörche ganz unterschiedlich verhalten. Während der eine Jungstorch sehr fordernd und drängend auftritt, ist der andere Jungstorch eher zurückhaltend und abwartend. Das hat natürlich zur Folge, dass der „frechere“ der beiden Jungstörche auch an mehr Nahrungsteile kommt. Dieser Storch ist tatsächlich auch schon etwas weiter in der Entwicklung. Er ist bereits eifrig dabei, durch häufiges Flügelschlagen seine Flugmuskulatur zu stärken. Beide Jungstörche genießen inzwischen auf dem Horst auch deutlich mehr „Freiheiten“. Sie verbringen viel Zeit alleine auf dem Horst, sie beschäftigen sich schon ein wenig mit Nestbauaktivitäten oder liegen ganz entspannt nebeneinander in der Nestmulde.

Die Altstörche haben im Laufe der letzten beiden Wochen ganz unterschiedliche Rollen übernommen. Das Männchen trägt viel häufiger und auch mehr Nahrung ein als das Weibchen. Allerdings bleibt das Männchen nur kurz auf dem Horst, um die Jungen zu füttern, danach fliegt er entweder sofort nach oben auf die Abdeckplatte über der Kamera oder sucht besonders in den Vormittagsstunden in der Umgebung des Horstes nach Ästen, Heu oder Stroh, um den Horst auszubessern. Das Männchen verbringt nur längere Zeit bei den Jungstörchen, wenn er mit Nestbauaktivitäten beschäftigt ist. Dabei wird er sehr aufmerksam von den Jungstörchen beobachtet, die auf diese Weise bestimmte Verhaltensweisen erlernen. Das Weibchen dagegen bleibt nach einer Fütterung deutlich länger bei den Jungen auf dem Horst. Es ist in den letzten Tagen vor allem auch das Weibchen, das die Nächte auf dem Horst und damit bei den Jungen verbringt.

14. Juni

Für den gestrigen Nachmittag habe ich die Beringung und Besenderung der Jungstörche im Landkreis Pfaffenhofen organisiert. Die erste Station war Pfaffenhofen mit 2 Jungstörchen, anschließend Pörnbach (2), Baar-Ebenhausen (2) und Hohenwart (2). Martin Rieder von der Firma Rieder Arbeitsbühnen hat uns auch in diesem Jahr wieder bei unserer Aktion unterstützt, wofür wir sehr dankbar sind.

Mit Hilfe der Hebebühne wird zunächst am Horst beobachtet, ob die Jungstörche noch das typische Verhalten zeigen, bewegungslos in der Nestmulde zu verharren, bis die Gefahr vorüber ist. Man nennt dieses Verhalten „Akinese“ und kann bei den Jungstörchen zum Beispiel auch beobachtet werden, wenn eine Rabenkrähe einen Altstorch auf dem Horst attackiert. Ab einem bestimmten Alter geht dieses Verhalten verloren und ein Jungstorch würde bei einer Bedrohung nicht in der Nestmulde liegen bleiben, sondern versuchen anzugreifen oder zu fliehen – und das würde im schlimmsten Fall den Absturz des Jungen vom Horst bedeuten. Das gilt es natürlich auf alle Fälle zu vermeiden. Nachdem Clemens Krafft, der LBV-Fachmann für Vogelberingungen, sich überzeugen konnte, dass die Jungstörche in der Nestmulde liegen bleiben, wurden beide Junge am linken Bein mit einem Ring mit einer individuellen Buchstaben- und Ziffernkombination beringt. Bevor die Hebebühne zusammen mit den beiden Jungstörchen nach unten gebracht wurden, wurde noch das gestorbene Junge aus dem Nest geborgen und auch eine Plastikfolie sowie eine Zigarettenschachtel entfernt.

Die Besenderung führte auch in diesem Jahr wieder Dr. Wolfgang Fiedler durch. Wolfgang Fiedler ist Wissenschaftler am Max Planck Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell und Wissenschaftlicher Leiter der Beringungszentrale der Vogelwarte Radolfzell. Der Sender, der schon bald die ersten Signale senden wird und damit den Aufenthaltsort des Tieres anzeigt, wird dem Jungstorch wie ein kleiner Rucksack auf dem Rücken befestigt. Das Tier wird für weitere wissenschaftliche Auswertungen zudem vermessen. So wurde von den beiden Jungen die Schnabellänge und die Schnabelbreite am Schnabelansatz sowie die Länge des Fußes erfasst. Nach dem Wiegen des jungen Tiers (3,2 und 3,6 kg) wurde auch noch eine Feder entnommen, um im Labor das Geschlecht des Tieres zu bestimmen. Beide Jungstörche zeigten insgesamt einen guten Gesundheitszustand. Schließlich wurden die beiden Jungstörche wieder zurück in den Horst gesetzt. Nach etwa 50 Minuten flog das Männchen, das während der gesamten Aktion über dem Horst kreiste, den Horst  wieder an, um sich wieder um die Jungen zu kümmern.

10. Juni

Heute Nacht ist der schwächste Jungstorch gestorben. Er ist 5 Wochen alt geworden.

Im Laufe des gestrigen Tages hat sich bereits abgezeichnet, dass der Jungstorch zu schwach ist, um an die Futterstücke zu gelangen. Insgesamt elf Mal haben die Altstörche gestern Nahrung für die Jungen herangeschafft, nur einmal hat das kleinste Junge mitgefressen. Das war um halb 8 Uhr in der Früh. Seitdem lag es leblos in der Nestmulde. Bis zum Abend konnten noch leichte Atembewegungen und manchmal auch Bewegungen des Kopfes und der Flügeldecken an dem Tier beobachtet werden. Die beiden stärkeren Jungstörche haben sich häufig mit der Brust und dem Kopf auf den Rücken des kleinen Jungstorchs gelegt. Das ist ein Verhalten, das wir auch schon in anderen Horsten beobachten konnten. Die größeren Jungstörche nutzen den Rücken des schwachen Tiers um zu vermeiden, dass ihr eigenes Bauchgefieder durch die feuchte Nestmulde durchnässt wird. Dies erhöht die Überlebenschancen der größeren Jungstörche bei länger andauernder schlechter Witterung.

Der tote Jungstorch wird wahrscheinlich auf dem Horst liegen bleiben. Häufig ziehen die Altstörche das tote Tier an den Horstrand und bedecken es anschließend mit Nistmaterial. Zum Teil wurde auch beobachtet, dass die Altstörche das verendete Tier über den Horstrand werfen, um zu vermeiden, dass die verbleibenden Jungstörche durch das verwesende Tier gesundheitlich geschädigt werden.

9. Juni

Der gestrige trockene und teils auch sonnige Tag hat etwas Besserung gebracht für die Jungstörche. Die beiden Altstörche waren eifrig dabei, Nahrung zu den Jungen zu bringen, so dass gegen Abend alle drei Jungstörche wieder auf den Beinen waren und auch ihr Gefieder gepflegt haben. Es ist ein recht aktiver Jungstorch auf dem Horst, der sich auch schon intensiv am Stärken der Flugmuskulatur übt. Bei den Angriffen der Rabenkrähe ist auch zu beobachten, wie dieser Jungstorch schon ganz mutig das Elterntier nachahmt und auch ein Abwehrverhalten zeigt. Der nächstgrößere Jungstorch scheint auch fit zu sein, allerdings legt er sich etwas häufiger in die Nestmulde als das kräftigere Geschwister. Ein großes Problem hat nach wie vor das kleinste der drei Jungen, das möglicherweise auch das zuletzt geschlüpfte Küken ist. Leider steht es am heutigen Vormittag nicht mehr auf, es ist auch zu schwach, an die Futterstücke zu kommen, die die Altstörche in die Nestmulde würgen. Die beiden Geschwister sind deutlich schneller an der Nahrung, so dass das kleinste Junge ohne Nahrungszufuhr bleibt und damit immer schwächer wird. Das durchgenässte Gefieder führt zudem zur Abkühlung des Körpers, häufig ist eine Nierenentzündung die Folge, was schließlich zu einem mehrfachen Organversagen führen kann. Leider sind die Aussichten für das kleine Junge nicht gut.

7. Juni

Innerhalb einer Woche hat sich die Situation für die Jungstörche doch erheblich verschlechtert. Die stundenlangen Regenfälle bei mäßigen Temperaturen machen den jungen Störchen große Probleme. Das Gefieder kann die Feuchtigkeit für eine bestimmte Zeit abhalten und dadurch verhindern, dass die Nässe bis auf die Haut vordringt und den Körper auskühlt. Allerdings ist das bei länger anhaltendem Regen nicht mehr möglich. Die Altstörche versuchen immer wieder, den Regen von den Jungen abzuhalten, indem sie sich mit ausgebreiteten Flügeln schützend über die Jungen stellen oder sich über die Jungen legen. Da die Jungstörche aber inzwischen schon recht groß sind, können sie nicht vollständig bedeckt werden. Ein weiteres Problem stellt auch die Staunässe dar, die sich in der Nestmulde bildet. Wenn sich die Jungstörche hinlegen, durchnässt das Bauchgefieder in Kürze bis auf die Haut.

Wichtig für die Jungstörche ist jetzt, dass sie von den Altstörchen mit ausreichend Nahrung versorgt werden. Nur so können die Jungen die Nährstoffe in Energie umwandeln, um die Organfunktionen und eine konstante Körpertemperatur zu erhalten. Da die Weißstörche nur auf Wiesen und Äckern mit nur mäßig hohem Bewuchs nach Nahrung suchen, könnte das in den kommenden Tagen zu einem weiteren Problem für die Jungstörche führen. Regen ist positiv für das Pflanzenwachstum. Da die Wiesen aber nur bei trockenem Wetter gemäht werden, wird es noch dauern, bis die Weißstörche wieder frisch gemähte Flächen für ihre Nahrungssuche nutzen können. Zur Zeit sind es vor allem Regenwürmer, die von den Altstörchen besonders an Wiesen- und Ackerrändern gesammelt und an die Jungen verfüttert werden.

1. Juni

Es ist sehr beruhigend zu sehen, dass sich alle drei Jungstörche in diesem Jahr so gut entwickeln. Die Altstörche sind eifrig dabei, Nahrung für die Kleinen zu sammeln. Dabei ist gut zu erkennen, dass die Futterstücke inzwischen schon deutlich größer sind, als in den ersten Wochen nach dem Schlupf. Diese Futterstücke werden im Kropf und auch im Magen des Altstorchs gesammelt, um später durch Zusammenziehen der Muskulatur der Speiseröhre wieder nach oben befördert zu werden. Die Jungstörche verstärken diesen Würgeinstinkt des Altstorchs durch intensives Betteln, indem sie die Schnabelwurzel des Altstorchs mit ihren Schnabelspitzen wiederholt berühren.

26. Mai

Heute sind unsere Jungstörche bereits drei Wochen alt und sie haben sich sehr gut entwickelt. Das um einen Tag jüngere Küken ist etwas kleiner als die beiden Geschwister. Bei der Futterübergabe durch die Altstörche ist es meist auch das jüngere Küken, das sich nur die kleineren Futterstücke schnappen kann, die größeren Stücke werden ganz schnell von den Geschwistern geschluckt. Wenn die Altstörche in den kommenden Wochen weiterhin ausreichend Nahrung finden, ist es durchaus möglich, dass in diesem Jahr alle drei Jungstörche flügge werden.

19. Mai

In den letzten Tagen haben die drei Küken immer mehr „Freiheit“ genießen können. Das liegt einerseits daran, dass das sonnige und warme Wetter kein andauerndes Beschützen durch die Altvögel mehr erfordert, andererseits wachsen die Jungen aber auch ganz gut heran und werden selbständiger. Einer der Jungstörche hat heute sogar schon den Weg bis an den Horstrand gewagt, hat sich dann aber, unterstützt durch einen Altvogel, wieder zurück zu den Geschwistern in die Nestmulde begeben. Immer wieder sieht man eine Krähe, die Angriffe auf den Horst fliegt, heute war auch wieder ein Fremdstorch zu sehen, der den Horst umkreist. Natürlich sind die Altstörche immer sehr aufmerksam und beschützen ihren Nachwuchs durch weites Ausbreiten der Flügel. Sehr schön ist auch zu beobachten, dass die Altstörche ihre Jungen vor zuviel Sonne und Wärme schützen, indem sie ihnen mit ihrem Körper Schatten spenden.

16. Mai

Alle drei Küken sind gut über die kühlen und feuchten Tage der Eisheiligen gekommen. Eines der drei Jungen ist doch erkennbar kleiner als die anderen beiden. Es ist meist nicht als erstes Junges an dem Futter, das der Altstorch in die Nestmulde auswürgt und tut sich schwer, sich gegen die Geschwister durchzusetzen. Dennoch ist zu beobachten, wie es die kleinen Futterstücke, meist Regenwürmer ergattern kann und eifrig schluckt. Wenn die Altstörche in den kommenden Tagen ausreichend Futter auf den Wiesen im Ilm- und Gerolsbachtal finden, wird auch das kleinere Küken durchaus Überlebenschancen haben.

Besonders beeindruckend und wirklich schön anzusehen ist es zur Zeit, wenn immer mal wieder ein Junges mit dem Kopf unter dem Flügel des Altstorchs rausschaut und dann zu klappern beginnt. Der Altstorch schaut sich das Junge ganz interessiert an und berührt es sanft mit der Schnabelspitze.

12. Mai

Es ist eine Woche vergangen, dass die Küken geschlüpft sind. Alle drei Küken entwickeln sich sehr gut, die Köpfchen werden inzwischen schon sehr schön in die Höhe gestreckt um nach Futter zu betteln. Es ist eigentlich nicht mehr möglich, das um einen Tag jüngere Küken von den anderen beiden Küken zu unterscheiden. Die Altvögel fliegen abwechselnd auf Nahrungssuche und es ist sehr schön zu beobachten, wie die Küken in den vergangenen Tagen vor allem mit Regenwürmern gefüttert werden. Futterreste, die für die Jungen noch zu groß zum Schlucken sind, werden wieder von den Altvögeln aufgenommen.

Immer wieder werden die Altstörche auf dem Horst gestört. Neben einer Rabenkrähe und auch einem Turmfalken, der unterhalb des Horstes häufig an einem Spalt zu beobachten ist, fliegt immer wieder ein Fremdstorch über den Horst. Beide Altstörche verteidigen ihren Horst durch intensives Klappern und durch Ausbreiten der Flügel. Manchmal wird der Eindringling auch im Flug verfolgt und vertrieben. Bei den Fremdstörchen kann es sich um Junggesellen oder auch Junggesellinnen handeln, die in der Gegend nach möglichen Brutmöglichkeiten für das kommende Jahr suchen. Eine wirkliche Gefahr stellen die Eindringlinge allerdings für unser Storchenpaar nicht dar, da das Männchen und das Weibchen gemeinsam ihren Horst und die Brut sehr erfolgreich verteidigen.

6. Mai

Das dritte Küken ist geschlüpft. Um kurz vor 15 Uhr war an dem Ei ein Sprung in der Eischale zu sehen, um kurz nach 15 Uhr sah es durchaus so aus, als ob sich bereits ein drittes kleines Köpfchen bewegt. Eine Stunde später, nachdem das brütende Männchen wieder aufgestanden ist, konnte man das dritte Küken eindeutig erkennen.

Die Tatsache, dass die drei Küken innerhalb von nur 2 Tagen geschlüpft sind, ist natürlich für die erfolgreiche weitere Entwicklung aller drei Küken von großer Bedeutung. Die Größenunterschiede zwischen den Jungen sind nicht stark ausgeprägt, so dass jedes der Küken die gleiche Chance haben sollte, an die Futterstücke zu kommen, die der Altstorch in die Nestmulde auswürgt.

5. Mai

Heute Nachmittag ist um etwa 15 Uhr das erste Küken geschlüpft. Man konnte sehr gut beobachten, dass das Weibchen, das zu dieser Zeit gerade mit dem Brüten beschäftigt war, sehr häufig aufgestanden ist, um die Eier in der Nestmulde zu kontrollieren. Ganz vorsichtig hat sie mit ihrem Schnabel das Material in der Nestmulde zwischen den Eiern aufgelockert. Dabei war ein kleines, sich bewegendes Köpfchen zwischen den Eiern bzw. den Eischalen sichtbar. Nur kurze Zeit später ist dann auch das zweite Küken geschlüpft und ein weiteres Köpfchen war zu erkennen.

27. April

Es ist sehr beruhigend zu beobachten, wie komplikationslos die Brutphase abläuft. Der Wechsel zwischen Männchen und Weibchen läuft sehr harmonisch. In der Literatur wird berichtet, dass das Weibchen mehr Zeit auf den Eiern verbringt als das Männchen. Zu der Frage, ob das auch für unser Storchenpaar zutrifft, werde ich in einem der nächsten Einträge Auskunft geben können. Die Eier bleiben beim Wechsel nur wenige Minuten ohne Wärmezufuhr. Die Altstörche drehen regelmäßig die drei Eier in der Nestmulde, was für die problemlose Entwicklung der Küken im Ei von großer Bedeutung ist. Das Gras- und Moosmaterial in der Nestmulde wird immer wieder aufgelockert, so dass unter anderem auch die Wärmezufuhr zu den Eiern verbessert wird. In den letzten Tagen war immer wieder zu beobachten, dass ein Turmfalke und auch ein weiterer Weißstorch Scheinangriffe auf die Altstörche flogen. Mit intensivem Klappern und heftigem Flügelschlagen konnten unsere Altstörche diese Angriffe aber jedesmal erfolgreich abwehren.

Während in anderen Weißstorchhorsten in Bayern bereits die Jungen geschlüpft sind (s.u.), dauert es bei uns in Pfaffenhofen noch ein wenig. Bei einer durchschnittlichen Brutdauer von 32 Tagen können wir mit dem Schlupf unserer Küken zwischen dem 6. und 8. Mai rechnen.

In Mittelfranken brütet ein Weißstorchweibchen bereits im siebten Jahr erfolgreich, vor einer Woche sind drei Junge geschlüpft. Dieses Weißstorchweibchen, genannt Marianne, ist vor neun Jahren im Pörnbacher Horst geschlüpft.

12. April

Das Storchenpaar bebrütet die Eier inzwischen schon seit einer Woche. Es ist bei dem jungen Weibchen auch bei den drei Eiern geblieben. Das verbessert die Chance für alle drei Küken, dass sie ausreichend mit Nahrung versorgt werden können.

In den letzten Tagen konnte man immer wieder beobachten, wie Fremdstörche über den Horst geflogen sind. Auf den Wiesen zwischen Hettenshausen und Reisgang hielten sich bis zu vier Störche gleichzeitig bei der Nahrungssuche auf. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um „Junggesellen“, die in ihrem ersten oder zweiten Lebensjahr gemeinsam die künftigen Sommerquartiere erkunden.

6. April

Das Weibchen hat das dritte Ei gelegt und beginnt jetzt, im Wechsel mit dem Männchen, mit dem kontinuierlichen Bebrüten der Eier. So beginnt die Entwicklung der Küken in den Eiern zeitgleich, wodurch der Schlupf innerhalb nur weniger Tage stattfinden wird und die Größenunterschiede der Küken dadurch möglichst gering sind. Größere Küken haben Vorteile bei der Nahrungsübergabe, da sie sich gegenüber den kleineren und schwächeren Küken durchsetzen können und schneller an die in die Nestmulde abgegebenen Nahrungsteile kommen.

4. April

In den frühen Morgenstunden, etwa um 2.45 Uhr, hat das Weibchen das zweite Ei gelegt. Dieses Mal sah der Legevorgang im Vergleich zum ersten Ei schon deutlich unkomplizierter aus. Auch das Männchen stand entspannt am Horstrand und musste das Weibchen beim Legevorgang nicht mit Schnabelberührungen unterstützen.

2. April

Heute früh um etwa 1 Uhr hat das Weibchen das erste Ei gelegt. Es ist faszinierend, mit Hilfe unserer Kamera „live“ beobachten zu können, wie das Weibchen innerhalb von etwa vier Minuten durch intensives Pressen das Ei durch die Kloake drückt. Das Männchen scheint dabei das Weibchen in dieser Situation durch Schnabelberührungen im Bereich der Kloake zu unterstützen. Das Ei wird von beiden Störchen mit den Schnäbeln begutachtet und das Gras in der Nestmulde einige Minuten lang aufgelockert. Schließlich setzt sich das Männchen schützend auf das Ei, so dass es bei den niedrigen Nachttemperaturen von -5°C nicht zu sehr auskühlt.

Wir können nun im Abstand von jeweils 2 Tagen mit den nächsten Eiern rechnen. Erst mit der Ablage des dritten Eis werden die beiden Störche mit dem kontinuierlichen Bebrüten der Eier beginnen, so dass der Schlupf der einzelnen Küken in etwa 4 Wochen möglichst zeitnah abläuft.

1. April

Unser Storchenpaar hat sich inzwischen sehr gut aneinander gewöhnt und die Bindung gefestigt. Das Männchen sammelt Äste und in den letzten Tagen auch weiches Gras und Heu zum Auslegen der Nestmulde. Das Weibchen verlässt den Horst nur, um auf Nahrungssuche zu gehen, Nistmaterial sammelt sie bisher kaum. Die Pflege des Nestes ist die Hauptaufgabe des Männchens, das Weibchen trägt nur zeitweise dazu bei. Meist pickt das Weibchen im Gras und Heu in der Nestmulde, um diesen Bereich aufzulockern. Nach den immer noch recht häufig stattfindenden Begattungen auf dem Horst, 10 bis 15 mal in 24 Stunden, legt sich das Weibchen häufig in die Nestmulde. Beide Störche verbringen viel Zeit mit intensiver Gefiederpflege. Immer wieder ist auch intensives Klappern von Männchen und Weibchen zu beobachten, das einerseits zur Stärkung der Paarbindung, aber auch zur Reviermarkierung eingesetzt wird.

21. März

In den vergangenen Tagen war sehr gut zu beobachten, wie die beiden Störche ihre Bindung gefestigt haben. Es fanden sowohl tagsüber wie auch des nachts viele Begattungsversuche des Männchens statt. So konnte ich am 18. März insgesamt 14 mal beobachten, wie das Männchen auf das Weibchen aufgestiegen ist und seine Kloake erfolgreich auf die des Weibchens gepresst hat.
Der schwarze Ring am Bein des Weibchens zeigt uns, dass in diesem Jahr ein neues Weibchen auf dem Horst eingezogen ist. In den letzten Jahren trug das Weibchen einen silbernen Ring. Um Informationen über das Alter und die bisherige Lebensgeschichte des Weibchens zu erhalten, benötige ich die Buchstaben- und Zahlenkombinationen, die auf dem schwarzen Ring eingraviert sind. Diese Daten können mit einem guten Fernglas oder mit einem Kamera-Zoomobjektiv gut abgelesen werden.
Unser diesjähriges Weibchen scheint ein noch relativ unerfahrenes Tier zu sein, was beispielsweise an den Nestbauaktivitäten zu erkennen ist. Etwas ungeschickt werden von ihr die zum Teil recht langen Äste auf dem Horst positioniert. Einige Male ist dann das Männchen eingeschritten, um den Ast an der „richtigen“ Stelle abzulegen.
Das Männchen wirkt sehr dominant bei diesem Paar. So darf das Weibchen häufig nicht auf dem Horst landen, wenn das Männchen schon auf dem Horst steht. Ich konnte mehrere Male beobachten, wie das Männchen die Rückkunft des Weibchens auf dem Horst durch starkes Flügelschlagen und Picken mit dem Schnabel abwehrte. Landete das Weibchen dagegen zuerst auf dem Horst, so begrüßte sie das später ankommende Männchen mit intensivem Schnabelklappern.
 Dieses Klappern dient neben den Begattungen als weitere wichtige Verhaltensweise zur Festigung der Paarbindung.

17. März

Heute ist ein sehr ereignisreicher und aufregender Tag auf dem Horst gewesen. Seit etwa 14 Tagen hat das unberingte Männchen allein auf dem Horst ausgeharrt. Um kurz nach 16 Uhr sind zwei Fremdstörche auf dem Horst erschienen. Während einer der beiden nur drüber geflogen ist, landete ein Storch mit schwarzem Ring auf dem Horst und beginnt ein gemeinsames Klappern mit dem Männchen. Das Männchen setzt sich hin und das Weibchen erkundet den Horst, legt auch einzelne Äste an andere Stellen. Das Männchen vertreibt den Fremdstorch allerdings nach kurzer Zeit wieder. Den ganzen Nachmittag kommt es immer wieder zu „Angriffen“ des beringten Storchs, das Männchen wehrt immer ab. Um kurz vor 19 Uhr fliegt der beringte Storch, der zuvor auf der Kamera saß, auf den Horst und legt sich gleich hin. Kurz danach kommt das Männchen angeflogen, beide begrüßen sich durch Klappern. Jetzt wird deutlich, dass der Fremdstorch zierlicher ist als das Männchen, ein klares Zeichen, dass es ein Weibchen ist. Beide putzen ihr Gefieder, sie stochern im Horst, dann legt sich das Weibchen hin und das Männchen begattet das erste Mal. Weitere Begattungen folgen, einige scheinen erfolgreich zu sein. Immer wieder wird die Bindung durch gemeinsames Klappern gefestigt.

9. März

Seit einigen Tagen ist nur der unberingte Storch auf dem Horst zu beobachten. Jetzt heißt es wieder abwarten, bis ein Partner für den bereits anwesenden Storch eintrifft.

27. Februar

Auch der zweite Weißstorch ist aus dem Winterquartier zurück. Dieser Storch trägt einen silbernen Ring und ist damit mit großer Wahrscheinlichkeit das Weibchen aus den letzten Jahren.

 25. Februar

Heute Vormittag ist der erste Weißstorch auf dem Horst gesichtet worden, das ist eine Woche später als im vergangenen Jahr. Es wird nun nur noch wenige Tage dauern, bis auch der Partner wieder aus dem Winterquartier zurückgekehrt ist.

Ich freue mich über jede Beobachtungsmeldung zu unserem Storchenpaar unter elke.leppelsack@gmx.de

 

Das neue Storchenjahr 2020 beginnt

Gemeinschaftsprojekt zwischen Landesbund für Vogelschutz und Max-Planck-Institut für Ornithologie bei den Pfaffenhofener Weißstörchen

Beringung und Besenderung am 13.Juni 2020

Die beiden Jungstörche konnten in diesem Jahr beringt und besendert werden. Martin Rieder von der Firma Rieder-Arbeitsbühnen brachte zunächst den LBV-Fachmann für Vogelberingungen, Clemens Krafft, zum Horst, um dort die Jungstörche mit einem Ring zu versehen. Jungstörche zeigen bis zu einem bestimmten Alter das „Akinese“-Verhalten. Sie verharren bei einer Bedrohung regungslos in der Nestmulde. Sind sie älter, so versuchen sie den Angreifer zu attackieren oder zu fliehen, was bei den Störchen zu einem Absturz führen würde. Daher wird zunächst aus sicherer Entfernung beobachtet, ob die Jungstörche noch die Akinese zeigen, um dann vorsichtig bis an den Horstrand fahren zu können. Beide Störche konnten im Horst beringt werden, sie tragen jetzt jeweils einen schwarzen Ring am linken Bein mit einer individuellen Zahlen-Buchstaben-Kombination. So ist bei einer späteren Beobachtung der Storch eindeutig als Pfaffenhofener Nachwuchs identifizierbar. Beide Jungstörche wurden vom Beringer in einen Korb gehoben, um mit der Hebebühne für die Besenderung nach unten gebracht zu werden.

Die Besenderung wurde auch in diesem Jahr von Dr. Wolfgang Fiedler durchgeführt. Wolfgang Fiedler ist Wissenschaftler am Max Planck Institut für Verhaltensbilologie in Radolfzell und Wissenschaftlicher Leiter der Beringungszentrale der Vogelwarte Radolfzell. Der nur zwischen 30 und 50 Gramm schwere Sender wird dem Jungstorch wie ein Rucksack auf den Rücken gesetzt. Der Storch wird gewogen (3,2 kg und 3,6 kg) und weitere Daten für wissenschaftliche Auswertungen aufgenommen: Schnabellänge, Schnabelbreite, Länge des Fußes. Zuletzt wurde von jedem Jungstorch noch eine Feder entnommen, um im Labor das Geschlecht zu bestimmen. Schließlich wurden die beiden Jungstörche wieder mit der Hebebühne in ihr Nest zurückgebracht.

In wenigen Wochen können wir mithilfe der kostenlosen App „AnimalTracker“ das Bewegungsmuster der Jungstörche verfolgen und damit beobachten, welche Nahrungswiesen die Störche anfliegen. Im August wird es dann spannend werden, denn dann zeigen uns die Daten den Weg der beiden Jungstörche in ihr Winterquartier.

Gemeinschaftsprojekt zwischen Landesbund für Vogelschutz und Max-Planck-Institut für Ornithologie bei den Pfaffenhofener Weißstörchen

Am 14. Juni haben die drei Jungstörche am späteren Nachmittag auf ihrem Horst unerwarteten Besuch bekommen. Mit seiner Hebebühne brachte Martin Rieder den Beringer des Landesbund für Vogelschutz (LBV), Clemens Krafft, hoch hinauf zum Horst, um dort die Jungstörche mit einem Ring zu versehen. Nun trägt jeder der drei Pfaffenhofener Nachwuchsstörche einen schwarzen Ring mit einer individuellen Zahlen-Buchstaben-Kombination am linken Bein und ist so bei einer späteren Beobachtung eindeutig als Pfaffenhofener Nachwuchs identifizierbar.
Zwei der drei Jungstörche durften ihren ersten Ausflug mit der Hebebühne anschließend noch nach unten auf den Pausenhof antreten. Dort warteten schon die Schüler der Forscherklasse 6B und der Natur-AG, um bei der Besenderung der Störche zusehen zu können. Dr. Wolfgang Fiedler vom Max-Planck-Institut (MPI) für Ornithologie in Radolfzell nahm die beiden Störche in Empfang, um sie jeweils mit einem Sender auszustatten. Dieser Sender wiegt nur etwa 70g und wird dem Storch wie ein Rucksack auf den Rücken gesetzt. Beide Jungstörche wurden gewogen, für ihr Alter von 42 Tagen waren sie mit 4000g bzw. 3600g in sehr guter Verfassung. Außerdem wurden die Schnäbel und die Beine vermessen, so dass die Wissenschaftler am MPI auch diese Daten über die Tiere für weitere Auswertungen nutzen können. Nachdem jedem Jungstorch noch eine Feder ausgezupft wurde, die zur Bestimmung des Geschlechts verwendet werden, kehrten beide Störche mit Hilfe der Hebebühne wieder in ihr Nest zurück.
Ab Anfang Juli werden die Sender die Bewegungen der Jungstörche rund um den Horst bei der Nahrungssuche aufzeichnen und damit zunächst die bevorzugt angeflogenen Wiesen anzeigen. Ab Ende August bis Anfang September kann dann der Zug der besenderten Störche in die Überwinterungsgebiete mitverfolgt werden. Alle Senderdaten werden in der Datenbank „Movebank“ gespeichert und verarbeitet und können über die kostenlose Anwendersoftware „Animal Tracker“ von jedem Handy abgerufen werden.

10. September:
Auch die beiden Altstörche haben sich inzwischen auf den Weg in ihr Winterquartier gemacht. In den letzten Augusttagen waren beide Störche noch gemeinsam auf den Ilmwiesen zwischen Pfaffenhofen und Hettenshausen zu sehen, seit Anfang September fehlt das Storchenpaar auf diesen Nahrungswiesen.

 

9. August:
Seit einigen Tagen ist unser Jungstorch nicht mehr gemeinsam mit den Elterntieren auf den Nahrungswiesen im Ilm- und Gerolsbachtal zu sehen. Daher können wir annehmen, dass er gemeinsam mit anderen Jungstörchen bereits auf dem Weg in das Winterquartier ist. Tatsächlich ist es bei Weißstörchen so, dass sich der Storchennachwuchs ohne die Eltern und völlig selbständig etwa 2-3 Wochen vor dem Abflug der Altstörche in Richtung Süden aufmacht. Während sich die anderen im Landkreis besenderten Jungstörche noch in ihrem Revier aufhalten und mit den Altstörchen auf Futtersuche sind, konnte sich der Pfaffenhofener Jungstorch durch die intensive Betreuung und Versorgung mit Nahrung durch die Altstörche so gut entwickeln, dass er den Zug ins Winterquartier beginnen konnte.

 

12. Juli: 
Unser Jungstorch ist fast flügge. Die täglichen Übungen auf dem Horst, um die Flugmuskulatur zu stärken, sind sehr gut zu beobachten. Ab und zu hebt er sogar schon etwas ab und testet dabei, wie die Luftströmungen auf seine Flügel wirken. Manchmal wirkt der Horst auf dem Kamin verlassen, aber bei genauem Hinsehen erkennt man, dass der Jungstorch in der Nestmulde sitzt und nur der Kopf zwischen dem Nistmaterial zu sehen ist. Es wird nur noch wenige Tage dauern, bis unser Storchennachwuchs zunächst die Umgebung von Pfaffenhofen erkunden wird und dann auch weitere Ausflüge im Landkreis unternimmt.

 

10. Juni: 
Am Pfingstmontag konnten einige Jungstörche im Landkreis beringt und besendert werden. Aufgrund eines technischen Defekts an der großen Hebebühne war es jedoch nicht möglich, zum Jungstorch im Pfaffenhofener Horst zu gelangen. Daher bleibt unser Pfaffenhofener Nachwuchs in diesem Jahr unberingt und ohne Sender. Mit einer etwas kleineren Hebebühne konnten anschließend alle 3 Jungstörche in Pörnbach, 2 Jungstörche in Hohenwart und einer von drei Jungstörchen in Baar-Ebenhausen beringt und besendert sowie 2 weitere Jungstörche in Baar-Ebenhausen beringt werden. Auch die Horste in Reichertshofen und in Geisenfeld sind mit der kleineren Hebebühne nicht erreichbar gewesen.

 

6. Juni: 
Zwei Wochen nach der kühlen und nassen Witterung zeigt sich der inzwischen sehr gut entwickelte Jungstorch sehr fit im Horst. Die anderen drei in diesem Jahr geschlüpften Jungstörche sind gestorben. Zwei dieser verendeten Jungstörche wurden einige Tage nach dem Ableben von den Altvögeln aus dem Nest geworfen, ein Schutzverhalten, um die lebenden Jungtiere vor Keimen zu schützen. Ein weiterer gestorbene Jungstorch liegt sehr wahrscheinlich noch im Nest und wurde von den Altvögeln mit Nistmaterial überbaut – ein auch bei anderen Horsten beobachtetes Verhalten der Altstörche. 

Im Landkreis Pfaffenhofen gibt es in diesem Jahr 13 Jungstörche:
Pfaffenhofen: 1
Pörnbach: 3
Reichertshofen: 2
Hohenwart: 2
Baar-Ebenhausen: 3
Geisenfeld: 2

 

22. Mai: 

Die letzten Tage mit dem Starkregen und den für Mitte Mai doch recht niedrigen Temperaturen haben dazu geführt, dass wahrscheinlich drei der vier Jungstörche verendet sind. Einerseits kann man dies recht gut am Verhalten des Altstorchs erkennen, der mit gesenktem Kopf die wohl leblosen Küken in der Nistmulde betrachtet und auch mit dem Schnabel immer wieder einmal anstupst. Mit großer Begeisterung konnten wir aber heute ein aktives Jungtier im Horst beobachten, das vom Altstorch gefüttert wurde und auch am Nestrand Kot abgegeben hat. Da die Schlechtwetterperiode überstanden scheint, können wir weiter hoffen, dass in diesem Jahr zumindest ein Jungstorch großgezogen wird.

15. Mai: 
Am heutigen Nachmittag konnten wir die Köpfchen von vier Storchenküken erkennen können. Während drei der Küken bereits gut entwickelt sind, gibt es einen recht kleinen Nachzügler. Es ist sehr schön zu sehen, dass die vier Jungen die kalten und feuchten Tage der Eisheiligen offensichtlich gut überstanden haben. 

 

8. Mai: 
Die Schülerinnen und Schüler der Natur-AG haben heute mit Ferngläsern die Störche auf dem Horst beobachtet. Es konnten drei Küken gezählt werden, da drei kleine Köpfchen zur gleichen Zeit über dem Horstrand sichtbar waren. Die Natur-AG wird nun jede Woche eine Beobachtung durchführen und den Entwicklungsfortschritt der Küken protokollieren.

 

30. April: 
Das Verhalten der Altstörche zeigt, dass es Nachwuchs im Storchenhorst gibt. Leider können wir bisher noch nicht sagen, wie viele Küken geschlüpft sind, da wir keinen Zugriff auf die Kamerabilder haben. In 1 bis 2 Wochen werden aber die kleinen Köpfchen während der Fütterungszeiten zu beobachten sein, so dass wir die weitere Entwicklung gut mit Ferngläsern und einem Spektiv verfolgen können.

28. März: 
Auf den Kamerabildern ist zu erkennen, dass sicher ein weiteres Ei gelegt wurde, ob ein fünftes Ei gelegt wurde, ist nicht mit Sicherheit festzustellen.

26. März: 

Das dritte Ei ist seit heute Morgen im Nest zu erkennen. Die Altstörche werden nun mit dem Bebrüten beginnen, wodurch gewährleistet ist, dass die Jungen nach dem Schlüpfen ungefähr gleich groß sind und sich damit gleich gut entwickeln können. Der Schlupf der ersten Küken kann in der Woche nach den Osterfeiertagen erwartet werden.

24. März: 
Das zweite Ei wurde im Laufe des heutigen Tages gelegt.

22. März: 
Das Weibchen hat heute das erste Ei in das Nest abgelegt. Es ist zu
erwarten, dass im Abstand von 2 Tagen die weiteren Eier gelegt werden.
Zunächst werden die Eier aber noch nicht bebrütet, die beiden Altstörche
achten nur darauf, dass es nicht zum Auskühlen der Eier kommt.

22. März:  Am heutigen Nachmittag konnte auf dem Horst ein dritter Storch beobachtet werden. In den kommenden Wochen werden immer wieder einzelne Störche zu sehen sein, die auf der Suche nach einem freien Horst bzw. einem Partner sind. Das sind meist zweijährige Störche, die das erste Lebensjahr noch im Überwinterungsgebiet im Süden Europas oder in Afrika verbracht haben und jetzt geschlechtsreif sind.

24. Februar:  Seit heute ist auch das Weibchen wieder auf dem Horst zu beobachten. In den kommenden Tagen werden intensive Begrüßungszeremonien zu sehen und lautes Klappern zu hören sein, beides dient zur Stärkung der Paarbindung. Wir gehen davon aus, dass sich die beiden Störche erst jetzt wieder auf dem Horst treffen. Die Zeit seit dem Abflug in das Winterquartier haben die Weißstörche zusammen mit vielen anderen Störchen im Süden Europas verbracht. 

 

19. Februar:  Am Vormittag ist ein Altstorch aus seinem Winterquartier zurück zum Horst gekommen. Mit lautem Schnabelklappern zeigt er deutlich an, dass er sein Revier wieder besetzt hat. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das Männchen, das jetzt auf dem Horst zu beobachten ist. Das Weibchen kehrt in der Regel wenige Tage später zum Horst zurück.

 

Das neue Storchenjahr 2019 beginnt

 

12. September: Die beiden erwachsenen Störche haben am 10. September den Zug in das Winterquartier begonnen. 

Von dem besenderten Weißstorchmännchen Jakob haben uns am 29. August die letzten Koordinaten erreicht. Seitdem gibt es leider kein aktuelles Bewegungsmuster. Die Gründe hierfür sind uns bisher nicht bekannt.

 

28. August: Das besenderte Weißstorchmännchen erhält von der Firma Hipp den Namen „Jakob“.

 

26. August: Heute früh erhielt ich die traurige Nachricht vom MPI in Radolfzell, dass das besenderte Storchenweibchen Frieda nicht mehr lebt. Frieda wurde am 22. August zusammen mit einem anderen Weißstorch unter einer Stromleitung im schweizerischen Moudon nördlich von Lausanne aufgefunden. Der Finder der beiden Störche schreibt von „deux cigognes trouvée électrifiées“. Anhand der Ring- und Senderdaten ist Frieda eindeutig identifizierbar. Der Sender ist inzwischen auf dem Weg nach Radolfzell, wo die Auswertung der Bewegungsdaten der letzten Stunden im Leben von Frieda stattfinden wird. Die letzten Bewegungsdaten von Frieda wurden am 17. August gesendet.

Das besenderte Storchenmännchen befindet sich weiter auf dem Zug in das Winterquartier. Gestern erreichte das Männchen ein Feuchtgebiet östlich von Narbonne an der französischen Mittelmeerküste.

 

11. August: Die drei Jungstörche haben ihren Weg in das Winterquartier begonnen. Das Bewegungsmuster der beiden besenderten Jungstörche zeigt, dass sie am 6. August um 9 Uhr den Pfaffenhofener Horst verlassen haben und über Eichstätt, Weißenburg, Gunzenhausen am Altmühlsee bis südlich von Ansbach in die Nähe der Autobahn geflogen sind, wo sie um 16 Uhr angekommen sind. Interessanterweise hält sich dort auch das im Jahr 2016 in Pörnbach besenderte Weißstorchmännchen Bembo Sparky auf, mit dem unsere Jungstörche wahrscheinlich gemeinsam in Richtung Südwesten weiterziehen werden. Durch das Besenderungsprojekt des MPI in Radolfzell ist es nun möglich zu erklären, wie die Jungstörche den Weg in das Winterquartier finden. Es wird vermutet, dass diese ein- bis zweijährigen „Junggesellen“ wie z.B. Bembo Sparky ihre Erfahrungen über den Zugweg an die Jungstörche weitergeben.

Das Pfaffenhofener Weibchen hat inzwischen von ihrer Patin Beate Mayr den schönen Namen „Frieda“ erhalten. Unter diesem Namen ist das Weibchen jetzt auch in der Animal Tracker App zu finden.

 

5. August: Nachdem die Jungstörche in den ersten Tagen nur Ausflüge in die nähere Umgebung des Horstes unternommen haben, findet man sie inzwischen auch auf weiter entfernten Nahrungswiesen wie im Gerolsbachtal bei Mitterscheyern, im Ilmtal bis südlich von Ilmmünster und im nördlichen Ilmtal bei Rohrbach. Meistens sind die Jungstörche gemeinsam auf Nahrungssuche unterwegs, das besenderte Männchen hat ohne seine besenderte Schwester auch schon Wiesen nördlich von Mainburg erkundet. Das Bewegungsmuster der beiden besenderten Jungstörche kann inzwischen sehr schön auf Handys und Tablets mit Hilfe der kostenlosen App Animal Tracker der Max Planck Gesellschaft mitverfolgt werden. In Pörnbach, in Hohenwart und in Baar-Ebenhausen konnte in diesem Jahr ebenfalls jeweils ein Jungstorch besendert werden. Auch die Bewegungen dieser Jungstörche, alle drei sind Männchen, können mit Hilfe von Animal Tracker beobachtet werden.

Die Jungstörche aus der Region werden sich in den nächsten Tagen sammeln, um den Zug in das Winterquartier gemeinsam aber ohne ihre Eltern anzutreten. Im Gerolsbachtal konnten gestern bereits sieben Störche auf einer Wiese beobachtet werden, von den Pörnbacher Wiesen wurden Storchengruppen von über 30 Individuen gemeldet.

 

25. Juli: Heute habe ich die Ergebnisse der Geschlechtsbestimmung unserer besenderten Jungstörche vom Max Planck Institut für Ornithologie in Radolfzell erhalten. Mit Hilfe einer Feder, die jedem der beiden Jungstörche während der Besenderung entnommen wurde, konnte ein Labor das Geschlecht ermitteln. Der Jungstorch mit der Ringnummer AU948 ist ein Männchen, der Jungstorch mit der Ringnummer AU950 ist ein Weibchen. Schon bei der Besenderung sah das Weibchen etwas zierlicher aus als das Männchen und wog auch 400g weniger. In wenigen Tagen wird nun auch das Bewegungsmuster der Jungstörche über die App AnimalTracker auf Smartphones zu beobachten sein.

 

15. Juli: Große Aufregung verursachte gestern Abend ein besenderter Jungstorch, als er bei seinem Flugversuch etwas unglücklich auf einem benachbarten Hausdach landete und von dort in den kleinen Garten rutschte. Die Hauseigentümer benachrichtigten die Polizei, die daraufhin bei uns zuhause anriefen. Wir haben den munteren Jungstorch unverletzt zwischen den Gartenblumen angetroffen. Kurze Zeit später flog der Abenteuerer selbständig auf den Holzzaun, von dort aus auf das Vordach des Gymnasiums und schließlich wieder zurück hoch zum Horst. Alle drei Jungstörche sind inzwischen flügge, machen tagsüber wichtige Erfahrungen bei der Nahrungssuche und kommen abends zum Übernachten auf den sicheren Horst zurück.

 

10. Juli 2018: Die Jungstörche sind inzwischen sehr erfolgreich bei ihren Flugübungen. Der erste Ausflug hoch auf die Kamera ist auch bereits geglückt. Nicht so positiv schaut es bei einem der beiden Altstörche aus. An einem Bein hat sich eine etwa 1 bis 1,5 m lange Schnur verfangen, die momentan noch nicht erkennbar ein Problem für den Vogel darstellt. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Vogel selbst von dieser Schnur befreien kann.  

1. Juli 2018: Alle drei Jungstörche haben sich in den letzten beiden Wochen sehr gut weiterentwickelt. Häufig sind sie bei ihren ersten Flugübungen auf dem Horst zu beobachten. Es geht jetzt vor allem darum, die Flugmuskulatur zu stärken. Dabei kommt es immer häufiger auch dazu, dass sie „den Boden unter den Füßen verlieren“ und schon für wenige Sekunden das Gefühl des Schwebens in der Luft erleben können. 

15. Juni 2018: Seit gestern Nachmittag sind die drei Jungstörche mit einer individuellen Zahlen- und Buchstabenkombination „registriert“. Mit Hilfe einer Arbeitsbühne brachte auch in diesem Jahr wieder Martin Rieder vom Arbeitsbühnenverleih aus Pfaffenhofen den Beringer Clemens Krafft zum Horst, um dort die diesjährigen Jungstörche zu beringen. Die beiden kräftigeren Jungstörche durften mit der Hebebühne für kurze Zeit mit nach unten fahren, um dort vom Leiter der Vogelwarte Radolfzell, Dr. Wolfgang Fiedler, einen Sender aufgesetzt zu bekommen. Nach der nur wenige Minuten dauernden Aktion konnten die beiden Jungstörche wieder sicher in den Horst zurück gesetzt werden. Ab ca. Mitte Juli werden wir mit Hilfe der kostenlosen Smartphone-App Animal Tracker die Möglichkeit haben, den Aufenthaltsort dieser beiden Jungstörche verfolgen zu können.

13. Juni 2018: Die drei Jungstörche haben die letzten beiden Tage mit den starken Regenfällen gut überstanden. Das Gefieder ist bereits so weit entwickelt, dass es den Regen abweisen kann und die Gefahr einer Unterkühlung damit nicht besteht.

6. Juni 2018: Die letzten beiden Wochen sind für unsere drei Jungstörche sehr positiv verlaufen. Durch die warmen Temperaturen und auch die gelegentlichen Regenschauer stand für die beiden Altstörche auf den Wiesen ausreichend Nahrung zur Verfügung, so dass sich der Nachwuchs sehr gut entwickeln konnte. Neben der Gefiederpflege gehören das Stärken der Flugmuskulatur und spielerische Nestbauaktivitäten zum normalen Tagesablauf der Jungstörche.Seit drei Tagen ist auch zu sehen, dass die Altstörche ihren Nachwuchs auf dem Horst bereits allein lassen, da sich die Jungen durchaus schon selbst gegen Angriffe z.B. von Rabenkrähen verteidigen können. Häufig sitzt aber einer der beiden Altstörche auf der Sitzstange über der Kamera, um das Verhalten der Jungen zu „kontrollieren“.

21. Mai 2018: Heute am Pfingstmontag sind bei strahlendem Sonnenschein drei aktive Jungstörche sehr schön im Nest zu beobachten. Am Horstrand sieht man deutlich ein lebloses Küken und möglicherweise auch ein sehr viel kleineres Küken, die die Regenfälle der letzten Tage nicht überlebt haben.

18. Mai 2018: Nach den Eisheiligen, die sich in diesem Jahr zwar feucht aber nicht sehr kalt gezeigt haben, sind im Horst heute 3 aktive Junge zu erkennen. Ein viertes, kleineres Küken liegt außerhalb der Nistmulde am Nestrand. Das ist für das Küken eine gefährliche Position, da es hier weder vom Altstorch gewärmt und geschützt werden kann und außerdem keine Nahrungsstücke erhält, die in die Nestmulde abgegeben werden. Durch die feuchte Witterung haben die Altstörche einige Nahrungstiere für die Jungen finden können wie beispielsweise Ringelnattern, Schermäuse oder Regenwürmer. Ob die Nahrungsmenge für die Entwicklung aller Jungstörche ausreicht, wird sich schon in den nächsten Tagen zeigen. Wichtig für eine erfolgreiche Jagd nach Beutetieren sind frisch gemähte Wiesen im Ilmtal und im Gerolsbachtal, da sich die Altstörche auf diesen freien Flächen sicher fühlen vor Feindangriffen.

9. Mai 2018: Im Abendlicht sind 5 aktive Küken im Nest zu erkennen. Das gestern beobachtete „leblose“ Küken ist wahrscheinlich nur die Eischale des zuletzt geschlüpften Kükens gewesen, die von einem Altvogel aus der Nistmulde entfernt wurde. Leider sind die genauen Verhältnisse im Nest aber nicht eindeutig zu erkennen, da die Kamera nur Einzelbilder in das Netz liefert.

8. Mai 2018: Zur Mittagszeit sah es so aus, als ob ein Altstorch ein lebloses Küken aus der Nestmulde auf den Rand des Horstes gelegt hat. Es ist möglich, dass es das erst gestern geschlüpfte Junge ist, das im Vergleich zu den Geschwistern doch zu schwach gewesen sein könnte, um an ausreichend Nahrungsstücke zu gelangen.

7. Mai 2018: Das fünfte Ei liegt am Morgen nach wie vor im Nest. Im Laufe des Tages ist auch das letzte Küken geschlüpft, so dass in der Abendsonne deutlich fünf Köpfchen zu erkennen sind. Für das zuletzt geschlüpfte Küken wird es allerdings sehr schwer werden, da der Altersunterschied und damit der Entwicklungsvorsprung der Geschwister doch recht groß ist.

6. Mai 2018: Ob auch das fünfte Küken schon geschlüpft ist, ist leider nur schwer zu erkennen. Es sind deutlich 4 Köpfchen zu erkennen, wenn der Altvogel Nahrung in die Nestmulde abgibt.

5. Mai 2018: Das vierte Küken ist gegen Abend in der Nestmulde zu erkennen.

4. Mai 2018: Am frühen Morgen ist bereits das zweite Küken im Nest zu sehen. Am späteren Vormittag schaut es so aus, als ob auch das dritte Küken geschlüpft ist, zwei Eier sind noch deutlich im Nest zu erkennen.

3. Mai 2018: Heute Vormittag ist das erste Küken geschlüpft. Jetzt ist es wichtig, dass die Altstörche trotz der momentan herrschenden Trockenheit ausreichend Nahrung für die Kleinen finden.

28. April 2018: In den letzten 3 Wochen haben sich die beiden Altstörche regelmäßig beim Bebrüten der 5 Eier abgewechselt. Auch das Wetter hat in dieser Phase sehr gut mitgespielt. Nun bleibt zu hoffen, dass es nach dem Schlupf der Küken, der zwischen dem 1. und 3. Mai zu erwarten ist, einerseits nicht zu einer nasskalten Wetterperiode kommt, da die Küken ab einer bestimmten Größe von den Altvögeln nicht mehr ausreichend vor Nässe und Kälte geschützt werden können. Andererseits darf es aber auch nicht zu trocken bleiben, da sich der Mähzeitpunkt der für den Storch interessanten Nahrungswiesen zeitlich nach hinten verschiebt. Altstörche bevorzugen für die Nahrungssuche vor allem frisch gemähte Wiesen, da sie ihre Beutetiere hier leichter erkennen aber auch ihre Feinde wie Fuchs oder Marder frühzeitig entdecken können.

8. April 2018: Wenn sich die beiden Störche beim Bebrüten der Eier abwechseln, ist für kurze Zeit der Blick auf die Eier möglich. Es ist inzwischen nicht ganz einfach, die genaue Zahl der Eier festzulegen, es kann aber durchaus sein, dass ein fünftes Ei in der Nestmulde liegt.

6. April 2018: Das vierte Ei ist wahrscheinlich am gestrigen 5. April gelegt worden.

3. April 2018: Auch das dritte Ei ist bereits gelegt und die Störche haben mit dem Brüten begonnen. Wenn alles gut geht, dann können wir in den ersten Maitagen mit dem Schlupf der Küken rechnen.

31. März 2018: Am frühen Samstagnachmittag hat das Weibchen das zweite Ei gelegt.

29. März 2018: Heute am späten Abend liegt das erste Ei im Nest. In der Regel legt das Weibchen nun alle zwei Tage ein weiteres Ei. Mit dem regelmäßigen Bebrüten beginnen die Störche aber erst, wenn zwei bis drei Eier gelegt wurden. So ist gewährleistet, dass der Schlupf der Jungen zeitlich sehr nah zusammen liegt und die Jungen sich möglichst gleich entwickeln können.

7. März 2018: Das Storchenpaar ist heute wieder auf dem Horst eingetroffen. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Ankunft aufgrund der langen Kälteperiode um gut eine Woche verschoben. Erst die warme Luftströmung aus dem Südwesten Europas hat den Störchen den Rückflug ermöglicht. Gut zu verfolgen ist der Rückzug der besenderten Störche auch mithilfe der kostenlosen Smartphone-App „AnimalTracker“. Die drei besenderten Störche aus dem Landkreis sind Elfie (Pörnbach, geschlüpft 2015), Bembo Sparky (Pörnbach, 2016) und Adi (Reichertshofen, 2016). Diese drei Störche halten sich zur Zeit immer noch in Südfrankreich, Mittelspanien bzw. Südspanien auf.