Musik

Auszeichnung als Brückenbauer

Nach dem Projektpreis des Pädagogischen Austauschdienstes und dem Sudetendeutschen Kulturpreis hat die deutsch-tschechische Musicalproduktion „Tisa – Eine Liebe ohne Grenzen“ eine weitere Auszeichnung bekommen, den „Brückenbauerpreis“. Er wird seit über zehn Jahren von der SPD-Landtagsfraktion und deren vertriebenenpolitischem Sprecher, Volker Halbleib, MdL, an vorbildliche völkerbindende Projekte vergeben. Die Laudatorin, Ruth Müller, MdL, lobte die hochprofessionelle Musicalproduktion, die eine vertrauensvolle Basis für die deutsch-tschechische Nachbarschaft kommender Generationen darstelle.

Stellvertretend für die über 140 am Projekt beteiligten Jugendlichen nahmen die Pfaffenhofener Cornelia Diemer, Laura Stark, Luis Hösl, Lorenz Spies sowie Marie-Therese und Stefan Daubner den Preis entgegen und umrahmten die Feier mit einigen Stücken aus dem 'Tisa'-Musical auch musikalisch. Die Zuhörer, darunter der tschechische Botschafter Tomáš Kafka und die Geschäftsführerin des deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, zeigten sich begeistert und sicherten ihre Unterstützung für die im Jahr 2023 geplante Wiederaufführung zu. In der Feierstunde im Bayerischen Landtag am 3. Juli wurden außerdem eine Schülergruppe vom Würzburger Deutschhaus-Gymnasium (deutsch-polnisches Kochbuch), die ukrainische Journalistin Oxana Matiychuk (aktuelle Kolumne „Ukrainisches Tagebuch“ in der Süddeutschen Zeitung) sowie der langjährige tschechische Botschafter in Berlin ausgezeichnet.

Das Bild zeigt Markus Rinderspacher (MdL, Vizepräsident des Bayerischen Landtages), Ruth Müller (MdL), Volkmar Halbleib (MdL), Laura Stark, Stefan Daubner, Cornelia Diemer, Luis Hösl, Lorenz Spies, Robert Rist und Marie-Therese Daubner.

Text: Redaktion SGP-Homepage

Bild: SPD-Landtagsfraktion

 
Inspirierende Probentage und Sommerkonzert in neuer Aula 

Als erste größere Veranstaltung in der nunmehr seit einem Jahr fertiggestellten Aula fand ein Sommerkonzert in kleinem Rahmen statt.

Beide Chöre sowie und die Lehrerband eröffneten mit „Vorhang auf“ aus dem Rock-Liederbuch von Julian Oswald, das Vororchester spielte unter der Leitung von Christiane Sauer und Marie-Therese Daubner Titel wie „I got Rhythm“. Das große Orchester schließlich überzeugte unter der Leitung von Christiane Sauer mit einem Medley aus „Fluch der Karibik“. Die Bigband präsentierte unter der Leitung von Stefan Daubner Titel wie „So What“ mit Improvisationen der Schüler. Der aus Oberstufenschülern bestehende „Fire choir“, geleitet von Julian Oswald, unterhielt mit Stücken wie „Java Jive“, bei denen nicht nur gesungen, sondern auch getanzt wurde. Im Unterstufenchor erklang der schwungvolle Song aus dem Disney-Film „Merida“ mit einem schmissigen Geigensolo der Leiterin Judith Jung.

Der Parkettboden, die mobile Trennwand, die normalerweise den großen Musiksaal von der Aula trennt, nun aber als hintere Bühnenwand verwendet wurde, und die Schallelemente an der Decke erwiesen sich als praktikabel und akustisch sehr gut.

Das bewährte Musiklehrerteam holte sich in diesem Jahr aber noch zusätzliche Verstärkung von Profis. Diese arbeiteten zwei Tage lang mit den Ensembles: Für die Big Band konnte der international tätige Jazzschlagzeuger Harald Rüschenbaum, der auch Leiter des Bayerischen Landesjugendjazzorchesters ist, gewonnen werden. Auf inspirierende Weise übte er mit den jungen Jazzern improvisiertes Zusammenspiel und gab wertvolle Tipps zum Hören und zum Spiel in der Rhythmusgruppe.

Die Münchner Jazzsängerin Natalie Elwood arbeitete mit dem Unter- und Mittelstufenchor am Ausdruck und freieren Möglichkeiten des mehrstimmigen Gesangs, auch „Circle Singing“ genannt. Kostproben davon und den von ihr zusammen mit der Big Band interpretierten Jazzstandard „All of me“ gab es auch im Konzert. Einfühlsam ging sie mit ihrer wandelbaren Stimme auf die Bedürfnisse der Gruppe ein – eine entspannte und zugleich intensive Atmosphäre mit genügend Raum für wunderbare Stimmerfahrung.

Im Oberstufenchor konnte Mariette Witteveen, eine niederländische Sängerin und Gesangsdozentin, für die Probentage gewonnen werden. Sie hielt Gruppenkurse in Qi Gong und Sängeratmung und unterrichtete solistische Einzelstimmbildung. Frau Witteveen interpretierte im Konzert die Bach-Arie „Erbarme dich“.

Für das Vororchester und das Orchester wurden Clemens Weigel und Frank Wunderer eingeladen. Clemens Weigel ist Vorspieler der Celli im Staatstheater am Gärtnerplatz und Lehrbeauftragter an der Musikhochschule München. Er erarbeitete auf hohem Niveau klassische Orchesterliteratur mit den beiden Ensembles. Im Konzert spielte er zusammen mit dem Orchester Tschaikowskys „Nocturne“. Frank Wunderer ist Gründer und Leiter der „Bluestrings“. Dieses Ensemble hat sich u. a. auf Jazz- und Rockliteratur für Streicher spezialisiert und arbeitet sehr viel mit Improvisationen. Frank Wunderer und eine seiner Schülerinnen versuchten höchst engagiert und motivierend, die beiden Ensembles in die Welt der Improvisation auf Streich- und Holzblasinstrumenten einzuführen.

Während der beiden Probentage aßen die jungen Musiker und Musikerinnen im Hofbergsaal gemeinsam zu Mittag. Ein Filmabend in der Aula stärkte das Gemeinschaftsgefühl. Ein besonderer Dank gilt der Licht-Ton-Gruppe mit Herrn Rist, den beiden Kirchen für die Überlassung der Gemeindesäle sowie der „Stiftung Jugendförderung Musik“ in der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG für die finanzielle Unterstützung.

Text und Foto: Stefan Daubner

Orchesterfahrt nach Eger und Hof

Auf Einladung der Sudetendeutschen Landsmannschaft fuhren das Orchester des Schyren-Gymnasiums und Teile der Big Band Anfang Juni nach Hof, wo die Verleihung der Sudetendeutschen Kulturpreise im Festsaal der Freiheitshalle musikalisch umrahmt wurde. Dr. Stefan Daubner bekam dort den Kulturpreis in der Kategorie „Musik und darstellende Kunst“ verliehen. Vor über 300 begeisterten prominenten Zuhörern spielte das Orchester unter der Leitung von Christiane Sauer die Titel „Crocodile Rock“, „Rolling in the Deep“ sowie ein Medley aus dem Musical „Tisa“, das im Juni 2023 in Selb und Klatovy zusammen mit der dortigen Musik-Gesamtschule wiederaufgeführt wird.

Im Medley sangen Cornelia Diemer und Laura Stark. Christiane Sauer (Violine), Marie-Therese Daubner (Violoncello) und Dr. Stefan Daubner (Klavier) musizierten außerdem das „Andante Moderato“ aus dem Klaviertrio op.90 von Antonín Dvo?ák sowie das „Agitato“ aus dem Klaviertrio von Petr Eben. Zahlreiche Politiker wie z.B. die Bayerische Familienministerin Ulrike Scharf, die Vertriebenenbeauftragte der Bundesregierung Natalie Pawlik oder der ehemalige Kultusminister Ludwig Spaenle zeigten sich begeistert und spendeten langanhaltenden Applaus. Tags zuvor fand im Gymnasium der tschechischen Stadt Cheb (Eger) eine Schülerbegegnung statt, bei der sich die Jazzband des Gymnasiums Cheb mit einigen Jazztiteln vorstellte. Schulleiter Židek führte durch sein Gymnasium, das über das einzige Schul-Planetarium Tschechiens verfügt. Im kuppelartigen Kinosaal wurde für die Pfaffenhofener Schüler eine Animation des nächtlichen Sternenhimmels präsentiert. Eine Stadtführung durch die wunderschöne Altstadt Chebs und deren Burg sowie in einen historischen Dachstuhl schloss sich an. Bei der Generalprobe des Orchesters in Hof am folgenden Tag durften dann die tschechischen Gymnasiasten zuhören. Mit deren Schulleiter wurde ein gemeinsames musikalisches Projekt für das kommende Jahr geplant. Nach dem Mittagessen besuchten die nunmehr über 100 Schüler beider Länder das Museum „Bayerisches Vogtland“, um sich über geschichtliche Themen wie Flucht und Vertreibung zu informieren. Die völkerverbindende Reise wurde von einem Fernsehteam begleitet und von der Euregio Egrensis finanziell gefördert.

Das Foto zeigt das Orchester des Schyren-Gymnasiums unter der Leitung von Christiane Sauer im Festsaal der Freiheitshalle Hof.

Text: Fachschaft Musik

Bild: Marie-Therese Daubner

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Unter der Leitung von Christiane Sauer und Marie-Therese Daubner haben es sich unsere Schülerinnen und Schüler aus den Streicherklassen der 5. und 6. Jahrgangstufe, sowie das Vororchester und das große Orchester nicht nehmen lassen, Herrn Erben zu seinem Ehrentag mit einem kleinen Ständchen zu gratulieren.

Video und Schnitt: Nils Zacher

Ton: Joshua Groß

Auszeichnung für Opernproduktion „Dido und Aeneas“ – Daniel Sauer erhält den Goldenen Vogel als bester Darsteller
Beim  internationalen Jugendtheaterwettbewerb „Papageno Award“ im  österreichischen Wels erhielt der 19jährige Pfaffenhofener Daniel Sauer  in der Kategorie Musiktheater die Auszeichnung „Goldener Vogel“ als  bester Hauptdarsteller. Er sang in der deutsch-serbischen Koproduktion  von Henry Purcells Barockoper „Dido und Aeneas“, die im vergangenen  September mit großem Erfolg in Pfaffenhofen und Valjevo aufgeführt  wurde, die Rolle des Aeneas. Die zur Preisverleihung des  „Jugendtheater-Oscars“ mitgereiste Regisseurin Christina Schäfer, der  musikalische Leiter Stefan Daubner sowie weitere Darstellerinnen vom  Schyren-Gymnasium freuten sich mit Daniel Sauer über die Auszeichnung  ihres Opernprojektes, das bei der Jury große Anerkennung fand. 31  Produktionen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum wurden nominiert,  alle auf absolut professionellem Niveau. Neben zahlreichen Musicals und  Theaterstücken stach die Pfaffenhofener Produktion als einzige Oper  heraus. Für Daniel Sauer ist der Preis, der neben der sängerischen auch  die schauspielerische Leistung würdigt, Motivation und Ansporn für sein  gerade begonnenes Gesangsstudium an der Augsburger Musikhochschule. Für  das gesamte Team um Stefan Daubner ist die Würdigung der Produktion  Bestätigung der bisherigen Arbeit und gibt neue Impulse für die  anstrengenden Proben am deutsch-tschechischen Musical TISA, das im  September 2019 zusammen mit einem tschechischen Gymnasium uraufgeführt  wird.

Drama um Liebe, Enttäuschung und Tod
Schüler des Schyren-Gymnasiums ernten viel Applaus für Barockoper „Dido und Aeneas“ (aus dem Pfaffenhofener Kurier vom 1.10.2018 von Dorothee Bornemann)
 
Bei Opern denkt man an große Theater, aufwändige Inszenierungen und professionelle Sänger. Dass es auch anders geht und man trotzdem sein Publikum restlos begeistern kann, bewiesen die Schüler des Schyren-Gymnasiums, zusammen mit den Musikern der serbischen Musikschule „Zivorad Grbic“ bei ihren Aufführungen der Barockoper „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell im Mehrzweckraum der Pfaffenhofener Realschule. Mit dieser deutsch-serbischen Co-Produktion spielten sich Sänger und Musiker in die Herzen der Zuschauer. Die Geschichte dieser etwa einstündigen Oper ist schnell erzählt. Dido, die Königin von Karthago, von ihrem Bruder um die Liebe ihres Lebens und um ihren Teil vom Erbe gebracht, hat der Liebe abgeschworen. Dann strandet Aeneas an der Küste von Karthago und verliebt sich in Dido. Diese wehrt sich erst gegen die aufkommende Liebe, doch schließlich wird aus ihnen ein Liebespaar. Missgünstige Hexen neiden Dido ihre Liebe und beeinflussen Aeneas, so dass dieser sich von Dido abwendet, um in Italien eine neue Stadt zu gründen. Dido zerbricht an dieser Enttäuschung und nimmt sich das Leben.
Die erst 15-jährige Julia Apel singt mit großer Intensität ihre Königin Dido, dabei wirkt sie zugleich zerbrechlich und doch stark.
Daniel Sauer als Aeneas besticht durch seine schon sehr professionell geschulte Stimme, ausdrucksstark und klar füllt er die Rolle des wankelmütigen Liebenden. Die dritte Hauptrolle spielt bei dieser Oper
der Chor, zusammen mit dem hervorragend musizierenden Orchester sorgt er für harmonische Klangfülle. Aber auch die Nebenrollen sind wunderbar gelungen, Pia Huber als Didos Vertraute Belinda zeigt viel Gefühl und Hingabe, Sarah Heggenstaller und Maria Haberhauer als Hexenduo überzeugen als fröhliches Duett der Boshaftigkeit. Dieses Drama um Liebe, Intrige, Enttäuschung und Tod braucht kein opulentes Bühnenbild, um seine Wirkung zu entfalten. Auf der leeren Bühne bildet der Chor einen bewegten Bühnenhintergrund, er rahmt das Geschehen ein, Menuett tanzend strukturiert er die Aufführung und ergänzt die Handlung. Zum zentralen Symbol wird ein dickes Tau. Zu Beginn schlingt sich Dido dieses Tau um die Arme und macht so ihren inneren Konflikt deutlich. Sie hat sich geschworen nie wieder Liebe für einen Mann zu empfinden und nun ringt sie mit ihren Gefühlen. Belinda umschlingt die Liebenden mit dem Seil und zeigt so die Verbundenheit. Die Nornen spinnen einen Schicksalsfaden, dabei verfängt sich Aeneas in selbigem und entscheidet sich gegen die Liebe. Zum tragischen Ende knüpft Dido eine Henkersschlinge, sie hat den Lebensmut verloren. Diese Szene gelingt so berührend, die zierliche Dido in ihrem leuchtend roten Kleid, singt den Tod vor Augen „Remember me“ und gerade diese Szene wird dem Betrachter ganz sicherlich in Erinnerung bleiben. Den Schülern ist zusammen mit ihren Betreuern Stefan Daubner, Christina Schäfer und Elvira Landesberger ein wirklich großartiges Projekt gelungen, im Zusammenwirken mit den serbischen Musikschülern konnten sie ihr Publikum restlos begeistern. Nicht enden wollender Applaus für tolle Aufführungen, aber auch als Anerkennung eines Jahres intensivster Vorbereitung. Am Ende aber auch leise Wehmut bei manchem Darsteller, das nach fünf Aufführungen nun wirklich alles vorbei ist.

Musik

Das Fach Musik ist am Schyren-Gymnasium vielfältig aufgestellt. Neben dem regulären Klassenunterricht in den Jahrgangsstufen 5-10, der die Bereiche Musizierpraxis, Musiktheorie Grundwissen und Musikgeschichte umfasst, wird für die 5. und 6. Jahrgangsstufe eine Streicherklasse angeboten. In der Oberstufe werden regelmäßig W- und P-Seminare eingerichtet. Im Musik-Additum kann das kombinierte praktisch-schriftliche Abitur abgelegt werden. Die Teilnahme an internationalen Festivals, Wettbewerben und Kooperationen mit osteuropäischen Schulen sowie die Produktion größerer Werke aus dem Bereich Musiktheater (Musical und Oper) gehört zu den Besonderheiten am Schyren-Gymnasium. Eine Reihe von Ensembles und Wahlkursen proben regelmäßig (einmal jährlich auch in den Musikakademien Alteglofsheim oder Marktoberdorf) und präsentieren ihr Können in den regelmäßig stattfindenden Kammer-, Weihnachts- und Sommerkonzerten.

Unsere Musiklehrer (von links): Dr. Stefan Daubner, Marie-Therese Daubner, Judith Jung, Christiane Sauer,

Julian Oswald

Nützliches Wissen für den Musikunterricht:

E-Bass-Griffbrett

Klaviatur – beschriftet

Instrumentalunterricht wird in begrenztem Umfang für folgende Instrumente kostenlos angeboten: Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass

Die Termine für die Kammer-, Weihnachts- und Sommerkonzerte finden Sie in unserem Terminkalender.