Ich kam, ich sah, ich lachte. – So lautete, frei nach Julius Cäsar, vor Kurzem das Motto der Lateinschülerinnen am Schyren-Gymnasium. Die Fachschaft Latein hatte nämlich erstmals den Lateinkabarettisten Björn Puscha eingeladen, der mit seinem Programm „Schlechte Karten für Jupiter“ einen unterhaltsamen Ausflug in die faszinierende Welt der lateinischen Sprache unternahm und nicht zuletzt für zahlreiche Lacher im Publikum sorgte.
Ausgehend von seiner ersten humorvollen Begegnung mit dem Fach Latein („Fenestra kann ich mir herleiten, das ist der Fernseher!“) und dem ehrlichen Eingeständnis der Sprachenwahl („In diesem Zweig war der Mädchenanteil einfach höher!“) entführt Björn Puscha die Lernenden auf eine Reise in die Antike, die bei einem Gewitter im Münchner Olympiapark ihren Anfang nimmt. Aus Versehen vom Blitz des Göttervaters getroffen findet er sich plötzlich in einer illustren Schafkopfrunde wieder – und Jupiters schlechtes Gewissen ermöglicht ihm eine Reise ins antike Rom. Dort angekommen schildert der Kabarettist, im zweiten Teil der Veranstaltung stilecht mit Tunika gekleidet, hautnah das pulsierende Leben der Metropole, die dort vorherrschenden (unangenehmen) Gerüche und die Ereignisse rund um ein Wagenrennen. Und im Pompeiustheater angekommen wird das Auditorium unverhofft – Caesar necatus! – zum Zeugen der Ermordung des Gaius Julius Cäsar …
Die Schüler hatten an der gelungenen Mischung von Unterhaltung und Vermittlung historischen Wissens viel Spaß und belohnten den Auftritt des Kabarettisten zum Ende mit langanhaltendem Applaus.

Text und Bilder: Georg Gaßner