Erstmals seit zehn Jahren hat sich mit Veronika Gmelch eine Latein-Schülerin für die zweite Runde des Landeswettbewerbs Alte Sprachen qualifiziert. Damit zählt sie zu den 50 besten Nachwuchstalenten im Bereich der klassischen Sprachen in Bayern. Bemerkenswert ist dieser Erfolg umso mehr, als sich Veronika, die den gA-Kurs in der Q12 besucht, in Konkurrenz zu Lateinschülern humanistischer Gymnasien sowie Altersgenossen, die Latein als Leistungsfach gewählt haben, befand. „Es ist sehr schön, dass sich eine Schülerin des SGP in der ersten Runde dieses anspruchsvollen Wettbewerbs durchgesetzt hat“, freute sich Herr Gaßner, Latein-Fachbetreuer am Schyren-Gymnasium. Er überreichte Veronika im Namen der Fachschaft zwei (lateinische) Bücher und übermittelte die Glückwünsche der gesamten Schulgemeinschaft.
Das Kultusministerium veranstaltet in jedem Schuljahr den Landeswettbewerb „Alte Sprachen“ für die Oberstufenschüler am Gymnasium. Dieser lädt junge Menschen dazu ein, sich übersetzend und kreativ mit den sprachlichen und kulturellen Grundlagen Europas auseinanderzusetzen. Ziel ist neben der Hervorhebung der Relevanz der Antike für die heutige Zeit vor allem die Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler.
Im Zentrum der Aufgaben der ersten Wettbewerbsrunde in diesem Jahr stand die Übersetzung eines herausfordernden lateinischen Textes zur Geschichte der Medizin. Ergänzt wurde die Übersetzungsarbeit durch weitere anspruchsvolle herausfordernde Fragestellungen. So musste sich die Teilnehmenden unter anderem mit dem Hippokratischen Eid in lateinischer Fassung sowie mit medizinischen Sentenzen beschäftigen. Für die zweite Runde qualifizieren sich lediglich die besten 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Runde. Veronika hat diesen Schritt nun geschafft und darf sich auf die nächste Herausforderung freuen. Anfang Oktober steht die Interpretationsklausur an, in der ein antiker Text zu analysieren und zu interpretieren ist.
Text: Georg Gaßner
Foto: Ulrike Patzelt