Eine aufregende Woche erlebten die Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe des Schyren-Gymnasiums auf ihrer Studienfahrt in die Hauptstadt Berlin. Vom 23. – 27. Februar 2026 erkundeten die 119 Jugendlichen nicht nur einen tiefen Einblick in das Zentrum des politischen Deutschland, sondern konnten auch viele Orte in Augenschein nehmen, an denen Geschichte geschah und Kultur geschieht.
Am Anfang der Reise stand eine gemeinsame Fahrt von Pfaffenhofen nach Berlin. Nach der Zimmerverteilung bestand noch die Möglichkeit, sich unter Führung der Lehrkräfte mit der näheren Umgebung vertraut zu machen.
Am nächsten Tag waren die Schüler dann vormittags auf sich selbst gestellt, da sie in Kleingruppen eine digitale Schnitzeljagd auf den Spuren des Mauerbaus und des Kalten Krieges an den Originalorten absolvierten. Am Abend stand ein Besuch im Bundestag an, bei dem der örtliche Stimmkreisabgeordnete für ein längeres Gespräch zur Verfügung stand. Eine Führung im Plenarsaal, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, und der Ausblick von der Reichstagskuppel über das nächtliche Berlin rundeten das Programm ab.
Die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte wurden im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen auf besonders eindrucksvolle Weise erlebbar. Eine Führung durch die Gedenkstätte, die unter anderem von ehemaligen Zeitzeugen geleitet wurde, gewährte den Schülern einen direkten und bewegenden Einblick in die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit. Auch bei der Erkundung des Museums am Checkpoint Charlie war es von besonderer Bedeutung, die historische Dimension durch die Berichte und Erläuterungen von Zeitzeugen aus erster Hand zu erfahren. Es ist einfach etwas anderes, über die risikoreiche Flucht über die innerdeutsche Grenze zu lesen oder von einem, der selbst so etwas organisiert hat, etwas über dessen Vergangenheit zu hören.
Abseits des Pflichtprogramms hatten die Schüler die Möglichkeit, ihren Interessen durch verschiedene optionale Aktivitäten zu folgen. Die Sportinteressierten kamen beim Champions-League-Handballspiel der Füchse Berlin voll auf ihre Kosten. Und wer gern selbst Sport betreibt, für den gab es das Angebot eines Sightseeinglaufs durch das Berliner Regierungsviertel. Aber auch kulturell war einiges geboten, sei es der Besuch eines politischen Kabaretts oder eines Musicals. Besonders beeindruckt waren auch die Teilnehmer der Führung durch die Berliner Unterwelten, die in den Tunneln unter der Mauer die Wagnisse damaliger Flüchtlinge nachvollziehen konnten.
Angefüllt mit individuellen Eindrücken der pulsierenden Hauptstadt ging es dann wieder heim in die Holledau.
Text und Foto: Richard Fischer